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Schwarzwurzeln: Wie Sie mit dem Winterspargel abnehmen können

Gesunder Winterspargel  

Wie Sie mit Schwarzwurzeln abnehmen können

23.11.2020, 09:17 Uhr
Schwarzwurzeln: Wie Sie mit dem Winterspargel abnehmen können. Schwarzwurzeln: Wegen ihrer Stangenform und des feinen Geschmacks werden sie auch Winterspargel genannt.  (Quelle: imago images/Shotshop)

Schwarzwurzeln: Wegen ihrer Stangenform und des feinen Geschmacks werden sie auch Winterspargel genannt. (Quelle: Shotshop/imago images)

"Arme-Leute-Spargel" wird die Schwarzwurzel manchmal spöttisch genannt. Dabei ist die unscheinbare Wurzel eine leckere und gesunde Beilage im Winter. Und sie kann sogar beim Abnehmen helfen.

Eine erdige Schale, eine lange und schmale Form – viele schreckt die dunkle Tarnung der Schwarzwurzel ab. Zu viel Arbeit, meinen sie. Die Mühe lohnt sich aber, denn die Wurzel hat einen feinen nussigen Geschmack. Und sie kann mit wenig Kalorien punkten.

Eigentlich kommt die Pflanze aus Südeuropa, sie wird inzwischen aber in ganz Europa angebaut. Saison hat sie zwischen November und März. Umgangssprachlich wird die Schwarzwurzel auch Winterspargel genannt. Mit Spargel hat die Pflanze aber außer der Form eigentlich fast nichts gemein. Die Schwarzwurzel ist ein Korbblüter und ähnelt eher der Artischocke oder Chicoree.

So gesund sind Schwarzwurzeln: Zum Abnehmen geeignet

Vor allem mit zahlreichen Ballaststoffen kann die Schwarzwurzel punkten. Die sind gut für eine funktionierende Verdauung, schützen vor Verstopfungen und senken den Cholesterinspiegel. Die Schwarzwurzel ist auch ein echter Tipp, wenn Sie abnehmen möchten: Durch die faserige Konsistenz muss intensiver und länger gekaut werden; auch das Sättigungsgefühl hält länger. Und auf 100 Gramm hat die Schwarzwurzel gerade mal 16 Kalorien.

Neben Ballaststoffen enthält die Schwarzwurzel vor allem den Mineralstoff Kalium, der entwässernd und abführend wirkt, sowie zahlreiche Vitamine – vor allem Thiamin (B1). Eine weitere Stärke ist der hohe Eisengehalt der Wurzel. Das hilft, um die Organe optimal mit Sauerstoff zu versorgen.

Schwarzwurzeln zubereiten

Schwarzwurzel: Beim Schälen sondert das Gemüse einen klebrigen Saft ab. (Quelle: dpa/Franziska Gabbert)Schwarzwurzel: Beim Schälen sondert das Gemüse einen klebrigen Saft ab. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa)

Die Schwarzwurzel ist aber nicht nur gesund, sie schmeckt auch gut: würzig und leicht nussig. Und deshalb muss sie auch nicht unbedingt nur Beilage sein.

Die Zubereitung ist aber dafür nicht ganz einfach und hat ihre Tücken. Um Schwarz in Weiß zu verwandeln, gibt es aber hilfreiche Tricks.

  1. Zu Beginn sollten Sie die Schwarzwurzel gründlich unter fließendem Wasser mit einer Bürste reinigen.
  2. Anschließend bietet es sich an, Gummihandschuhe anzuziehen, weil die Wurzeln einen milchigen Saft abgeben, welcher die Hände verfärben kann.
  3. Schälen Sie nun die Schale einfach mit einem Sparschäler ab. Alternativ können Sie die Schwarzwurzel erst einmal nur abbürsten und sie dann in Salzwasser dämpfen. Anschließend lässt sich die Schale ganz einfach abziehen. 

Tipp: Innen ist die Schwarzwurzel weiß. Auch nach dem Schälen kann der Saft die Wurzel aber noch braun färben. Das Wintergemüse sollten Sie deshalb in Essig oder Zitronensaft einlegen. Milch funktioniert auch, wenn Sie den Geschmack nicht beeinflussen wollen. Wenn Sie die Schwarzwurzel direkt verarbeiten, können Sie das Gemüse aber auch einfach in kaltem Wasser liegen lassen.

Schwarzwurzeln kochen

Die geschälten Schwarzwurzeln kochen Sie dann wie Spargel 20 bis 25 Minuten lang in Salzwasser. Aber das Gemüse ist universell einsetzbar, kann auch gebraten, frittiert oder zu einer Suppe verarbeitet werden. 

Wie Sie das Gemüse anschließend weiter zubereiten, liegt ganz bei Ihnen. Die gekochten Stangen können einfach so mit Butter, einer leckeren Hollandaise- oder Béchamelsauce zusammen mit Kartoffeln und magerem Schinken serviert werden.

