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Pizza Margherita: Deshalb heißt der italienische Klassiker so

Grün, Weiß, Rot  

Pizza Margherita: Deshalb heißt der Klassiker so

17.03.2021, 20:33 Uhr | t-online, ron

Pizza Margherita: Deshalb heißt der italienische Klassiker so. Pizza Margherita: Sie ist die typische Pizza der neapolitanischen Küche. (Quelle: imago images/Shotshop)

Pizza Margherita: Sie ist die typische Pizza der neapolitanischen Küche. (Quelle: Shotshop/imago images)

Sie gilt als Königin unter den Pizzen: die Margherita. Vielleicht auch, weil sie nur mit Tomate, Mozzarella und Basilikum belegt ist und dabei so lecker schmeckt. Aber woher hat sie eigentlich ihren schönen Namen?

In einer Umfrage, welche Pizza in Deutschland am häufigsten bei einem Lieferservice bestellt wird, landete sie mit acht Prozent nur auf Platz drei – weit hinter den Sorten Salami (21 %) und Schinken (19 %). Dabei zählt die Margherita, neben der weniger bekannten Marinara (heute oft: Napoli), zu den ältesten Pizzasorten. Und gilt als eines der italienischen Nationalgerichte.

Geht die Bezeichnung Marinara auf neapolitanische Fischer zurück, die sich vor hunderten von Jahren mit dem Arme-Leute-Essen stärkten, so soll hinter der Margherita eine adlige Namensgeberin stecken. Doch der Reihe nach.

Leckere Hefeteigfladen in Grün, Weiß, Rot

Im Neapel des 19. Jahrhunderts lebte einst der Koch und Tavernen-Inhaber Raffaele Esposito. Seine Spezialität: Pizza. Das war an und für sich nichts Besonderes, denn in der süditalienischen Stadt wurde schon 300 Jahre zuvor Pizza gegessen.

Doch Esposito belegte seine leckeren Hefeteigfladen unter anderem mit weißem Mozzarella, grünem Basilikum und roten Tomaten. Also just in den Flaggenfarben des noch jungen Nationalstaats.

Königin Margarethe (1851–1926): Sie aß gern Pizza. (Quelle: imago/United Archives International)Königin Margarethe (1851–1926): Sie aß gern Pizza. (Quelle: imago/United Archives International)

Pizza ist nach Königin Margherita benannt

Im Sommer 1889 weilte das italienische Königspaar in Neapel. Der Legende nach soll Königin Margarethe (1851–1926) plötzlich Appetit auf Pizza bekommen haben. Bäcker Esposito lieferte deshalb am 11. Juni 1889 drei Pizzen an den Palast – eine davon belegt in den Nationalfarben Grün, Weiß, Rot. Diese soll der Königin so geschmeckt haben, dass Esposito der Pizza den Namen Margarethe, italienisch: Margherita, gab.

Ob sich die Geschichte so oder so ähnlich zugetragen hat, wissen wir nicht. Dass aber die Mächtigen auch heute noch plötzlich Kohldampf kriegen können, zeigte sich einst bei Angela Merkel.

Am Rande eines Brüsseler EU-Gipfels 2016 ließ sich die Kanzlerin in einer Sitzungspause Pommes schmecken. An einer urigen Frittenbude. Die spontane Pommes-Pause schaffte es sogar in die Nachrichten. Es ist allerdings nicht überliefert, dass die Fritten gleich in "Pommes de Merkel" umbenannt wurden.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen
  • Hirschfelder, Gunther: Pizza und Pizzeria. In: den Boer, Pim/Duchhardt, Heinz/Kreis, Georg/Schmale, Wolfgang (Hrsg.): Europäische Erinnerungsorte 2. Das Haus Europa. München, 2012, S. 319–328.
  • Westdeutscher Rundfunk (WDR): "11. Juni 1889 – Pizza Margherita wird angeblich erfunden"
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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