Fokus auf zentrale Feuerwerke

Umwelthilfe prüft Klage gegen Silvester-Böller

07.01.2019, 13:38 Uhr | dpa

Gefährlich und schmutzig: Darum #BesserOhneBoeller. (Quelle: t-online.de) (Quelle: stroeer-rtr)

Diesen Artikel teilen

Feinstaub, Lärm und Berge von Müll: Es gibt viele Gründe, die für ein Verbot von Böllern an Silvester sprechen. Die Deutsche Umwelthilfe will das nun mit juristischen Mitteln durchsetzen.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will ein Böllerverbot in deutschen Großstädten mit hoher Feinstaubbelastung durchsetzen und dazu notfalls auch vor Gericht ziehen. "Wir werden den politischen Druck erhöhen", sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch der "Berliner Zeitung". Man werde alle Möglichkeiten einer Klage prüfen. "Das wäre jedoch das letzte Mittel der Auseinandersetzung", sagt Resch. "Am liebsten wäre uns, wir könnten uns möglichst schnell außergerichtlich mit den Kommunen einigen."

Einige Kommunen verbieten bereits Böllerei

Umweltschützer warnen schon lange vor der hohen Feinstaubbelastung durch die Silvesterböllerei. Etliche Kommunen haben das private Böllern in den Innenstädten bereits untersagt. Die Deutsche Umwelthilfe spielt in der Dieselkrise eine große Rolle, sie hat mit Klagen eine ganze Reihe von Fahrverbotszonen für ältere Dieselautos in Großstädten erwirkt. Solche Verbotszonen soll es nun auch für Raketen und Böller in der Silvesternacht geben.



Die DUH fordert Kommunen mit hoher Luftbelastung auf, zentrale und professionell gestaltete Feuerwerke außerhalb dieser mit Feinstaub belasteten Zonen zu veranstalten, am besten am Stadtrand. "Ein öffentliches Feuerwerk oder eine professionelle Pyro-Show sind dabei nicht nur sicherer. Diese belasten auch die Umwelt weniger, da hier meist andere Feuerwerksbatterien zum Einsatz kommen", sagt Resch.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa


Diesen Artikel teilen

Liebe Leserinnen und Leser,

wir laden Sie herzlich zum Diskutieren auf t-online.de ein. Auf unserer Übersichtsseite finden Sie alle Artikel, zu denen Sie aktuell diskutieren können. Wir behalten uns vor, Kommentare zu entfernen, die nicht unserer Netiquette entsprechen. Wir freuen uns auf angeregte und kontroverse Diskussionen!

Ihr Community-Team

Diskussion ansehen