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Thunfisch in der Schwangerschaft: Ist das unbedenklich?

Quecksilber  

Thunfisch in der Schwangerschaft: Ist das unbedenklich?

14.08.2015, 13:50 Uhr | om (CF)

Thunfisch in der Schwangerschaft: Ist das unbedenklich? . Auf rohen Fisch sollten Sie ohnehin verzichten, wenn Sie schwanger sind. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auf rohen Fisch sollten Sie ohnehin verzichten, wenn Sie schwanger sind. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Fisch gehört zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Doch wie sieht es während der Schwangerschaft aus? Hier stellt Thunfisch einen Grenzfall dar. Wir klären Sie darüber auf.

Belastung der Meere mit Quecksilber

Von der zunehmenden Verschmutzung der Meere bleiben auch die Fische nicht verschont. Besonders in fetthaltigen Raubfischen am oberen Ende der Nahrungskette, wie Schwertfisch, Merlin oder Thunfisch, lagert sich schädliches Quecksilber – genauer Methylquecksilber – an. Diese besondere Form von Quecksilber gehört zu den giftigsten. Die Konzentration des Quecksilbers im Gewebe des Thunfischs steigt mit zunehmendem Alter der Fische.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine Gefährdung der Gesundheit aber nicht zu zu erwarten, wenn Sie Thunfisch in normalen Mengen konsumieren. Der Höchstgehalt von einem Milligramm pro Kilogramm darf europaweit nicht überschritten werden, wenn der Fisch zum Verzehr angeboten wird.

Thunfisch in der Schwangerschaft und Stillzeit

Während die Belastung von handelsüblichem Thunfisch mit Methylquecksilber für Erwachsene weitestgehend bedenkenlos ist, sieht die Lage bei ungeborenen Babys anders aus. Auch geringe Mengen können dem Fötus schaden.

Sobald Sie Thunfisch in der Schwangerschaft essen, gelangt das schädliche Quecksilber über den Blutkreislauf in den Körper des Ungeborenen. Hier kann es durch Einlagerung im Gehirn und anderen Organen wie den Nieren gesundheitliche Schäden auslösen. Die Entwicklung des Gehirns wird gehemmt und die Funktion des Immunsystems beeinträchtigt.

Auch in die Muttermilch kann das Quecksilber ungehindert gelangen. Aus diesen Gründen empfiehlt das BfR Schwangeren und Stillenden, auf den Verzehr von Fischen zu verzichten, die mit Quecksilber belastet sein könnten. Thunfisch gehört zu dieser Gruppe.

Alternativen zu Thunfisch

Andere Fischarten wie Lachs sollten dagegen auf dem Speiseplan von Schwangeren nicht fehlen: Der Berufsverband der Frauenärzte etwa rät, während der Schwangerschaft zwei Mal in der Woche Fisch zu essen. Die marine Kost enthält viel Eiweiß, Jod und Selen. Vor allem die in Fisch enthaltenen wertvollen Omega-3-Fettsäuren sind in der Schwangerschaft wichtig für eine ausgewogene Ernährung.

Vorsicht: Verzichten sollten Sie auf geräucherten Fisch wie Graved Lachs und rohen Fisch, zum Beispiel in Sushi. Sie können mit gefährlichen Keimen belastet sein, die zu Fehlgeburten und Erkrankungen führen können. Tipp: Bei Unsicherheiten sollten Sie Ihre Ernährung mit Ihrem Frauenarzt besprechen.

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