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Virologe Streeck schlägt Sommer- und Winter-Modus vor

Von dpa
Aktualisiert am 13.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Hat einen Vorschlag für einen Lockerungsweg: Virologe Hendrik Streeck
Hat einen Vorschlag für einen Lockerungsweg: Virologe Hendrik Streeck (Quelle: Future Image/imago-images-bilder)
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Die Infektionszahlen sind so hoch wie nie zuvor, dennoch werden Rufe nach Lockerungen immer lauter. Sollten die 2G-Regelungen fallen? Wissenschaftler sind unterschiedlicher Meinung – auch zu FFP2-Masken.

Die Debatte um Lockerungen der Corona-Maßnahmen läuft in Deutschland auf Hochtouren. Vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen am kommenden Mittwoch hört man auch aus der Wissenschaft unterschiedliche Stimmen, was der richtige Weg sei.


Diese bekannten Forscher sitzen im neuen Expertenrat

Prof. Dr. Christian Drosten: Der Chefvirologe der Berliner Charité zählt zu den bekanntesten Gesichtern seit der Corona-Pandemie. Drostens Forschungsschwerpunkte sind neu auftretende Viren – insbesondere mit Coronaviren kennt sich der Virologe seit Jahren aus. Sein Wissen teilt er regelmäßig im NDR-Podcast "Coronavirus-Update".
Prof. Dr. med. Christian Karagiannidis: Er ist Geschäftsführender Oberarzt der Lungenklinik Köln-Merheim und Leiter des dortigen Ecmo-Zentrums. Außerdem ist er wissenschaftlicher Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN).
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Die einen warnen vor zu schnellen Öffnungsschritten, andere peilen bereits den Weg zurück zur Normalität an. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte zuletzt Lockerungen "deutlich vor Ostern" in Aussicht gestellt.

In der Diskussion sind etwa die 2G- und 2G-plus-Regelungen. Etwa im Einzelhandel sind die Vorgaben in den Ländern teils unterschiedlich: In manchen ist 2G bereits gekippt, andere Länder planen entsprechend.

Omikron-Variante führt zu Unwägbarkeiten

Epidemiologe Timo Ulrichs von der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: "Generell wäre eine jetzige Lockerung der 2G-Regeln riskant, weil wir immer noch nicht abschätzen können, wie sich das auf die Omikron-Verbreitung und damit zeitversetzt auf die Einweisung ungeimpfter Infizierter und Erkrankter in die Krankenhäuser auswirken würde."

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Der Bonner Virologe Hendrik Streeck stellte zuletzt die G-Regelungen in Frage: "Wir müssen vorsichtig zur Normalität zurück. Da darf es aus meiner Sicht keinen Unterschied zwischen Geimpften und Ungeimpften mehr geben", sagte er dem "Münchner Merkur". Aus seiner Sicht übertragen doppelt Geimpfte das Virus wie Ungeimpfte. Mit der Booster-Impfung ändere sich das zwar etwas, sicher aber nur für ein paar Monate. "Daher muss man sich generell die Frage stellen, ob man an den G-Regeln festhalten will."

Wie viel Lockerung ist wann sinnvoll? Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat dazu eine klare Meinung.
Wie viel Lockerung ist wann sinnvoll? Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat dazu eine klare Meinung. (Quelle: Chris Emil Janßen/imago-images-bilder)

Was nützen die 2G-Regelungen noch?

Der Immunologe Carsten Watzl wies auf Anfrage darauf hin, dass es bei den 2G-Regelungen grundsätzlich nicht so sehr darum gehe, dass sich Ungeimpfte generell schneller ansteckten, sondern darum, dass sie ein höheres Risiko hätten, schwer zu erkranken.

Das sei auch bei der Omikron-Variante noch so, "auch wenn die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf mit einer Omikron-Infektion gegenüber einer Delta-Infektion auch für Ungeimpfte reduziert ist", stellte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie klar. Vor einem solchen schweren Verlauf schützten Impfung und besonders Booster sehr gut, bekräftigte Watzl.

Mit Blick auf die Frage, inwiefern sich überhaupt das Infektionsrisiko bei der besonders leicht übertragbaren Omikron-Variante zwischen Ungeimpften, Grundimmunisierten und Menschen mit Auffrischimpfung unterscheide, gibt Watzl zu bedenken, dass dies von weiteren Faktoren wie etwa der Zeit seit der letzten Impfung oder auch dem verimpften Vakzin abhänge.

Impfung ist auch bei Omikron-Variante sinnvoll

Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen verwies dazu auf einen aktuellen Bericht der britischen Gesundheitsbehörde (UKHSA). Demnach ist die Effektivität von Impfung und Booster gegen Omikron zwar geringer als gegen Delta, aber immer noch deutlich vorhanden, während Ungeimpfte keinen Schutz haben, erklärte Zeeb.

Der Schutz vor einem schweren Verlauf, der ins Krankenhaus führe, sei auch bei Omikron noch deutlich höher.

Menschenmengen in der Essener Innenstadt: Geht Shopping bald ohne 2G?
Menschenmengen in der Essener Innenstadt: Geht Shopping bald ohne 2G? (Quelle: Gottfried Czepluch/imago-images-bilder)

FFP2-Masken – weiterhin wichtiger Schutz

Wie wichtig die FFP2-Maske im Kampf gegen Omikron bleiben, hoben Ulrichs, Watzl und Zeeb hervor. "Sehr entscheidend, um die Omikron-Ausbreitung zu verlangsamen, ist das generelle Tragen von FFP2-Masken", so Ulrichs. "Maskentragen sollten wir noch mindestens bis zum vollständigen Abklingen der Omikron-Welle beibehalten."

Aus Zeebs Sicht dürfte die Maske die am längsten beizubehaltende Schutzmaßnahme sein, auch wenn sonst in absehbarer Zukunft immer mehr Einschränkungen fielen – "gegebenenfalls auch einfach als Gebot und nicht als Pflicht", so der Experte.

Doch auch Kontaktreduzierung und Abstandsregelungen bleiben aus seiner Sicht wichtig. Auch, wenn nach und nach überall die 2G-Regelungen fielen, halte er es für sinnvoll, "über Begrenzung der Anzahl von Personen in Innenräumen nachzudenken" – sowohl in Geschäften als auch in Restaurants.

Hendrik Streeck für Abschaffung der Maskenpflicht

Streeck hatte dem "Münchner Merkur" gesagt, er halte für den Sommer eine Abschaffung von Corona-Maßnahmen – so auch der Maskenpflicht – für wünschenswert.

"Ich plädiere für einen Sommer-Modus und für einen Winter-Modus". In der warmen Jahreszeit könne auf Maßnahmen verzichtet werden, im Herbst und Winter müssten Maßnahmen sein.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Laura Stresing, Cem Özer, Sandra Simonsen
Von Christiane Braunsdorf
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