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Ort in Spanien kocht eine der weltweit größten Paellas

srt, Fabian von Poser, SRT

07.08.2012Lesedauer: 4 Min.
Davon werden viele Mäuler satt.
Davon werden viele Mäuler satt. (Quelle: Fabian v. Poser/SRT-bilder)
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Paella? Hmmm, bei dem Gedanken an die safrangelbe Reispfanne läuft vielen das Wasser im Mund zusammen. Ein Traum für jeden Paella-Liebhaber ist da das jährliche Fest in der 100-Seelen-Gemeinde San Luís in der Provinz Valencia. Ende August wird hier eine der größten Paellas Spaniens gekocht - in einer 2,50 Meter breiten Pfanne. Das Event sollten Sie in Ihrem Spanien-Urlaub nicht verpassen. Keine Zeit? Dann sehen Sie sich das Spektakel doch in unserer Foto-Show an.

50 Kilo Reis, 10 Liter Olivenöl

Der Rauch der Holzfeuer brennt in den Augen, die Böllerschläge dröhnen in den Ohren. Die sengende Hitze am Ortsrand von Altea ist kaum auszuhalten. Überall stehen, sitzen und liegen Menschen. Und sie kochen, was das Zeug hält. Tausend oder mehr Paella-Fanatiker haben sich heute in den Straßen versammelt. Es ist ein glühend heißer Augusttag - und es ist Fiesta in San Luís, Fiesta zu Ehren des gleichnamigen Dorfpatrons. Es ist kurz vor 14 Uhr, als der Koch in weißer Schürze und mit ausladender Haube, selbst ein zentnerschwerer Brocken, die Helfer herbeibestellt. In Zehn-Liter-Kübeln schütten sie fast 50 Kilo Reis in die riesige Pfanne. Eben noch hatten sie zehn Kilo Paprika, zehn Kilo Bohnen und fast 30 Kilo Fleisch in der 2,50 Meter breiten und 30 Zentimeter hohen Paella-Pfanne gebraten - in zehn Litern Olivenöl. Und jetzt präparieren sie das große Ganze.

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Riesen-Paella

Valencia an der Südküste Spaniens ist berühmt für seine Paellas. Die Paella Valenciana gilt als Kröning der valencianischen Küche - keine Familienfeier, keine Veranstaltung, kein Volksfest ohne die berühmte Reispfanne. Der Reis wird zunächst mit Safran leuchtend gelb gefärbt, die Reispfanne später mit den vorab gebratenen Paprika-Schoten, den grünen Bohnen, den Artischockenherzen, mit Huhn und Schweinerippe garniert. San Lluís ist bekannt für seine Riesen-Paella. Es ist eine der größten der Communitat Valenciana.

Wer macht die beste Paella?

Einmal im Jahr, am letzten Montag im August steht die kleine Gemeinde, die sonst nichts hat als ein paar Orangenhaine und das zwei Kilometer entfernte Mittelmeer hat, Kopf. Dann versammeln sich alle auf den Straßen zum Paella-Kochen. Traditionell werden die Paellas auf dem offenen Feuer mit Pinien- oder Mandelholz auf der Straße zubereitet - und das angeblich seit fast 300 Jahren, behaupten die San Luíser. Heute kochen etwa 50 Familien ihre eigenen Paellas. Es sind saftige Paellas, viele mit viel Fleisch versehen, einige nur mit Meeresfrüchten. Und jeder kann teilhaben. Dicke spanische Mamis kochen neben einer Gruppe junger Leute - und alle stehen im Wettstreit miteinander. Wer macht die beste Paella?

Paella für 6000 Euro

Die Rauchschwaden kleben unter der Brücke, die Brille beschlägt. An den kleinen Ständen aus Klapptischen wird Bier, Wein, Sangría ausgeschenkt. Der Höhepunkt ist erreicht, wenn um kurz nach 14 Uhr die Riesen-Paella, der Stolz des Dorfes, angegessen wird. "Ein ganzes Jahr lang hat das Organisationskomitee bei den Bewohnern des Orts Geld gesammelt", sagt Pepe Hortelano, der sein ganzes Leben in Altea verbracht hat. "Heute hauen sie alles auf einmal auf den Kopf." 6000 Euro kostet allein die Paella. Früher haben die San Luíser ihre große Paella noch selbst gemacht. Seit ein paar Jahren beauftragen sie einen Catering-Service, der die riesige Pfanne, hunderte Kilo Holz und sämtliche Zutaten nach San Luís bringt. "Die Zeiten ändern sich", sagt Hortelano.

Jeder bekommt etwas ab

Der Höhepunkt der einwöchigen Feierlichkeiten zu Ehren des Dorfpatrons ist erreicht, wenn am Tag der großen Paella die Absperrgitter auseinander geschoben werden und alle, quasi das gesamte Dorf, an den Tischen rund um die Pfanne - jeder bewaffnet mit einem Stück Pappkarton als Teller und einem Löffel - Platz nimmt, um zu speisen. Alle sind sie dann hier: der Bürgermeister, der Schuldirektor, der Pfarrer, die Jugend. Und jeder bekommt sein Stück vom Gesamtkunstwerk ab.

Dann wird gefeiert

Ist die Reispfanne verzehrt, sind fast 100 Kilo Paella in den Mägen verschwunden, und legt die Sonne am Nachmittag ihre letzten Strahlen auf die kleine Gemeinde im Niemandsland der Provinz Valencia, dann geht es hinauf zum Dorfplatz, wo das Orchester Pompeya, die Gruppe Fuego oder irgendeine andere Band den Anwesenden einheizt. Dann steht kein Bein still und es wird den ganzen Abend, ja die ganze Nacht getanzt und gefeiert. Gefeiert wird zu Ehren des Dorfpatrons, des Heiligen von San Luís.

Weitere Informationen:

Anreise: Zum Beispiel mit Air Berlin (www.airberlin.com) ab verschiedenen deutschen Flughäfen ab 70 Euro pro Strecke nach Alicante. Von dort am besten weiter mit dem Mietwagen ins 45 Kilometer entfernte Altea.
Termin: Die Feier im Stadtteil San Luís findet jedes Jahr am letzten Montag im August statt, dieses Jahr am 27. Auskünfte zum Programm erteilt das Fremdenverkehrsamt von Altea, Calle Sant Pere 11, 03590 Altea, Spanien, Tel. 0034/965/844114, www.ayuntamientoaltea.es.
Übernachtung: Einfache, aber saubere Zimmer ab 35 Euro direkt am Meer bietet das Hotel San Miguel, Calle del Mar 65, 03590 Altea, Tel. 0034/65/840400. Ebenfalls direkt am Meer liegt das Hotel Altaya, Calle San Pere 28, 03590 Altea, Tel. 0034/965/840800, www.hotelaltaya.es. Die komfortablen Zimmer dort kosten ab 65 Euro.
Weitere Auskünfte: Spanisches Fremdenverkehrsamt, Lietzenburgerstr. 99, 10707 Berlin, Tel. 030/8826543, berlin@tourspain.es, www.spain.info/de

(Erstmals veröffentlicht am 07.08.2012)

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