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Das ist über die neue Corona-Variante B.1.640.2. bisher bekannt

  • Melanie Rannow
  • Sandra Simonsen
Von Melanie Rannow, Sandra Simonsen

Aktualisiert am 04.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Weitere Sorge in der Pandemie: In Frankreich gibt es Fälle einer neuen Corona-Variante.
Weitere Sorge in der Pandemie: In Frankreich gibt es Fälle einer neuen Corona-Variante. (Quelle: Marie Le Ble/imago-images-bilder)
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In Frankreich ist Omikron die dominierende Variante des Coronavirus. Doch es gibt dort inzwischen eine weitere Mutante: B.1.640.2. Die Unsicherheit ist groß – Virologen geben allerdings vorerst Entwarnung.

Eine möglicherweise neue Corona-Variante beschäftigt Wissenschaftler. Nach der Rückkehr einer Person von einer Reise nach Kamerun sollen in Südfrankreich Medienberichten zufolge zwölf Menschen mit einer neuen Variante infiziert worden sein. Ihre Tests zeigten demnach eine "atypische Mutationen-Kombination". Bisher ist allerdings noch nicht viel über die neue Mutante und ihre Gefährlichkeit bekannt.


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B.1.640.2 soll aus Kamerun stammen

Da der erste nachgewiesene Corona-Fall von einer Reise nach Kamerun zurückgekehrt war, schließen Experten darauf, dass der Erreger möglicherweise aus dem afrikanischen Land stammt. Laut Johns Hopkins University (Stand: 3. Januar 2022) liegt die Impfquote in Kamerun bei nur 2,4 Prozent. Neue Corona-Varianten entwickeln sich vor allem bei ungeimpften Infizierten.

Die Variante trägt vorläufig die Bezeichnung B.1.640.2 und wurde erstmals von Experten des IHU Méditerranée Infection in Marseille entdeckt.

In einer Preprint-Studie, die noch nicht begutachtet wurde, erklären Experten eines von der französischen Regierung unterstützten Programms, sie hätten "46 Mutationen" in der Variante identifiziert.

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Was bedeuten die Mutationen in der Variante?

Der Studie zufolge enthält die neue Variante auch die bereits bekannten Mutationen N501Y und E484K. N501Y ist beispielsweise in der Alpha-Variante ebenfalls enthalten und zeichnet sich dadurch aus, dass es sich stärker an menschliche Zellen binden und sich folglich besser ausbreiten kann.

E484K ist eine sogenannte Escape-Mutation und befindet sich im Spike-Protein, was einen Einfluss auf die Wirksamkeit der Impfstoffe haben kann. Die neue Variante könnte demnach ansteckender als das Ursprungsvirus SARS-CoV-2 sein. Die Forschung dazu steht aber noch ganz am Anfang.

Experte: B.1.640.2 wurde vor Omikron entdeckt

Der britische Virologe Tom Peacock vom Imperial College London äußerte sich zu B.1.640.2 auf Twitter:

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Peacock zufolge sind Sorgen angesichts der neuen Variante unbegründet. Sie sei noch vor Omikron nachgewiesen worden – mache im Vergleich zu Omikron aber einen minimalen Anteil der Infektionen aus.

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Tatsächlich seien insgesamt 21 Infektionen mit B.1.640.2 in mehr als zwei Monaten bestätigt worden (Stand 3. Januar 2022), während sich die Omikron-Variante seit ihrem ersten Nachweis rasant ausbreitet.

Auch anderen Corona-Experten zufolge stellt die Variante bislang keine große Gefahr dar. "Wir sollten diese wie auch andere Varianten beobachten, aber es besteht kein Grund, speziell über diese Variante besorgt zu sein", sagte Richard Neher, Experte für Virusvarianten an der Universität Basel, der Nachrichtenagentur dpa. B.1.640.2 scheine sich bislang nicht stark auszubreiten. Sie sei "damit 'eine unter vielen', die sich gegen Omikron und Delta zumindest bislang nicht durchsetzt".

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Christiane Braunsdorf
CoronavirusFrankreichOmikron
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