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Erbrechen hört nicht auf: Was jetzt zu tun ist


Austrocknung verhindern
Erbrechen hört nicht auf? Was jetzt zu tun ist

Von Wiebke Posmyk

23.02.2024Lesedauer: 2 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

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Junge Frau steht vor der Toilette und leidet unter Übelkeit und BauchschmerzenVergrößern des Bildes
Hält Erbrechen länger an, kann das zu einer Austrocknung führen. (Quelle: vadimguzhva/Getty Images)

Erbrechen ist eine natürliche Reaktion des Körpers – etwa, um Erreger loszuwerden. Hört es aber einfach nicht auf, kann das gefährlich werden.

Wer schon einmal eine heftige Magen-Darm-Grippe mit Erbrechen und/oder Durchfall hatte, weiß, wie rasch der Körper dadurch geschwächt werden kann.

Im Falle einer Norovirus-Infektion lassen die Beschwerden normalerweise nach ein bis zwei Tagen langsam nach. Auch andere Infekte dauern in der Regel nicht lange. Nach wenigen Tagen bis einer Woche ist die Erkrankung für gewöhnlich ausgestanden.

Manchmal hält Erbrechen jedoch länger an. Möglicherweise stecken dann andere Ursachen als ein Infekt dahinter – oder dieser ist besonders hartnäckig. Das ist riskant: Wenn eine Person in kurzer Zeit immer wieder erbrechen muss, verliert sie viel Flüssigkeit und Salze. Was, wenn Erbrechen nicht aufhört oder so stark ist, dass die Person kaum Flüssigkeit aufnehmen kann?

Erbrechen hört nicht auf: Das können die Folgen sein

Vor allem bei kleinen Kindern und älteren Menschen kann länger andauerndes Erbrechen dazu führen, dass sie regelrecht austrocknen. Ein Elektrolyt- und Flüssigkeitsmangel kann ein lebensgefährliches Kreislauf- oder Nierenversagen verursachen. Wichtig ist daher, den Mangel auszugleichen, etwa mit stillem Wasser, Fruchtsaft oder einer Brühe.

Sind Erbrechen und Durchfall sehr stark und/oder sind kleine Kinder oder ältere Personen erkrankt, kann eine Elektrolytlösung aus der Apotheke helfen, welche aus Salzen, Zucker und Mineralstoffen in einem bestimmten Mischverhältnis besteht. Bei starkem Erbrechen gelingt es jedoch möglicherweise nicht, ausreichend davon zu sich zu nehmen.

Erbrechen hört nicht auf? Wann Sie handeln sollten

Hört das Erbrechen bei Erwachsenen nach spätestens 48 Stunden nicht auf oder wird sogar stärker, ist in jedem Fall ärztlicher Rat gefragt.

Bestimmte Personen sollten unter Umständen schon früher zur Ärztin oder zum Arzt. Dazu zählen vor allem Kinder, ältere Menschen und geschwächte Personen (etwa mit einer Immunschwäche). Bei ihnen ist das Risiko für eine Austrocknung beziehungsweise Komplikationen erhöht. Welche Empfehlungen speziell für Babys und kleine Kinder gelten, lesen Sie im nächsten Kapitel.

Unabhängig von der Dauer des Erbrechens sollten erkrankte Personen bei schweren oder ungewöhnlichen Symptomen im Zweifel eine Ärztin oder einen Arzt zurate ziehen. Das gilt insbesondere, wenn weitere Beschwerden auftreten wie:

  • schwere Kreislaufprobleme, Schwindel
  • Benommenheit, Schläfrigkeit
  • Verwirrtheit
  • Muskelkrämpfe
  • hohes Fieber
  • Schleimauflagerungen im Stuhl
  • blutiges oder kaffeesatzartiges Erbrechen
  • starke Schmerzen
  • blutiger Stuhl (zu erkennen an einer roten oder schwarzen Färbung)

Auch bei Anzeichen einer Austrocknung ist rasches Handeln wichtig. Mögliche Anzeichen dafür sind:

  • eine schlechte allgemeine Verfassung, Benommenheit
  • eingefallene Augen, Wangen oder Gesichtspartie
  • beschleunigte Atmung und Herzschlag
  • schlaffe Haut: Wird sie etwa am Arm leicht zusammengedrückt, bleibt eine Falte zurück.
  • trockene Augen, Lippen und Zunge
  • starker Durst
  • dunkler Urin, fehlender Harndrang
  • eventuell Brustschmerzen, Muskelkrämpfe

Bei Symptomen einer Austrocknung muss der entstandene Flüssigkeitsverlust umgehend ausgeglichen werden – gegebenenfalls mit einer Infusion im Krankenhaus.

Früher Arztbesuch bei Babys und Kleinkindern

Gelegentliches Erbrechen kommt bei Babys und kleinen Kindern häufiger vor und ist meist kein Grund zur Sorge. Hört das Erbrechen aber nicht auf oder treten weitere Symptome hinzu, sollten Eltern rasch handeln.

Ein zeitnaher Arztbesuch ist bei Erbrechen erforderlich, wenn

  • sich ein Säugling länger als vier Stunden wiederholt übergeben muss.
  • das Kind auch an Durchfall und/oder Fieber leidet.
  • dem Übergeben ein Sturz oder anderer Unfall vorausging.
  • das Kind am Morgen erbricht, wenn es noch nüchtern ist.
  • starke Bauchschmerzen auftreten.
  • das Kind mehrfach erbricht, aber keine Anzeichen eines Magen-Darm-Infekts zu erkennen sind.
  • das Kind nicht trinkt.
  • das Kind extrem ruhig und teilnahmslos wirkt.
Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • "Erbrechen". Online-Informationen des Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.kindergesundheit-info.de (Abrufdatum. 23.2.2024)
  • "Magen-Darm-Infektionen". Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): www.infektionsschutz.de (Abrufdatum: 23.2.2024)
  • "Vomiting in adults". Online-Informationen des National Health Service Schottland: www.nhsinform.scot (Stand: 29.3.2023)
  • Hahn, J.: "Checkliste Innere Medizin". Thieme, Stuttgart 2018
  • Battegay, E.: "Differenzialdiagnose Innerer Krankheiten". Thieme, Stuttgart 2017
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