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Klimakrise: Diesen zehn Gletschern droht schon bald das Ende


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Diese zehn Gletscher sind bedroht

srt, Von Brigitte von Imhof

Aktualisiert am 29.09.2022Lesedauer: 3 Min.
Wissenschaftler schlagen Alarm: Das Gletscherschmelzen könnte drastische Folgen für Deutschland haben. (Quelle: t-online)
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Von der Antarktis bis nach Europa beeindrucken Gletscher mit ihrer Naturgewalt. Viele der gigantischen Eisformationen könnten bald schon verschwunden sein.

Das Wichtigste im Überblick


Gletscher sind die größten Süßwasserspeicher der Welt. Sie sind mitunter groß wie Länder, beinahe so schnell wie Sprinter – und schmelzen in so dramatischem Ausmaß, dass man ihnen dabei zusehen kann. Vor allem in Hitzejahren wie 2022.

1. Der Weltrekordler in der Antarktis: Lambert-Gletscher

Über 400 Kilometer lang und bis zu 130 Kilometer breit: Der größte Gletscher der Welt ist in der Ostantarktis zu finden. Im Jahr 1956 wurde er entdeckt. Sein Eis fließt mit Tempo 300 Meter pro Jahr vom Polarplateau zur Küste hin und geht dort in das Amery-Schelfeis über.

2. Ein Italiener in Alaska: Malaspina

Der größte Gletscher nicht-polaren Ursprungs ist der Malaspina in Alaska. Die riesige Ausdehnung von rund 4.275 Quadratkilometern (fast viermal so groß wie das Ijsselmeer) kommt durch das Zusammenfließen mehrerer Gletscher zustande. Er liegt zu Füßen der Elias-Bergkette an der südlichen Pazifikküste, wo er in den Golf von Alaska mündet.

In gigantischer Gesellschaft: In Alaska soll es neben dem Malaspina noch 25.000 weitere Gletscher geben.
In gigantischer Gesellschaft: In Alaska soll es neben dem Malaspina noch 25.000 weitere Gletscher geben. (Quelle: Leemage/imago images)

Benannt wurde der Eisriese nach dem italienischen Seefahrer Alessandro Malaspina (1754–1810). In Alaska soll es rund 25.000 Gletscher geben.

3. Der Klimawandel-Rebell in Patagonien: Perito Moreno

Obwohl die Gletscher weltweit zurückgehen, ist der Perito Moreno einer der wenigen, die eine Balance zwischen Wachsen und Schrumpfen halten. Der Gletscherriese (254 Quadratkilometer) im argentinischen Teil Patagoniens widersetzt sich dem Trend des großen Gletschersterbens. Seine riesige Zunge streckt er in den Lago Argentino.

Trotz Klimawandel: Während viele Gletscher in rasanter Geschwindigkeit abnehmen, hält sich beim Perito Moreno in Patagonien Wachsen und Schrumpfen die Waage.
Trotz Klimawandel: Während viele Gletscher in rasanter Geschwindigkeit abnehmen, hält sich beim Perito Moreno in Patagonien Wachsen und Schrumpfen die Waage. (Quelle: Angela Böhm/SRT-bilder)

Dieser See ist fast dreimal so groß wie der Bodensee. Der Perito Moreno im Los Glaciares Nationalpark ist für seine spektakulären Eisabbrüche bekannt. Übrigens: Außer dem Perito-Moreno-Gletscher wächst unter anderem auch der Franz-Josef-Gletscher in Neuseeland.

4. Der Große aus Spitzbergen: Austfonna

Europas flächenmäßig größter Gletscher ist der Austfonna in Spitzbergen, Norwegen, auf der Insel Nordostland. Mit 8.120 Quadratkilometern Fläche ist der Austfonna etwas kleiner als das österreichische Bundesland Kärnten. Seine Eisdecke ist im Durchschnitt 235 Meter dick.

Ganz nah dran: Im Rahmen von Expeditionsfahrten können Interessierte den Gletscher aus nächster Nähe bewundern.
Ganz nah dran: Im Rahmen von Expeditionsfahrten können Interessierte den Gletscher aus nächster Nähe bewundern. (Quelle: Michael S. Nolan/imago images)

5. Der Konkurrent aus Island: Vatnajökull

Ein ähnliches Kaliber ist der Vatnajökull, der größte europäische Gletscher außerhalb des Polargebiets (ca. 8.100 Quadratkilometer). Er bedeckt etwa sieben Prozent der Fläche Islands. Unter seiner Eisdecke brodeln einige Vulkane, darunter der Barðarbunga, dessen Ausbruch im September 2014 für Schlagzeilen und eine massive Beeinträchtigung des internationalen Flugverkehrs gesorgt hat.

