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So sollten Sie Fleisch aufbewahren

Hygiene geht vor  

So sollten Sie Fleisch aufbewahren

27.08.2014, 13:07 Uhr | sk (CF)

So sollten Sie Fleisch aufbewahren. Hackfleisch sollten Sie bereits wenige Stunden nach dem Kauf weiter verarbeiten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Hackfleisch sollten Sie bereits wenige Stunden nach dem Kauf weiter verarbeiten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wie lange sich Fleisch lagern lässt, hängt nicht nur davon ab, wie frisch es ist. Auch die Art und Weise der Lagerung ist für die Haltbarkeit entscheidend. Auf welche Kriterien Sie als Verbraucher dabei achten sollten, erfahren Sie hier.

Vom Einkauf bis in den Kühlschrank

Schon für den Einkauf von Fleisch gibt es einige Regeln zu beachten: Bevor Sie Geflügel-, Rinder- oder Schweinefleisch im Supermarkt oder bei Ihrem bevorzugten Metzger kaufen, sollten Sie die restlichen Einkäufe erledigt haben. So kommt das Fleisch möglichst schnell in Ihren Kühlschrank.

Generell sollte es nicht länger als 20 Minuten ungekühlt aufbewahrt werden. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie es vom Geschäft bis nach Hause in einer Kühltasche transportieren. Natürlich können Sie hier auch weitere schnell verderbliche Lebensmittel aufbewahren - zum Beispiel auch Milchprodukte mögen große Hitze im Sommer nicht.

Der optimale Platz im Kühlschrank

Zu Hause angekommen, geben Sie das Fleisch in einen gut verschließbaren Glas- oder Kunststoffbehälter und stellen diesen auf die Platte über dem Gemüsefach. Hier befindet sich der kälteste Bereich des Kühlschranks, dessen Temperatur konstant bei etwa zwei Grad Celsius liegen sollte. Holzbehälter oder -bretter bieten sich hingegen nicht zur Lagerung an, da diese dem Fleisch die Feuchtigkeit entziehen.

Am längsten hält sich das Fleisch im Kühlschrank, wenn es vakuumverpackt ist. Denn luftgeschützt ist das Risiko geringer, dass sich Fäulnisbakterien bilden können.

Die richtige Lagerung für jede Art von Fleisch

Hackfleisch sollten Sie besonders schnell verarbeiten. Bewahren Sie es in rohem Zustand nicht mehr als acht Stunden im Kühlschrank auf. Gebratene Hackfleischgerichte können verpackt in Frischhaltefolie oder in Frischhaltedosen dagegen zwei Tage im Kühlschrank gelagert werden. Schweinefleisch und Kalbfleisch sollten Sie bei einer Temperatur von null bis vier Grad Celsius spätestens nach einer Lagerzeit von zwei bis drei Tagen zubereiten, rohes Rindfleisch hingegen hält sich mit drei bis vier Tagen etwas länger. Auch Lammfleisch können Sie vor der Zubereitung bis zu drei Tage aufbewahren, wenn Sie es gut abdecken.

Besondere Hygieneregeln für Geflügelfleisch

Vor allem bei rohem Geflügel ist Sauberkeit und Genauigkeit bei der Aufbewahrung besonders wichtig. Gerade Hähnchen- oder Putenfleisch ist häufig mit antibiotikaresistenten Bakterien belastet, wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in einer Pressemitteilung aus dem Jahr 2012 erklärte. Dies ist bedingt durch eine massenhafte Gabe von Antibiotika gegen Tierkrankheiten in den Mastfarmen.

Beim Menschen sind deshalb häufig die gängigen Antibiotika gegen Infektionen machtlos. Und die für die Tiere meist ungefährlichen Erreger, wie beispielsweise der Campylobacter, der neben Salmonellen zu den häufigsten Durchfall-Erregern zählt, können für den Menschen gefährlich werden.

Bewahren Sie deshalb rohes Geflügelfleisch grundsätzlich getrennt von anderen Lebensmitteln auf und verarbeiten Sie es unbedingt bis zum Ablauf seines Verbrauchsdatums, rät die Verbraucherzentrale Schleswig Holstein.

Alle Oberflächen und Gerätschaften, die mit dem rohen Fleisch oder dessen Auftauwasser in Berührung gekommen sind, sollten Sie außerdem gründlich mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen. Verpackungsmaterialien sollten Sie außerdem sehr sorgfältig entsorgen. Waschen Sie sich gründlich die Hände, bevor Sie andere Lebensmittel anfassen.

Fleisch lagern: Tipps zum Einfrieren

Möchten Sie über längere Zeit Fleisch aufbewahren, sollten Sie es einfrieren. Allerdings bleibt es auch im Gefrierfach nur dann genießbar, wenn Sie es richtig verarbeiten und verpacken. Achten Sie penibel auf Hygiene während der Verarbeitung, denn Keime lassen sich durch das Einfrieren nicht abtöten. Wählen Sie eine am Fleisch eng anliegende Verpackung wie einen Gefrierbeutel, in den keine Luft eindringen kann. Um einen solchen Beutel luftdicht zu verschließen, eignet sich der Einsatz eines Folienschweißgeräts.

Da mehrere Fleischstücke in einem Behälter beim Einfrieren zusammenkleben, sollten Sie zwischen die Stücke außerdem etwas Frischhaltefolie legen. Eingefrorenes Fleisch sollten Sie am besten innerhalb von sechs bis zwölf Monaten verbrauchen, rät medical-tribune.de. Je fetthaltiger das Fleisch ist, desto kürzer ist die Haltbarkeit. Einmal aufgetautes Fleisch sollten Sie schnellstmöglich verarbeiten und nicht wieder einfrieren.

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