Sie sind hier: Home > Leben > Essen & Trinken >

Isoalliin und Alliinase: Warum wir beim Zwiebeln schneiden weinen müssen

Alltagsrätsel  

Warum bekommt man von Zwiebeln Blähungen?

04.08.2021, 08:59 Uhr | Margret Scholtyssek, dpa

Isoalliin und Alliinase: Warum wir beim Zwiebeln schneiden weinen müssen. Zwiebeln haben abschwellende und entzündungshemmende Eigenschaften und enthalten viele Mineralstoffe und Vitamine. (Quelle: Getty Images/wmaster890)

Zwiebeln haben abschwellende und entzündungshemmende Eigenschaften und enthalten viele Mineralstoffe und Vitamine. (Quelle: wmaster890/Getty Images)

Zwiebelkuchen mit Federweißem – für viele Menschen gehört das zum Herbst – auch wenn das Gericht eine gewisse Leidensfähigkeit fordert. Küchenzwiebeln sind nach Tomaten und Möhren in Deutschland das beliebteste Gemüse. Ihnen werden heilsame Wirkungen nachgesagt – sie können aber auch quälen.

Warum bekommt man von Zwiebeln Blähungen?

Vor allem rohe Zwiebeln können sich im Bauch bemerkbar machen. Sie enthalten Stoffe, die der menschliche Körper nicht in Magen und Dünndarm durch Enzyme vorverdauen kann. Erst im Dickdarm werden sie von Bakterien zersetzt. Es entstehen dann schwefelhaltige Gase, die unangenehm riechende Blähungen verursachen. Mildere Zwiebelsorten sollen in dieser Hinsicht verträglicher sein als schärfere.

Warum reizt das Schneiden von Küchenzwiebeln zu Tränen?

Zwiebelschneiden kann einem das Wasser in die Augen treiben. Das liegt an einer chemischen Reaktion. Beim Zerteilen einer Speisezwiebel (Allium cepa) werden Zellen beschädigt und zwei normalerweise getrennt vorliegende Stoffe treten aus. In der äußeren Schicht der Zelle befindet sich die schwefelhaltige Aminosäure Isoalliin, auf die auch der typische Geruch zurückgeht, im Inneren das Enzym Alliinase.

Kommen die beiden Stoffe zusammen, beginnt ein chemischer Prozess, bei dem tränenreizendes Propanthial-S-Oxid entsteht. Die Zwiebel schützt sich mit dem Reizstoff vor Krankheitserregern und Fressfeinden.

Gegen welche Beschwerden hilft die Zwiebel?

Zwiebeln wurden schon in der Antike auch als Heilmittel benutzt. Sie werden heute noch beispielsweise gegen Husten und Erkältung eingesetzt. Die antibakteriell wirkenden Schwefelverbindungen und Antioxidantien wie Quercetin sollen auch Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Das Gemüse hat zudem abschwellende und entzündungshemmende Eigenschaften und enthält viele Mineralstoffe und Vitamine.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: