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Nationalparks in Deutschland – heimische UrwĂ€lder laden zum Entdecken ein

srt, Sybille Boolakee

Aktualisiert am 22.03.2017Lesedauer: 5 Min.
Touristisches Highlight im Nationalpark Berchtesgaden: St. BartholomÀ am Königssee
Touristisches Highlight im Nationalpark Berchtesgaden: St. BartholomÀ am Königssee (Quelle: Berchtesgadener Land Tourismus/SRT-bilder)
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Die Wildnis wartet vor der HaustĂŒr: Um uralte WĂ€lder, unberĂŒhrte Flussauen und wilde Tiere zu erkunden, muss man nicht bis ans Ende der Welt reisen. In Deutschlands Nationalparks laden Ranger und WaldfĂŒhrer ein, geschĂŒtzte NaturrĂ€ume zu erkunden. Wir stellen sieben Parks vor, in denen im FrĂŒhling besondere Erlebnisse auf die Besucher warten. Wir prĂ€sentieren die Nationalparks in unserer Foto-Show.

Nationalpark Bayerischer Wald – Tierbabys bei Wisent, Elch und Otter

Im Ă€ltesten deutschen Nationalpark in Ostbayern startet am 15. Mai das Sommer-FĂŒhrungsprogramm. Dann wird erstmals auch im Sommer jeden Samstag eine besondere FĂŒhrung mit Nationalpark-Mitarbeitern oder langjĂ€hrigen WaldfĂŒhrern angeboten. Besucher lernen beispielsweise auf einer dreistĂŒndigen Wanderung die Zwitscherkonzerte der Vögel zu unterscheiden. Das Erwachen der Tier- und Pflanzenwelt erleben Teilnehmer auch bei einer Tour zu bizarren Felsen und in BuchenwĂ€ldern mit ihrem saftig-frischen GrĂŒn. Im TierfreigelĂ€nde Neuschönau gibt es tierischen Nachwuchs zu bestaunen. Drei WisentkĂ€lbchen unternehmen bereits erste AusflĂŒge in die große, weite Welt. Bei Elch und Otter wartet man noch gespannt auf Nachwuchs. Einen spektakulĂ€ren Blick in die Vergangenheit können Besucher im TierparkgelĂ€nde Ludwigsthal werfen. Dort sind Wildpferde und Auerochsen zu bewundern - und bald auch ihr Nachwuchs.

Nationalpark Hainich – Den FrĂŒhlingsboten auf der Spur

Weiße BlĂŒtenteppiche lassen den Wald noch einmal fast verschneit wirken. Im FrĂŒhling bedecken unzĂ€hlige MĂ€rzenbecher den Waldboden im Nationalpark Hainich. In den WĂ€ldern finden sich einige der grĂ¶ĂŸten natĂŒrlichen Vorkommen wildwachsender MĂ€rzenbecher innerhalb Deutschlands. "Eine Wanderung entlang des Naturpfads Thiemsburg und auf dem Erlebnispfad Brunstal ist ein wahrer Augenschmaus", weiß der stellvertretende Nationalparkleiter RĂŒdiger Biehl. Beide Wanderwege sind leicht zu erreichen. Der Naturpfad Thiemsburg beginnt am gleichnamigen Parkplatz und hat eine LĂ€nge von vier Kilometern. Der drei Kilometer lange Erlebnispfad Brunstal wurde barrierearm gestaltet und ist daher fĂŒr Kinderwagen ebenso wie fĂŒr Rollstuhlfahrer geeignet. Besonders nahe kommen Besucher der Natur auf dem Baumkronenpfad. In luftiger Höhe fĂŒhrt der Weg ĂŒber die Wipfel des sonst unzugĂ€nglichen Bereichs des Parks.

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Nationalpark Berchtesgaden – Auf der Spur der Steinadler

An der Grenze zu Österreich liegt der einzige deutsche Hochgebirgs-Nationalpark. AlpenlĂ€ndische Tiere wie Steinböcke, GĂ€msen, Murmeltiere und AuerhĂ€hne leben in der Schutzzone zwischen tiefen TĂ€lern und hohen Bergen. FĂŒr Naturfreunde beginnt im Mai das neue Wanderprogramm. Ein Highlight sind die Wanderungen ins Tal der Steinadler. Es bestehen sehr große Chancen, die scheuen Tiere tatsĂ€chlich beobachten zu können. Der Ranger startet ab 4. Mai jeden Donnerstag zu der etwa dreieinhalb Stunden dauernden Wanderung. Immer mittwochs und sonntags können Besucher ebenfalls den Nationalpark-Ranger begleiten. Bei der Tour ĂŒber die Halbinsel St. BartholomĂ€ lernt man die Geschichte und Kultur rund um den Königssee kennen und erlebt seine seltene Tier- und Pflanzenwelt.

Wildromantisches Reiseziel: Die BasteibrĂŒcke im Elbsandsteingebirge
Wildromantisches Reiseziel: Die BasteibrĂŒcke im Elbsandsteingebirge (Quelle: Frank Richter/SRT-bilder)

Nationalpark SĂ€chsische Schweiz – Schluchten, Felsen, KrĂ€uterhexen

Wind und Wetter formten ĂŒber Jahrtausende bizarre Felsformationen im Nationalpark SĂ€chsische Schweiz. Besonders gut zu sehen ist das im Elbsandsteingebirge. Dort ist die mehr als 190 Meter hohe BasteibrĂŒcke der meistbesuchte Aussichtspunkt. Zu recht, denn der Blick ins Tal ist schwindelerregend. Wer abseits der Touristenströme den Park erkunden möchte, der sollte mit NationalparkfĂŒhrern zu weniger bekannten Tafelbergen und SandsteintĂŒrmen aufbrechen. Die Wanderungen dauern etwa vier Stunden und finden jeden Dienstag statt. Mit der "KrĂ€uterhexe" geht's ab Mai wieder durch Wald und Wiese. Staunend erfahren die Teilnehmer, welche HeilkrĂ€fte die Natur bereithĂ€lt und welche kulinarischen Besonderheiten sich im frischen GrĂŒn verbergen. Tipp: Stift und Schreibblock mitnehmen. Auch fĂŒr Besucher mit Behinderungen gibt es inzwischen viele Wege in die unberĂŒhrte Natur und zu den spektakulĂ€ren Aussichtspunkten.

Nationalpark Harz – MĂ€rchen und Mythen

Im Harz beginnt der FrĂŒhling erst, wenn die Hexen in der Walpurgisnacht den letzten Schnee vom Brocken fortgefegt haben. Ab Mitte Mai lassen sich dann die Brockenanemone, der Brockenenzian und die Himalaya-Aster im Brockengarten bewundern. Dann ist der 1890 gegrĂŒndete botanische Garten auf der Kuppe des höchsten Berges im Harz wieder geöffnet. Spielerisch lĂ€sst sich die erwachende Natur auf dem Löwenzahn-Entdeckerpfad bei Drei Annen Hohne beobachten. TrĂ€umerbank, Hör-Eule und Barfußpfad - der Weg begeistert Groß und Klein. Im FrĂŒhling wird auch der Naturmythenpfad bei Braunlage mit seinen sensiblen Installationen wieder aufgebaut. WĂ€hrend einer dreistĂŒndigen Wanderung taucht man ein in die Welt der Mythen und Sagen. Wer mit Kindern auf den Brocken steigen möchte, der sollte den MĂ€rchenpfad "Das weiße Reh" wĂ€hlen. Von Schierke ĂŒber den Eckerlochstieg geht es auf stein- und wurzelreichen Pfaden zum Gipfel.

