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Hokkaidokürbis: Infos, Nährwerte & Rezepte

Grüne Stellen  

Kann man beim Hokkaido die Schale mitessen?

21.09.2020, 16:25 Uhr | sah, hs, t-online

Hokkaidokürbis: Infos, Nährwerte & Rezepte. Hokkaido: Der Kürbis hat 13,6 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm. (Quelle: Getty Images/MelanieMaier)

Hokkaido: Der Kürbis hat 13,6 Gramm Kohlenhydrate pro 100 Gramm. (Quelle: MelanieMaier/Getty Images)

Vielseitig und schmackhaft: Der Hokkaidokürbis kann auf verschiedene Weisen zubereitet werden. Ist er auch roh genießbar? Muss die Schale ab? Wir verraten es Ihnen.

Hokkaidokürbis hat einen relativ schwachen Eigengeschmack. Deshalb ist er vielfältig einsetzbar: Das Fruchtfleisch lässt sich mit zahlreichen Obst- und Gemüsearten, Gewürzen und anderen Zutaten kombinieren.

Kann man den Hokkaidokürbis mit Schale essen?

Kürbisse sind teilweise schwer zu knacken und das Schälen der Schale kann ganz schön aufwendig sein. Einfacher geht die Verarbeitung, wenn Sie den Kürbis gewaschen, aber sonst unbearbeitet in den Backofen schieben. Bei 150 Grad sollte das Fruchtfleisch nach 30 bis 40 Minuten geschmeidig sein, sodass sich die Schale leicht ablösen lässt.

Bei einigen Sorten wie dem Hokkaidokürbis (Cucurbita maxima) können Sie die Schale aber auch mitessen. Wer mag, kann ihn zwar schälen, das ist aber nicht notwendig. Denn der Verzehr der Schale ist nicht nur unbedenklich, sie wird beim Garen auch noch ebenso weich wie das Fruchtfleisch. Trotz seiner orangenen Farbe hat das Fruchtfleisch von Hokkaidokürbissen manchmal auch grüne Stellen. Das ist aber kein Problem: Auch eine grünliche Schale können Sie bedenkenlos mitessen.

Tipp: Anders sieht das bei Tomaten und Kartoffeln aus. Hier sollten Sie grüne Stellen lieber nicht mitessen, da der darin enthaltene Stoff Solanin zu Vergiftungen führen kann.

Rezepte für Kürbissuppen

Macht auch optisch was her: Kürbissuppe, serviert in einem Hokkaidokürbis. (Quelle: dpa/tmn/Andrea Warnecke)Macht auch optisch was her: Kürbissuppe, serviert in einem Hokkaidokürbis. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa/tmn)

Aufgrund seiner mehligen Konsistenz eignet sich der Hokkaidokürbis wunderbar für eine cremige Kürbissuppe. Eine große Rezeptesammlung für Kürbissuppen finden Sie hier.

Als Hauptzutat kann der Kürbis für Suppen auf der Basis von Brühe und Weißwein verwendet werden. Ein fruchtiges Süppchen ergibt Hokkaido, wenn er mit Birnen in Gemüsebrühe gegart, mit Weißwein abgelöscht und mit Sahne verfeinert wird.

Mögen Sie es lieber exotisch, bereiten Sie die Suppe stattdessen mit Kokosnussmilch zu. Sie brauchen für vier Portionen folgende Zutaten:

  • 1 Hokkaidokürbis
  • 1 gewürfelte Birne
  • 200 ml Kokosnussmilch
  • etwas gehackten Ingwer
  • etwas Currypaste
  • 2 fein gehackte Knoblauchzehen
  • 1/2 fein gehackte Zwiebel
  • 1-2 TL Gemüsebrühe (Pulver)
  • Salz und Pfeffer
  • Öl

Zubereitung:

  1. Braten Sie zuerst die Birnenwürfel und die gehackte Zwiebel mit etwas Öl in einem beschichteten Topf an.
  2. Halbieren Sie in der Zwischenzeit den Kürbis, entfernen die Kerne und schneiden das Fleisch in Würfel.
  3. Geben Sie das Kürbisfleisch mit Ingwer, Curry und einer Knoblauchzehe in den Topf, rösten alles an und füllen es mit etwa einem Liter heißer Gemüsebrühe auf.
  4. Geben Sie nun Salz und Pfeffer dazu und lassen alles etwa 15 Minuten kochen, bis der Kürbis weich ist.
  5. Schmecken Sie die Suppe anschließend nochmals mit Gemüsebrühe, Salz und Pfeffer ab, geben Sie Kokosmilch dazu und pürieren alles mit einem Stabmixer zu einer cremigen Suppe.

