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Wie gefährlich können vorbeilaufende Jogger werden?

  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen

Aktualisiert am 10.09.2021Lesedauer: 3 Min.
Großer Garten Dresden: Bei schönem Wetter treffen häufig auch im Freien viele Menschen aufeinander und das Infektionsrisiko steigt.
Großer Garten Dresden: Bei schönem Wetter treffen häufig auch im Freien viele Menschen aufeinander und das Infektionsrisiko steigt. (Quelle: Olaf Döring/imago-images-bilder)
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Auch wenn es bald draußen ungemütlicher wird, gibt es immer noch viele Menschen, die an der frischen Luft Sport treiben. Können Sie sich bei Joggern oder Radfahrern mit dem Coronavirus infizieren?

Wenn beim Spaziergang plötzlich ein verschwitzter Jogger nah an einem vorbeiläuft oder man von einem Radfahrer gestreift wird, machen sich viele Sorgen, ob man sich auch so mit dem Coronavirus infizieren kann. Was sollten Sie deshalb beim Kontakt mit Sportlern beachten?


Coronavirus: An diesen Orten lauert das größte Risiko

In der Bahn, im Restaurant und auch zu Hause – wo sich Menschen auf engem Raum befinden, kann sich das Coronavirus leicht ausbreiten. Unsere Fotoshow zeigt, welche Situationen besonders riskant sind.
Bahn: Öffentliche Verkehrsmittel wie Busse oder Bahnen sind ebenfalls mögliche Infektionsquellen. Hier treffen viele Menschen auf engem Raum aufeinander. Schutzmaßnahmen wie Abstand halten und das Tragen einer Gesichtsmaske können das Ansteckungsrisiko minimieren – sofern sich alle daran halten.
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Wichtigste Regel: Abstand halten

Während Fitnessstudios und Sportvereine im Lockdown geschlossen wurden und Amateursport nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt möglich war, ist Sport an der frischen Luft in den meisten Fällen weiterhin möglich gewesen. Und auch im Sommer war das eine gute Alternative zu überfüllten Fitnessstudios oder stickigen Sporthallen. Besonders gut eignet sich Joggen oder Radfahren, aber auch Tennis oder andere Sportarten, bei denen man nicht miteinander in Kontakt kommt. Allerdings fühlen sich einige Passanten durch vorbeilaufende Jogger gestört und haben Sorge, sie könnten sich über Schweiß oder Atem mit dem Coronavirus infizieren. Das ist an der frischen Luft bei einem kurzen Kontakt wie einem Vorbeilaufen allerdings sehr unwahrscheinlich.

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Dahingegen macht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung deutlich: "Je mehr Menschen aus unterschiedlichen Haushalten mit dabei sind, desto größer ist das Risiko, sich anzustecken. Reduzieren Sie daher den Kreis Ihrer Trainingspartner und -partnerinnen während der Coronavirus-Pandemie auf ein Minimum und halten sie ihn möglichst konstant." Wer beispielsweise alleine joggen geht oder eine Radtour macht, sollte darauf achten, ausreichend Abstand zu Fremden einzuhalten.

Wo Menschen zusammenkommen, erhöht sich das Risiko

Die Bundeszentrale warnt zudem davor, dass beim Mannschaftssport oder im Fitnessstudio sowie generell immer dann, wenn sich Menschen nahekommen, ein erhöhtes Ansteckungsrisiko gilt. Sport im Freien ist daher eigentlich die optimale Alternative.

Eine wichtige Rolle bei der Übertragung des Coronavirus spielt die Tröpfcheninfektion, die vor allem bei direktem Kontakt übers Sprechen, Husten oder Niesen stattfinden kann. Zusätzlich kann SARS-CoV-2 über Aerosole übertragen werden, die längere Zeit in der Luft schweben können. Allerdings ist diese Variante an der frischen Luft nahezu vernachlässigbar, da sich die Teilchen durch Wind und Luftzirkulation sehr schnell verteilen.

Kaum Übertragungen an der frischen Luft

Das Robert Koch-Institut erklärt zudem: "Durch das Einhalten eines Abstands von mindestens anderthalb Metern kann die Exposition gegenüber Tröpfchen sowie in gewissem Umfang auch Aerosolen verringert werden." Wenn Sie spazieren gehen, sollten Sie also weiterhin auf einen Mindestabstand von anderthalb Metern zu anderen Menschen achten, so können Sie sich auch vor einer Tröpfcheninfektion beispielsweise durch Schweiß oder Atem von Joggern schützen.

Das RKI beruhigt zudem: "Bei Wahrung des Mindestabstandes ist die Übertragungswahrscheinlichkeit im Außenbereich aufgrund der Luftbewegung sehr gering."

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Auch der Aerosolforscher Prof. Martin Kriegel erklärte in einem t-online-Interview bereits im September 2020 zur Gefahr, sich an der frischen Luft zu infizieren: "Diese Gefahr ist in der Regel sehr klein. Wir atmen ja Aerosole und eventuell Viren aus – draußen in einen riesigen Luftraum im Vergleich zu einem Innenraum. Draußen ist auch die Luftbewegung viel größer als im Innenraum." Er stellt jedoch auch einen Vergleich zu einem Raucher her: "Bei ungünstiger Windrichtung riechen Sie das auch. Aber letztendlich ist die Konzentration dann doch sehr gering, vor allem wenn Sie sich an die Abstandsregeln halten, sich bewegen und so nicht lange Zeit neben der gleichen Person sitzen oder stehen."

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