Der Naturmythenpfad bei Braunlage im Nationalpark Harz
Der Naturmythenpfad bei Braunlage im Nationalpark Harz (Quelle: Ingrid Nörenberg/SRT-bilder)

Nationalpark Schwarzwald – Eine Spur wilder

Der jĂŒngste Nationalpark Deutschlands wurde erst im Januar 2014 gegrĂŒndet. Er ist der erste Park in Baden-WĂŒrttemberg. Der rund 100 Quadratkilometer große Nationalpark Schwarzwald besteht aus zwei getrennten Einzelbereichen, der Region Ruhestein im SĂŒden und der Region um den Hohen Ochsenkopf/PlĂ€ttig im Norden. Zu den grĂ¶ĂŸten Besonderheiten zĂ€hlen die waldfreien Bergheiden auf den Gipfellagen, Grinden genannt. Eindrucksvoll kann man die Grinden auf einer Wanderung auf dem Schliffkopf-Rundweg erleben. Der Schliffkopf ist einer der schönsten Aussichtsberge im Nordschwarzwald. Bei klarem Wetter sind von dort der Rheingraben, die Vogesen und die SchwĂ€bische Alb zu sehen. Ab Mai können Familien zusammen mit einem Ranger auf verschiedenen Wanderungen und Exkursionen den Schliffkopf erkunden und vieles ĂŒber die Entstehung des Schwarzwalds und der Grinden erfahren. Mit den warmen FrĂŒhlingstagen werden auch die beliebten Erlebnispfade wie Luchs-, Wildnis- und Lotharpfad wieder geöffnet.

Nationalpark Wattenmeer – GĂ€nsepaten gesucht

Ohne TaucherausrĂŒstung auf dem Meeresboden - das ist möglich im Nationalpark Wattenmeer. Zusammen mit dem schleswig-holsteinischen, den niedersĂ€chsischen und dem hamburgischen Wattenmeer bildet er mit fast 8000 Quadratkilometer den grĂ¶ĂŸten Nationalpark Deutschlands und das vogelreichste Gebiet in Europa. Das lĂ€sst sich besonders gut wĂ€hrend der Ringelganstage vom 22. April bis zum 7. Mai beobachten. Die kleinen, dunklen GĂ€nse mit dem weißen "Halsband" fressen sich auf den Salzwiesen rund und fett fĂŒr ihren Flug an die eisigen KĂŒsten in der sibirischen Arktis. Die Halliggemeinden, NaturschutzverbĂ€nde sowie der Nationalpark laden Urlauber dann ein, den spektakulĂ€ren Vogelzug zurĂŒck zu ihren BrutplĂ€tzen zu beobachten. Wer die GĂ€nseforschung unterstĂŒtzen möchte, der kann eine Patenschaft fĂŒr 30 Euro erwerben. Nach dem Abzug der RingelgĂ€nse in die Brutgebiete bekommen die Paten Informationen ĂŒber "ihre" Gans.

Weitere Informationen:

Nationalpark Bayerischer Wald, Freyunger Str. 2, 94481 Grafenau, Tel. 08552/9600-0, www.nationalpark-bayerischer-wald.de

Nationalpark Hainich, Bei der Marktkirche 9, 99947 Bad Langensalza, Tel. 0361/573914-000, www.nationalpark-hainich.de

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Nationalpark Berchtesgaden, Doktorberg 6, 83471 Berchtesgaden, Tel. 08652/9686-0, www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de

Nationalpark SĂ€chsische Schweiz, An der Elbe 4, 01814 Bad Schandau, Tel. 035022/900600, www.nationalpark-saechsische-schweiz.de

Nationalpark Harz, Lindenallee 35, 38855 Wernigerode, Tel. 03943/5502-0, www.nationalpark-harz.de

Nationalpark Schwarzwald, Schwarzwaldhochstr. 2, 77889 Seebach, Tel. 07449/92990, www.schwarzwald-nationalpark.de

Nationalpark Wattenmeer Schleswig-Holstein, Schlossgarten 1, 25832 Tönning, Tel. 04861/616-0, www.nationalpark-wattenmeer.de

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Von Hans-Werner Rodrian, SRT
  • Claudia Zehrfeld
Von Claudia Zehrfeld
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