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Hülsenfrüchte: Sind rohe grüne Bohnen giftig?

Hülsenfrüchte  

Darum sollten Sie grüne Bohnen vor dem Verzehr kochen

14.09.2019, 16:38 Uhr | ig (hp), dpa-tmn

Hülsenfrüchte: Sind rohe grüne Bohnen giftig?. Grüne Bohnen in einem Jutebeutel (Quelle: Getty Images/HandmadePictures)

Grüne Bohnen in einem Jutebeutel: Das Gemüse enthält ungekocht auch giftige Stoffe. (Quelle: HandmadePictures/Getty Images)

Grüne Bohnen sind kalorienarm und liefern Zink, Magnesium, Kalium und B-Vitamine. Allerdings enthält die Hülsenfrucht auch schädliche Stoffe. Wir geben Tipps, wie Sie das Gemüse kochen.

Garen zerstört den schädlichen Eiweißstoff Phasin

In ungekochtem Zustand enthalten grüne Bohnen eine giftige Eiweißverbindung namens Phasin. Der Stoff kann der Gesundheit schaden: Verzehren Sie grüne Bohnen roh, kann das zu Magen-Darm-Problemen führen.

Für Kinder ist es aufgrund ihres geringen Körpergewichts besonders gefährlich: Schon fünf bis sechs rohe Bohnen reichen hier den Angaben der Verbraucherzentrale Bayern nach aus, um Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall auszulösen. In hohen Dosen kann Phasin sogar tödlich sein.

Grüne Bohnen vor dem Verzehr kochen

Die Hülsenfrüchte sollten deshalb mindestens zehn bis 15 Minuten kochen. So zerstören Sie den schädlichen Stoff. Gegarte grüne Bohnen sind für Kinder und Erwachsene ungefährlich. 

Das Kochen zerstört auch giftige Blausäure, die ebenfalls in Bohnen enthalten ist. Durch das Erhitzen verflüchtigt sich dieser zweite giftige Inhaltsstoff aber. Häufig werde Bohnen nachgesagt, schwer verdaulich zu sein. Dies treffe aber vor allem auf die reifen Bohnenkerne zu, nicht auf die Hülsen.

Kaufen Sie die Hülsenfrüchte tiefgefroren, sind diese bereits vorgegart, das Phasin ist dann also bereits unschädlich. Ebenso verhält es sich bei Bohnen in Konserven oder Gläsern.

Die Hülsenfrüchte richtig zubereiten

Um die Hülsenfrüchte zu kochen, schneiden Sie beide Enden ab. Finden Sie Fäden entlang der Bohne, entfernen Sie diese ebenfalls. Nun können Sie die grüne Bohne auf die gewünschte Länge schneiden. Beim Garen sollten Sie dicke und dünne Hülsenfrüchte unterschiedlich lang kochen. Die Garzeit von 15 Minuten ist als Vorgabe das Maximum. Kleine und zarte Hülsenfrüchte sollten zehn Minuten lang garen.

Für ein appetitliches Grün

Bevor Sie die grünen Bohnen zum Kochen in den Topf geben, geben Sie entweder einen Teelöffel Backpulver oder Natron in das Wasser. So sind die Bohnen auch nach dem Garen appetitlich grün. Ein Profikoch gibt zudem nach dem Kochen die grünen Bohnen in Eiswasser. Durch das Abschrecken garen die Hülsenfrüchte nicht weiter und bleiben nicht nur satt grün, sondern auch knackig.

Um das Aroma zu verstärken, geben Sie Olivenöl oder Butter ins Kochwasser. Auch wenn Sie die grüne Hülsenfrucht ausreichend lang kochen, enthält sie trotzdem Blähstoffe. Der Profi gibt deshalb Koriander, Kümmel oder Bohnenkraut hinzu. So lässt sie sich leichter verdauen.

Von dicken Bohnen die dreifache Menge kaufen

Dicke Bohnen sind eine gute Quelle für Ballaststoffe, B-Vitamine und Mineralien. Wenn sie jung sind, kann man sie sogar roh essen. Denn anders als andere Bohnen enthalten sie nicht die giftigen Aminosäureblocker, erläutert die Vereinigung Slow Food Deutschland.

Später schmecken dicke Bohnen aber mehlig und müssen von der Hülse befreit werden. In diesem Fall sollten Verbraucher das Drei- bis Vierfache der Menge kaufen, die im Rezept steht. Die dicke Schale und weiße Samenhaut bringen viel Gewicht auf die Waage.

Lecker schmeckt zum Beispiel eine Frittata: Dazu werden dicke Bohnen, frische Erbsen in der Schote und Stangenbohnen in etwas Gemüsebrühe gekocht. In einer Schüssel verquirlt man in der Zwischenzeit Eier mit einer Prise Salz und Pfeffer sowie geriebenem Parmesan. Das Gemüse gibt man schließlich zu den Eiern und schüttet alles in eine Pfanne. Mit Deckel lässt man das Ganze bei niedriger Hitze etwa sechs Minuten stocken und brät die Frittata dann noch von der anderen Seite an.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche

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