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Cannabis-Produkte aus aller Welt

Gummibärchen oder Nudeln  

Diese Cannabisprodukte gibt es weltweit

29.11.2021, 18:03 Uhr
Cannabis-Produkte aus aller Welt. Hanfplfanze (Symbolbild): Bisher ist der Anbau, Besitz und Handel von Cannabis in Deutschland nicht erlaubt.  (Quelle: imago images/Agencia EFE)

Hanfplfanze (Symbolbild): Bisher ist der Anbau, Besitz und Handel von Cannabis in Deutschland nicht erlaubt. (Quelle: Agencia EFE/imago images)

Die Ampelparteien haben sich auf die Legalisierung von Cannabis geeinigt. Der Handel soll aber reguliert werden. Weltweit gibt es allerdings schon jetzt zahlreiche Produkte, die ganz legal gekauft werden können – wenn auch nicht immer in Deutschland. 

In einigen Ländern der Welt ist der Konsum von Cannabis bereits legalisiert, auch in Deutschland hat die Debatte nun offenbar ein Ende: SPD, Grüne und FDP haben sich darauf verständigt, den Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken zu legalisieren. Lizenzierten Geschäften soll künftig eine regulierte Abgabe an Erwachsene zu Genusszwecken erlaubt sein.

Es gibt aber nicht nur die klassischen Joints oder Haschkekse, sondern noch viele andere Wege, das Rauschmittel zu konsumieren. t-online hat die kreativsten Produkte aus aller Welt gesammelt. 

Was ist der Unterschied zwischen Hanf, Cannabis, Haschisch und Marihuana?

Bevor die einzelnen Produkte aufgezählt werden, sollte geklärt sein, welche Unterschiede es bei den verschiedenen Bezeichnungen gibt. So ist Cannabis eigentlich der lateinische Begriff für Hanf. In Deutschland und vielen anderen Ländern wird Cannabis allerdings häufig übergreifend für Hanfpflanzen und THC-haltige (THC = Tetrahydrocannabinol) Produkte der Pflanze genutzt.

Doch nicht alle Hanfpflanzen enthalten auch psychotrope Substanzen, einen ausreichend hohen THC-Gehalt für Rauschmittel enthalten nur zwei Arten. In Deutschland ist es verboten Hanf anzubauen, das einen höheren THC-Gehalt als 0,3 enthält. 

Marihuana oder Gras sind die getrockneten Blüten der weiblichen Hanfpflanzen. Auf den Drüsenhaaren dieser Blüten sitzt das "Harz" der Pflanze mit hohen Konzentrationen von THC, CBD und anderen Cannabinoiden. Haschisch hingegen ist das gesammelte und meist gepresste Harz der Hanfpflanze und kann nicht nur aus den Blüten, sondern auch aus den Blättern gewonnen werden.

Viele Lebensmittel werden aus Hanfsamen hergestellt, die keine oder nur sehr geringe Cannabinoide enthalten. Sie können aber bei der Ernte mit THC in Kontakt kommen. Häufig überschreiten entsprechende Produkte daher die zugelassenen Höchstwerte und werden in Deutschland beanstandet oder zurückgerufen. 

Wie ist die Rechtslage in Deutschland aktuell? 

In Deutschland war nach dem Betäubungsmittelgesetz bislang der Besitz von Cannabis strafbar. Eine Ausnahme galt nur bei einer offiziellen Erlaubnis, die beispielsweise ein Arzt zu medizinischen Zwecken vergeben kann. Ohne kann Cannabis-Besitz bisher eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe nach sich ziehen. Cannabis-Konsum hingegen war auch bisher straffrei. Dafür durfte der Konsument das Mittel aber weder selbst erworben, noch besessen haben.

Hanfnudeln oder Spaghetti

Beispielsweise in der Schweiz gibt es Hanf-Spaghetti oder Hanf-Nudeln zu kaufen. Sie enthalten laut Herstellerangaben Hanfsamenmehl und Hartweizengries, THC hingegen taucht in der Auflistung nicht auf. 

