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Produktverpackungen: Mehr Luft als Lebensmittel – so leer sind sie | Verbraucherzentrale Hamburg


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So leer sind manche Produktverpackungen

Von t-online, cch

Aktualisiert am 11.10.2022Lesedauer: 3 Min.
Luftverpackungen: Die Verbraucherzentrale Hamburg zeigt mit Röntgenaufnahmen, wie wenig Inhalt in manchen Produktverpackungen steckt.
Luftverpackungen: Die Verbraucherzentrale Hamburg zeigt mit Röntgenaufnahmen, wie wenig Inhalt in manchen Produktverpackungen steckt. (Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg)
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Die Verbraucherzentrale hat Produkte aus dem Supermarkt im Röntgengerät durchleuchten lassen. Das Ergebnis: In einigen steckt mehr Luft als Lebensmittel.

Große Verpackung, aber nur wenig Inhalt: Verbraucher müssen oft Geld für viel abgepackte Luft bezahlen, zeigt eine aktuelle Stichprobe der Verbraucherzentrale Hamburg. Bei den beispielhaft aus Verbraucherbeschwerden ausgewählten Produkten lag der Luftanteil je Packung bei etwa 50 bis 95 Prozent. Die Verbraucherschützer ließen insgesamt 15 Produkte in Röntgengeräten durchleuchten und schätzten anhand der Bilder den Luftanteil ab.

Dose nur zu fünf Prozent gefüllt

Alle 15 Produktverpackungen waren maximal bis zur Hälfte gefüllt. In vielen steckte aber noch weniger Inhalt: Bei einer Plastikdose mit Vitamin-B12-Tabletten von KAL füllten diese nur fünf Prozent der Packung aus. 95 Prozent waren Luft.

Ebenfalls recht leer war es in einer Backmischung für Bananenbrot von Baetter Baking, dem Mandelgebäck Ricciarelli von Sapori, einer Fertigmischung für einen Apfel-Nuss-Tassenkuchen von Lizza und in der Verpackung der Knorr Schinken-Hörnli. Hier lag der Luftanteil bei jeweils rund 65 Prozent, so die Verbraucherzentrale.


Im Röntgengerät: So leer sind diese Produkte

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"Selbst Bio-Hersteller, deren Produkte eigentlich für mehr Nachhaltigkeit stehen, verschwenden durch Luftpackungen wertvolle Ressourcen", ärgert sich Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Zudem wirft der Verbraucherschützer den Herstellern eine Verbrauchertäuschung vor. Oft wirkt es so, als stecke in der Verpackung viel mehr Inhalt.

Das sagen die Hersteller

Einige Hersteller haben sich auf Anfrage von t-online zu dem Vorwurf der Verbraucherzentrale geäußert. So erklärte Dr. Oetker zu der Verpackung des Produkts "Naked Cake Schoko & Vanille Geschmack", dass die Länge des Innenbeutels und der restliche Luftanteil im Beutel technisch erforderlich seien, da Backmischungen bedingt durch den Mehlanteil beim Abfüllprozess stauben. "Bei einem kleineren Format könnte dieser Mehlstaub während der Abfüllung in die Siegelnaht gelangen, wodurch der Beutel womöglich nicht richtig verschlossen wird", heißt es von dem Unternehmen.

"Des Weiteren handelt es sich bei Backmischungen um ein Füllgut, welches sich während des Transports verdichtet. Das Volumen ist also beim Abfüllprozess höher." Die Form und Größe der Faltschachtel hingegen ergebe sich aus der Struktur der Sammelpackung, in der mehrere Beutel steckten. "Grundsätzlich ist es zu keiner Zeit unsere Intention, unsere Verbraucher mit der Gestaltung unserer Verpackungen zu täuschen."

Gleiches macht auch Bahlsen klar, Hersteller der "Waffeletten Minis". Es sei zudem unzutreffend, dass diese Produktpackung höchstens bis zur Hälfte befüllt ist, sagt ein Pressesprecher. "Die Röntgenaufnahme der Verbraucherzentrale Hamburg ist für eine Beurteilung vom Verhältnis Füllgut und Luftraum ungeeignet, da der Beutel im Seitenquerschnitt als Dreieck ausgebildet ist, das heißt unten breit und oben spitz zulaufend."

Beim Knorr Hüttenschmaus "Schinken Hörnli" hat die Füllmenge auch mit der Produktionsweise zu tun: Er wird auf einer Anlage mit vielen anderen Lebensmitteln produziert, erklärt Hersteller Unilever. Derselbe Beutel werde für unterschiedliche Produkte im Sortiment genutzt, um die Maschine effizient zu fahren. "Aufgrund der unterschiedlichen Schüttdichte der Rohwaren kommt es dabei zu unterschiedlichen Füllhöhen." Zudem dürfen auch hier keine Stäube in die Siegelnaht gelangen, sodass etwas mehr Platz im oberen Teil des Beutels erforderlich sei.

Ähnliches erklärt auch die Firma Denree, dessen "Trink Kakao" für seine Füllmenge von der Verbraucherzentrale kritisiert wurde. Die Verpackungshöhe sei notwendig, um eine perfekte Versiegelung des Produktes zu gewährleisten. Während des Füllvorgangs sei der Füllstand darüber hinaus höher. Aber durch den Transport verdichte sich das Kakaopulver und verringere sein Volumen. "Dies geschieht unvermeidbar bei jeder weiteren Bewegung oder Erschütterung bis hin zum Einräumen in die Regale. Keinesfalls handelt es sich um Verbrauchertäuschung", so eine Pressereferentin.

Die Verbraucherzentrale Hamburg rät: Achten Sie am besten immer auf die auf der Verpackung angegebene Füllmenge und den Grundpreis. Lassen Sie sich nicht von den oft überdimensionierten Verpackungen beeindrucken.

Verbraucherschützer sehen Täuschung durch Luftpackungen

Viele Unternehmen würden der Verbraucherzentrale zufolge fehlende oder schwammige Vorgaben in Verordnungen und Gesetzen ausnutzen, um Kasse zu machen. Rein rechtlich sei es oft schwierig, gegen Luftpackungen vorzugehen. Das Eich- und Verpackungsrecht gebe Herstellern viel Freiraum bei der Gestaltung ihrer Produkte, auch durch Ausnahmen und Sonderregelungen. Erst wenn das Verhältnis zwischen Inhalt und Umfang ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis vortäuscht, handelt es sich um eine echte Luftverpackung.

Der Verbraucherzentrale Hamburg ist es schon mehrmals gelungen, etwas gegen die Luftnummern zu tun. So haben die Verbraucherschützer zuletzt beispielsweise erfolgreich durchgesetzt, dass Unilever ein Waschmittel nicht mehr in einem überdimensionierten Karton und Lidl ein Bircher Müsli nicht in einer halbleeren Dose verkaufen darf. Aktuell wurde eine Gewürzmischung der Marke Nice Spice abgemahnt.

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Verwendete Quellen
  • Pressemitteilung Verbraucherzentrale Hamburg
  • Anfragen an Hersteller
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