Kann ich Hokkaidokürbisse roh essen?

Hokkaidokürbis können Sie auch roh essen. Besonders gut schmeckt er dünn geschnitten in Salaten. Achten Sie jedoch darauf, dass es sich um einen Speisekürbis handelt und nicht um einen Zier- oder Wildkürbis, der Cucurbitacin enthalten kann. Der Bitterstoff kann in größeren Mengen zu einer Lebensmittelvergiftung führen.

Machen Sie am besten einen Geschmackstest, bevor Sie den Kürbis zubereiten. Schmeckt er bitter, dann essen Sie ihn besser nicht roh. 

Übrigens: Lassen Sie auch die Finger von bitteren Zucchini. Das Gemüse ist auch ein Kürbisgewächs und kann ebenfalls Cucurbitacin enthalten.

Hokkaidokürbis: Nährwerte

Hokkaidokürbisse: Auch die grünen Stellen können Sie mitessen. (Quelle: imago images/Panthermedia)Hokkaidokürbisse: Auch die grünen Stellen können Sie mitessen. (Quelle: Panthermedia/imago images)

Hokkaidokürbisse enthalten von allen Kürbissen die meisten Nährstoffe und sind sehr vitaminreich. Außerdem unterscheiden sie sich von anderen Kürbissorten durch ihren hohen Stärkeanteil von 55 Prozent.

Generell enthalten Kürbisse viele Mineralstoffe wie Kalium und Eisen und außerdem Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandeln kann.

Tipps für den Einkauf: Reifen Hokkaidokürbis erkennen

Wann ist ein Kürbis reif? Das lässt sich beim Einkaufen leicht erkennen. Eine Möglichkeit ist der Klopftest. Klingt der Kürbis hohl, dann ist er reif. Sie können auch am Stielansatz riechen. Ein reifer Kürbis hat immer den für seine Sorte charakteristischen Geruch. Wenn Sie nichts riechen, dann ist der Kürbis wahrscheinlich noch nicht reif.

Hokkaidokürbis richtig lagern

Bei Zimmertemperatur können Sie einen Hokkaidokürbis an einem trockenen Ort mehrere Tage lang lagern, ohne dass er verdirbt. Im kühlen Keller oder im Kühlschrank kann er sich auch mehrere Wochen halten. 

Wickeln Sie aufgeschnittene Kürbisse am besten in Folie ein und lagern sie dann im Kühlschrank. Dort halten sie sich bis zu drei Tage.

Tipp: Achten Sie beim Kauf auf einen unversehrten Stielansatz. Schäden am Stiel können dazu führen, dass der Kürbis schneller schlecht wird.

Der richtige Zeitpunkt zum Anpflanzen und Ernten

Der Hokkaidokürbis ist gut für das deutsche Klima geeignet und gedeiht auch im eigenen Garten. Säen Sie die Samen am besten im Mai auf einer mit Kompost gedüngten Fläche aus. Weitere Tipps zur Aussaat bekommen Sie hier.

Gärtner schneidet Kürbis über dem Stielansatz ab: Nach der Ernte im Herbst halten sich viele Kürbisse bis über den Winter.  (Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert)Gärtner schneidet Kürbis über dem Stielansatz ab: Nach der Ernte im Herbst halten sich viele Kürbisse bis über den Winter. (Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert)

Hokkaidokürbisse bleiben möglichst bis zu ihrer vollständigen Reife im Beet. Der richtige Zeitpunkt für ihre Ernte ist Ende August oder Anfang September – in jedem Fall vor dem ersten Frost. Schneiden Sie den Kürbis oberhalb des Stielansatzes mit einer Gartenschere oder einem scharfen Messer ab. Achten Sie dabei darauf, den Stielansatz nicht zu beschädigen, da der Kürbis dort sonst schnell faulen kann.

Woher hat der Hokkaidokürbis seinen Namen?

Der Hokkaido ist eine Kürbisart wie auch Zucchini, Melone und Salatgurke. Er stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, wo ihn indigene Stämme schon vor Jahrtausenden kultiviert haben. Seit dem 16. Jahrhundert wird er in vielen Teilen der Welt angebaut.

Auf die japanische Insel Hokkaido gelangte der ursprüngliche Kürbis erst im 19. Jahrhundert, wo er sich durch Zucht zum bekannten Hokkaidokürbis entwickelt hat.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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