Cannabis-Energydrink (Symbolbild): Mittlerweile gibt es weltweit viele Produkte mit THC.  (Quelle: imago images/Future Image)Cannabis-Energydrink (Symbolbild): Mittlerweile gibt es weltweit viele Produkte mit THC. (Quelle: Future Image/imago images)

Cannabis-Konfekt 

Die traditionelle Hanfzubereitung "Bhang" ist unter anderem im Hinduismus verbreitet. Dabei werden die getrockneten Blätter und Blüten mit Honig, Zucker und Gewürzen zu Konfekt verarbeitet. Dabei soll der THC-Anteil bei unter fünf Prozent liegen.

In Deutschland ist diese Zubereitungsart aktuell nicht erlaubt. Ähnlich verhält es sich mit Dawamesk, einer berauschenden Süßigkeit aus dem Orient. Diese wird aus Cannabis-Butter, Süßmitteln wie Honig, Nüssen sowie Gewürzen hergestellt und erzielt eine berauschende Wirkung. 

Cannabis-Gummibärchen

Bisher sind Cannabis-Gummibärchen nicht in Deutschland, aber beispielsweise im Nachbarland Niederlande erhältlich. Sie enthalten THC und sind daher in Deutschland aktuell nicht erlaubt. Die Wirkung der Bärchen ist stark von der Sorte sowie der Dosierung abhängig, das THC versetzt den Konsumenten in einen Rauschzustand. 

Cannabis-Chips

Mittlerweile gibt es sogar Chips, die mit Cannabis angereichert worden sein sollen. Gleichzeitig kann man auch herkömmliche Chips mit Cannabis-Öl zu Hanfchips "pimpen". Je nach THC-Gehalt ist das wiederum in Deutschland derzeit nicht erlaubt. 

Cannabis-Brownies

Ebenfalls in Amsterdam gibt es an jeder Ecke in den Coffeeshops Hasch-Brownies. Hauptzutat ist Cannabis-Butter, die aus Butter, Cannabis und Wasser auch einfach selbst hergestellt werden kann. Wichtig beim Selbstbacken ist, dass die Temperatur nicht über 150 Grad steigen darf, denn dann verflüchtigt sich das THC. Auch das ist allerdings momentan in Deutschland nicht erlaubt. 

Cannabis-Limonade

Nachdem in Kanada Cannabis legalisiert wurde, gab es eine Überproduktion an Hanf, sodass seit 2019 auch Lebensmittel, die mit THC versetzt werden auf dem kanadischen Markt sind. Dazu zählt auch Cannabis-Limonade.

Mittlerweile ist die Produktpalette an Cannabis-Getränken riesig: Eistee, Softdrinks, Energydrinks, Bier, Milchdrinks und Hanftee gibt es mittlerweile. Getränke, die auch in Deutschland frei erhältlich sind, enthalten im Vergleich zu denen in Ländern wie Kanada nur sehr geringe Mengen an THC. 

Verwendete Quellen:
  • Deutscher Hanfverband
  • Verbraucherzentrale Bundesverband
  • myweedo.de
  • Drogenbeauftragte der Bundesregierung: "Gefährliche Entwicklungen auf dem Rauschgiftmarkt - Warnung vor Cannabisprodukten mit synthetischen Cannabinoiden", 28. April 2021. 
  • Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht: "Cannabisprodukte mit niedrigem THC-Gehalt in Europa"
  • tagesschau.de: "Legal, halblegal - oder bleibt's verboten?", 14. Oktober 2021. 
  • stern.de: "Gras ohne Ende: Kanada kommt mit dem Kiffen nicht hinterher", 12. Januar 2020. 
  • Gelbe Seiten: "Hanfgetränke: Das sollten Sie über die berauschenden Getränke wissen", 30. Juli 2021. 
  • Instagram
  • weitere Quellen
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