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Griechenland: Neue Lieblingsinsel der Deutschen – das hat Kreta zu bieten

Von wegen Mallorca  

Ist das die neue Lieblingsinsel der Deutschen?

18.05.2021, 16:29 Uhr | Christian Haas/SRT

Griechenland: Neue Lieblingsinsel der Deutschen – das hat Kreta zu bieten. Kreta: Auf der Insel gibt es eine Reihe lebendiger Städte wie Heraklion und Chania. (Quelle: imago images/Westend61)

Kreta: Auf der Insel gibt es eine Reihe lebendiger Städte wie Heraklion und Chania. (Quelle: Westend61/imago images)

Dauerliebling Mallorca steht für den Sommer 2021 in vielen Reisebüros nicht mehr auf Platz eins. Stattdessen bevorzugen Urlauber eine Insel, die Kultur und abwechslungsreiche Landschaften vereint.

Über die größte der griechischen Inseln, die schon im Sommer 2020 über ein deutliches Buchungsplus jubeln durfte und sich 2021 anschickt, dieses erneut zu toppen, urteilen viele Strand- und Kulturliebhaber: Kreta – eine göttliche Insel!

Heilig durch Sagen und Landschaft

Göttlich zum einen wegen seiner Bedeutung in der Mythologie, soll es sich doch bei der mehr als 8.000 Quadratkilometer großen Insel um die Geburtsstätte des Gottvaters Zeus und die Wirkungsstätte vieler übernatürlicher Wesen handeln.

Göttlich aber auch wegen der abwechslungsreichen, herrlichen Landschaft (Stichwort Lassithí-Hochebene, Samariá-Schlucht) und der Top-Ausgrabungsstätten alter Kulturen, allen voran das minoische Knossós samt dazugehörigem Archäologischem Museum in der Inselkapitale Heraklion.

Dazu gibt es noch eine Reihe lebendiger Städte wie eben jenes Heraklion und Chania, aber genauso verträumte, uralt wirkende Dörfer. Fragt sich jetzt nur, wie man urlauben will – mit dem Rucksack umherziehen, wie es hier viele Individualtouristen betreiben, in einer netten Pension am Meer alle Fünfe grade sein lassen und als Tageshöhepunkte ein Dominospiel, einen Sirtaki-Tanz und ein Fischessen am Strand zu haben oder eher Halligalli und Poolmarathons in einem der lebendigen Urlaubsorte. Alles ist auf Kreta möglich.

Kreta: Die Samariá-Schlucht ist eine der längsten Schluchten Europas. (Quelle: Saro17/Getty Images)Kreta: Die Samariá-Schlucht ist eine der längsten Schluchten Europas. (Quelle: Saro17/Getty Images)

Weniger Feiertouristen im Corona-Jahr

Wer letzteres sucht, der ist an der Nordküste goldrichtig. Hinter den Stränden haben die Kreter Tavernen und Hotels, Clubs und Bars, Souvenirläden und Boutiquen für viele Geschmäcker errichtet. Einer der, zumindest vor Corona, beliebtesten "Partyorte" ist Malia, was vor allem an britischen Feiertouristen lag.

Diese Gruppe dürfte, nicht zuletzt dank strengerer Reiseregeln, dieses Jahr eher weniger stark vertreten sein. In die gehobeneren Hotels etwas außerhalb des Zentrums hat sich diese Klientel ohnehin selten verirrt. Diese verzeichnen für den Sommer 2021 hingegen eine gestiegene Nachfrage, vor allem aus Deutschland.

Tropfsteinhöhle und Amazonas Park

Die Schönheit der Lassithí-Hochebene hat offenbar auch Gottvater Zeus geschätzt: In der Tropfsteinhöhle Diktéon Ántron wurde er dem Mythos nach von der Ziege Amalthia großgezogen. Heutzutage können Besucher in die inzwischen effektvoll ausgeleuchtete Unterwelt absteigen – nur eine von zig Kulturstätten auf Kreta. Dazu zählt auch die rund 3.500 Jahre alte archäologische Stätte des minoischen Palastes von Malia unweit des Cretan Malia Park.

Mit Zeugnissen der Römer, Minoer oder anderen Hochkulturen hat der Amazonas Park nichts zu tun. Dort geht es vor allem um schützenswerte Tiere aus Südamerika, vor allem Papageien und Affen. Publikumsliebling sind eindeutig die Lemuren.

Bestückt mit Bechern voller Gemüse wird man als Gruppe in ein großes Freigehege geschleust und von den putzigen Tierchen besprungen – ganz sanft. Mal hocken die ulkigen Leichtgewichte lässig auf den Schultern, mal greifen sie gekonnt in den Gemüsebecher.

Leprainsel als Unesco-Weltkulturerbe

Eine halbe Stunde Bergfahrt weiter taucht eine von steil abfallenden Hügeln umrahmte Bucht auf, in deren Mitte die berühmte, etwa acht Hektar große "Leprainsel" Spinalonga liegt. Ihre teils jahrhundertealten Gebäude, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lange von Leprakranken besiedelt wurden, sind heute Unesco-Welterbe und ein entsprechender Besuchermagnet. 

Kreta:  Die "Leprainsel" Spinalonga ist ein Besuchermagnet. (Quelle: Paopano/Getty Images)Kreta: Die "Leprainsel" Spinalonga ist ein Besuchermagnet. (Quelle: Paopano/Getty Images)

Ein paar Kilometer weiter südlich auf Kreta liegt die Tauchschule Creta's Happy Divers. Eigentümer Ron und seine sympathischen Kollegen widerlegen das Vorurteil, dass es in griechischen Gewässern nichts zu sehen gibt, ergo Tauchen keinen Spaß macht.

Allein beim Einsteigertauchgang am Ponton trifft man auf kleine Oktopusse, überraschend viele Fische und mehrere schöne Seesterne. Für offene Münder (und eine Nachfrage nach weiteren Tauchgängen) sorgt Ron, wenn er erzählt: "Neulich sind wir hier in der Gegend sogar Mantas begegnet! Die majestätischen Seabirds sind eigentlich nur äußerst selten im Mittelmeer anzutreffen." Eben wieder so ein göttliches Ereignis, mit dem Kreta überrascht.

Weitere Informationen

Corona: Die Bundesregierung rät momentan nach wie vor von allen nicht notwendigen touristischen Reisen ab. Das RKI stuft Griechenland, Stand Mitte Mai, noch als Risikogebiet ein, die Infektionslage entspannt sich aber.

Besucher müssen vor der Einreise online ihre Daten hinterlegen. Bei der Einreise muss dann eine vollständige Impfung oder ein höchstens 72 Stunden alter PCR-Test vorgelegt werden. Vollständig geimpft heißt hier, dass die zweite Impfung mindestens 14 Tage her ist. Eine Quarantänepflicht besteht nicht mehr.

Seit 10. Mai dürfen in Griechenland Cafés, Bars und Tavernen unter Auflagen ihre Außenbereiche öffnen – für alle Gäste, egal ob geimpft oder nicht. Allerdings schließt die Gastronomie um 22.45 Uhr, ab 23 Uhr gilt dann ein abendliches Ausgangsverbot.

Auskunft: Griechische Zentrale für Fremdenverkehr, Holzgraben 31, 60313 Frankfurt, Tel. 069/257827-0, Flughäfen gibt es in Heraklion (Hauptstadt) und Chania. Drei bis dreieinhalb Stunden Flugzeit von Deutschland.

Verwendete Quellen:
  • Reiseredaktion SRT

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