Ausbruchgefahr: Unter der Eisdecke von Europas größtem Gletscher brodeln weiterhin Vulkane.
Ausbruchgefahr: Unter der Eisdecke von Europas größtem Gletscher brodeln weiterhin Vulkane. (Quelle: Makoto Honda/imago images)

6. Der Alpenriese: Aletschgletscher

In den Alpen ist die Gletscherausdehnung bei Weitem nicht so imposant. Dem Aletschgletscher in den Berner Alpen reichen knapp 80 Quadratkilometer, einschließlich seiner Quellgletscher, um als Alpen-Spitzenreiter zu gelten. Noch auf 128 Quadratkilometer kam er indessen 1973. Pro Jahr fließt der Aletschgletscher wie eine gefrorene sechsspurige Autobahn rund 180 Meter über den Fluss Massa auf das Rhônetal zu.

Alpenmagie: Besonders bei Nacht zeigt sich der Aletsch bei klarem Himmel von seiner schönsten Seite.
Alpenmagie: Besonders bei Nacht zeigt sich der Aletsch bei klarem Himmel von seiner schönsten Seite. (Quelle: Aletsch-Arena/Markus Eichenberger/SRT-bilder)
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7. Der Schönling: Mer de Glace

Als Goethe im Jahr 1779 das "Eismeer" erblickte, notierte er: "Was für eine Hingabe an dieses Schauspiel aus Eis!" Unterhalb des Mont Blanc, des mit 4.810 Metern höchsten Gipfels der Alpen, fließt das Mer de Glace auf den französischen Bergsteigerort Chamonix zu.

Literarische Inspirationsquelle: Schon Goethe war vom Anblick des Mer de Glace begeistert.
Literarische Inspirationsquelle: Schon Goethe war vom Anblick des Mer de Glace begeistert. (Quelle: Lilian Cazabet/imago images)

Skifahrern, die sich von der Gipfelstation der Aiguille du Midi zur Abfahrt durch das Vallée Blanche aufmachen, bietet sich ein spektakulärer Blick auf das Mer de Glace. Man kann den Gletscher auch von der Zahnradbahnstation Montenvers aus betrachten.

8. Der Meistfotografierte: Pasterzegletscher

Unterhalb des höchsten Bergs Österreichs, des Großglockners, breitet sich der größte Gletscher des Landes aus, die Pasterze. Von der viel besuchten Großglockner-Hochalpenstraße aus ist sie gut einsehbar und millionenfach fotografiert.

Beliebtes Fotomotiv: Wer Glück hat, kann von einer der Alpenstraßen aus einen Blick auf die Pasterze erhaschen.
Beliebtes Fotomotiv: Wer Glück hat, kann von einer der Alpenstraßen aus einen Blick auf die Pasterze erhaschen. (Quelle: Astrid Gast/imago images)

Ihren rapiden Rückgang kann das allerdings nicht aufhalten: Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist ihre Fläche um rund die Hälfte geschrumpft. Heute ist die Moräne nur noch knapp sieben Kilometer lang.

9. Die deutschen Winzlinge: Nördlicher Schnee- und Höllentalferner

Die Größe der fünf deutschen Gletscher ist mittlerweile auf insgesamt rund 50 Hektar geschrumpft, das ist gerade einmal ein halber Quadratkilometer. Die beiden größten sind mit jeweils 16 Hektar der Nördliche Schneeferner auf dem Zugspitzplatt unterhalb von Deutschlands höchstem Berggipfel und der Höllentalferner im westlichen Wettersteingebirge. Experten rechnen mit dem Verschwinden der deutschen Gletscher in rund zehn Jahren.

Der Countdown läuft: Experten sagen voraus, dass die beiden deutschen Gletscher schon in einem Jahrzehnt der Vergangenheit angehören werden.
Der Countdown läuft: Experten sagen voraus, dass die beiden deutschen Gletscher schon in einem Jahrzehnt der Vergangenheit angehören werden. (Quelle: blickwinkel/imago images)

10. Der Titanic-Killer in Grönland: Jakobshavn-Gletscher

Der Jakobshavn-Gletscher in Grönland ist der am schnellsten fließende Gletscher der Welt. Er legt nicht weniger als 17 Kilometer pro Jahr zurück und mündet in einem Fjord an der Westküste ins Meer. Es wird angenommen, dass der Eisberg, der die Titanic auf dem Gewissen hat, vom Jakobshavn-Gletscher stammt.

Eisberg voraus: Es wird vermutet, dass der Eisberg, der die Titanic zum Sinken brachte, vom Jakobshavn-Gletscher stammt.
Eisberg voraus: Es wird vermutet, dass der Eisberg, der die Titanic zum Sinken brachte, vom Jakobshavn-Gletscher stammte. (Quelle: Martin Zwick/imago images)
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Verwendete Quellen
  • Reiseagentur SRT
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Von Svenja Dilcher
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