Ganz klassisch passt das Gemüse auch zu Wildfleisch wie Reh, Wildschwein oder Ente. Auch zu Fisch eignet es sich sehr gut und lässt sich gut in eine Quiche oder ein Risotto integrieren.

Schwarzwurzeln einfrieren oder einlegen

Wer die Schwarzwurzel nicht nur in den Wintermonaten genießen will, kann sie theoretisch auch einfrieren. Allerdings nicht roh. Sie sollten sie erst schälen, leicht ankochen und dann einfrieren. So verhindern Sie, dass im Eisfach die Zellmembranen zerstört werden.

Alternativ kann man die Schwarzwurzel ähnlich wie Sauerkraut oder Kimchi milchsauer einlegen. Dann hält sie sich mehrere Monate.

Rezept: Schwarzwurzeln indische Art

Schwarzwurzeln: Sie bekommen durch die Sauce aus Ingwer, Kokosmilch, Currypulver, Kreuzkümmelsamen und Korianderblättern eine indische Note. (Quelle: Manfred Zimmer/herrgruenkocht.de/dpa-tmn)Schwarzwurzeln: Sie bekommen durch die Sauce aus Ingwer, Kokosmilch, Currypulver, Kreuzkümmelsamen und Korianderblättern eine indische Note. (Quelle: Manfred Zimmer/herrgruenkocht.de/dpa-tmn)

Für dieses Rezept werden Schwarzwurzeln mit einer exotischen indischen Sauce kombiniert und – um die Schwarzwurzeln ein bisschen anzuregen – kommt etwas zerbröselte getrocknete Chilischote hinzu.

Zutaten für zwei Portionen:

Für die Würzpaste:

  • 3 mittelgroße Zwiebeln (200 g)
  • 150 g Karotten (geschält gewogen)
  • 20 g Ingwer (geschält gewogen)
  • 6 EL Bratöl

Für die Sauce:

  • 400 ml Kokosmilch
  • die zubereitete Würzpaste
  • 1 gehäufter TL Currypulver mittelscharf
  • 1 TL gemahlene Kreuzkümmelsamen
  • 1 Handvoll frische Korianderblätter
  • 1 cm getrocknete Chilischote (oder je nach Schärfebedürfnis)
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Sonstiges:

  • 120 g Basmatireis
  • 6 Schwarzwurzeln

Zubereitung:

  1. Heizen Sie für die Würzpaste den Ofen auf 230 Grad Umluft vor.
  2. Dann bereiten Sie das Gemüse vor: Die Zwiebeln schälen und achteln. Die Karotten schälen und in Stücke schneiden. Den Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden.
  3. Geben Sie alles mit dem Öl in eine Kasserolle oder Auflaufform und rösten Sie es auf der mittleren Schiene (Gitterrost) etwa 20 bis 30 Minuten. Wenden Sie das Gemüse zwischendurch auch mal, es sollte später weich, aber bissfest sein.
  4. Nehmen Sie die Kasserolle aus dem Ofen und entfernen Sie eventuell verbrannte Stücke. Entnehmen Sie etwa zwei gehäufte Esslöffel Zwiebelstücke, da sie später für die Sauce gebraucht werden. Pürieren Sie das übrige Gemüse in einem Extragefäß mit einem Pürierstab zu einer Art Paste und stellen Sie sie zur Seite.
  5. Kochen Sie den Reis nach Packungsanweisung und halten Sie ihn warm.
  6. Lassen Sie für die Sauce die Kokosmilch in einer Pfanne leicht aufkochen, geben Sie die Würzpaste dazu und rühren Sie gut um. Geben Sie das Currypulver, die gemahlenen Kreuzkümmelsamen und die Korianderblätter zur Sauce dazu. Rühren Sie alles gut um und lassen Sie es kurz etwas köcheln.
  7. Lassen Sie das getrocknete Chilischotenstück reinbröseln, rühren Sie erneut um und schmecken Sie die Sauce mit Salz und Pfeffer ab. Lassen Sie sie kurz köcheln und stellen Sie sie dann mit dem Deckel obenauf zur Seite.
  8. Schälen Sie die Schwarzwurzeln unter fließend kaltem Wasser und legen Sie sie direkt in kaltes Wasser mit etwas Essig. So verfärben sie sich nicht.
  9. Geben Sie die Schwarzwurzeln in kochendes gesalzenes Wasser und kochen Sie sie zehn bis 15 Minuten, bis sie weich, aber noch bissfest sind. Lassen Sie sie dann zum Warmhalten noch im Salzwasser liegen.
  10. Verteilen Sie die Schwarzwurzeln und den Reis auf den Tellern. Erhitzen Sie die Sauce, geben Sie die entnommenen Zwiebelstücke dazu und rühren Sie das Ganze um. Geben Sie die Sauce über die Schwarzwurzeln.

Den Reis können Sie mit etwas Currypulver und einem Chilistück und frischen Korianderblättern dekorieren.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche 
  • Nachrichtenagentur dpa

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