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Corona-Ausbruch | 3G im Nahverkehr: Diese Regeln gelten bald im ÖPNV

Corona-Maßnahmen im ÖPNV  

3G im Nahverkehr: Diese Regeln gelten bald für Fahrgäste

22.11.2021, 14:28 Uhr | dpa

Corona-Ausbruch | 3G im Nahverkehr: Diese Regeln gelten bald im ÖPNV. Fahrgäste mit Maske im oeffentlichen Personennahverkehr: Demnächst soll eine Beförderung im ÖPNV nur noch mit 3G-Nachweis möglich sein. (Quelle: imago images/Sven Simon)

Fahrgäste mit Maske im oeffentlichen Personennahverkehr: Demnächst soll eine Beförderung im ÖPNV nur noch mit 3G-Nachweis möglich sein. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Bus- und Bahnfahren wird aufwendiger: Mitfahren darf nun nur noch, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Wann die Kontrollen starten, was für Kinder gilt und welche Regeln für Taxis gelten.

"Beförderung nur mit gültigem Fahrausweis" – so steht es an Türen von U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen. Ein Fahrschein allein reicht aber nicht mehr. Lange schon kommt man nicht mehr ohne Masken mit, und nun darf auch eine dritte Sache nicht fehlen: der 3G-Nachweis. Mitfahren darf zum Schutz vor dem Coronavirus nur, wer per Impfpass, Bescheinigung oder per App belegen kann, dass sie oder er geimpft, genesen oder getestet ist.

Wann startet 3G im ÖPNV?

Noch steht nicht ganz fest, ab wann 3G in Bussen und Bahnen gilt. Die Bundesregierung geht von Mittwoch aus. Es hängt aber auch davon ab, wann Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das geänderte Infektionsschutzgesetz unterzeichnet. Mit einem Inkrafttreten sei nicht vor Mitte der Woche zur rechnen, hieß es aus dem Präsidialamt.

Diese Ausnahmen gelten für Kinder

Kinder und Jugendliche, die zur Schule gehen, und Kinder unter sechs Jahren brauchen im Nahverkehr keine Test-, Impf- oder Genesungsnachweise. Bei Schülerinnen und Schülern wird davon ausgegangen, dass sie sich den regelmäßigen Tests in der Schule unterziehen.

Wie ist die Vorgabe zu Tests?

Die täglichen Wege zur Arbeit, Uni oder zum Einkaufen können für Ungeimpfte eine komplizierte Angelegenheit werden – vor allem wenn man Bus oder Bahn braucht, um zu einer Teststation zu kommen. Bei Fahrtantritt darf die Testabnahme nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Zwei Tests pro Woche müssen die Arbeitgeber stellen. Einen kostenlosen "Bürgertest" pro Woche gibt es an den Teststationen. Wer Tests für die übrigen Wochentage bezahlt, ist offen.

So soll im Nahverkehr kontrolliert werden

Der Nachweis ist auf Verlangen vorzuzeigen. Verantwortlich für die Kontrollen sind nach dem Gesetz die Unternehmen – trotz aller Warnungen, ihre Mitarbeiter seien keine 3G-Polizei.

"Die Verkehrsunternehmen gehen daher bereits jetzt auf Polizei und Ordnungsämter vor Ort zu, damit gemeinsam effektive Stichproben durchgeführt werden können", hieß es beim Verband Deutscher Verkehrsunternehmen. "Gleichzeitig erhöht dies die nötige Sicherheit für unsere Kontrolleure bei der Umsetzung dieser schwierigen hoheitlichen Aufgabe."

So haben die hessischen Verkehrsverbünde schon stichprobenartige Kontrollen mit der Polizei und den Ordnungsbehörden vereinbart. Der Chef des Rhein-Main-Verkehrsverbunds, Knut Ringat, appellierte auch an die Eigenverantwortung – ähnlich wie Tempolimits, an die sich auch ohne lückenlosen Kontrolle die meisten halten.

Ein Schild bittet die Fahrgäste am BahnhEin Schild bittet die Fahrgäste am Bahnhof um die Einhaltung von Mindestabstand: Bald dürfen nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete den Nahverkehr nutzen.of Weiden West um die Einhaltung von Mindestabstand beim Aufenthalt auf den Glei (Quelle: imago images/Future Image)Ein Schild bittet die Fahrgäste am Bahnhof um die Einhaltung von Mindestabstand: Bald dürfen nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete den Nahverkehr nutzen. (Quelle: Future Image/imago images)

Was plant die Deutsche Bahn?

Der Konzern will Anfang der Woche bekanntgeben, wie er mit den neuen Vorgaben umgeht. Die Bahn hatte sich frühzeitig offen für die 3G-Regel gezeigt. Zwar lassen sich Fahrgäste in einem ICE einfacher im Blick behalten als in einer U-Bahn. Flächendeckende Kontrollen sind aber auch bei der Bahn nicht zu erwarten.

Wie hoch ist das Infektionsrisiko im ÖPNV?

Mit Maske sei die Gefahr, Covid zu bekommen, in Bussen und Bahnen nicht höher als anderswo, betonen die Verkehrsunternehmen seit Beginn der Pandemie und verweisen auf Studien. Der Virologe Christian Drosten dämpfte zuletzt die Erwartungen an 3G im Verkehr. Man sei in einer Hochinzidenz-Zeit und müsse damit rechnen, dass anwesende Geimpfte ein substanzielles Risiko hätten, unerkannt infiziert zu sein. Das Ziel, Ungeimpfte vor Ansteckung zu schützen, werde somit verfehlt.

Wirtschaftliche Folgen

Stiegen in Busse und Bahnen zuletzt etwa drei Viertel so viele Fahrgäste wie vor der Pandemie, rechnen die Verkehrsunternehmen nun wieder mit einem Rückgang. Sie setzen darauf, dass der milliardenschwere staatliche Rettungsschirm über dem Nahverkehr auch im neuen Jahr aufgespannt wird.

Was gilt für Taxis?

Dort gibt es keine Zugangsbeschränkung für Fahrgäste. 3G greift hier nicht. Die Branche ist erleichtert, dass die Fahrer nicht Corona-Tests und Impfzertifikate überprüfen müssen. "Für die Fahrer gilt aber wie an allen anderen Arbeitsplätzen 3G", sagte Thomas Oppermann, der Präsident des Bundesverbands Taxi und Mietwagen. Wer ins Taxi steigt, muss allerdings eine Maske tragen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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