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Urlaub trotz Corona: In diese Länder dürfen deutsche Touristen reisen

Reisewarnung aufgehoben  

Diese Länder öffnen jetzt ihre Grenzen für deutsche Touristen

03.08.2020, 14:52 Uhr | t-online.de, dpa, msc, sms

Corona-Krise: Hier kann jetzt wieder Urlaub gemacht werden

Ob ans Meer in Kroatien oder in die österreichischen Berge: Die Bundesregierung hat die Aufhebung der weltweiten Reisewarnung für viele europäische Länder ab dem 15. Juni beschlossen. (Quelle: dpa)

Ein Platz an der Sonne trotz Corona: Hier kann jetzt wieder Urlaub gemacht werden, diese Länder sind noch tabu. (Quelle: dpa)


Reisewillige müssen ihren Sommerurlaub dieses Jahr nicht unbedingt in Deutschland verbringen. Viele Länder lassen Touristen wieder einreisen. Ein Überblick über die aktuelle Situation in den wichtigsten Urlaubsländern.

Ein Stück weit kehrt die Reisefreiheit wieder zurück: Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für zahlreiche europäische Länder aufgehoben. Doch ob der Sommerurlaub wirklich stattfinden kann, hängt auch an den Regelungen der Urlaubsländer selbst.

Für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union verlängerte die Bundesregierung die Reisewarnung für Touristen bis zum 31. August. Unter anderem für die beliebten deutschen Reiseziele Türkei und Ägypten. Ausnahmen können für einzelne Länder gemacht werden, in denen die Verbreitung des Virus ausreichend eingedämmt ist.

Hier geben wir einen Überblick der Situation in den wichtigsten Urlaubsländern mit dem aktuellen Stand vom 26. Juli 2020.

Diese Länder sind bereits geöffnet

Kroatien: offen

Kroatien erlaubt Bundesbürgern wieder die Einreise ohne Nachweis von Gründen. Seit 10. Juli gilt dies für die Bürger aller EU-Staaten. Die Reisenden müssen an der Grenze lediglich erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Ein entsprechendes Formular kann vor Reiseantritt aus dem Internet heruntergeladen werden. An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll verhindert werden. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt seit dem 13. Juli wieder Maskenpflicht.

Um längere Wartezeiten zu vermeiden, können Urlauber schon vor der Einreise ein Formblatt auf der Webseite "entercroatia.mup.hr" ausfüllen.

Kroatien: Bereits seit 9. Mai dürfen Ausländer ohne Corona-Test und ohne Quarantäne-Auflagen einreisen, wenn sie eine Unterkunft in Kroatien gebucht haben. (Quelle: Getty Images/Rocky89)Kroatien: Bereits seit 9. Mai dürfen Ausländer ohne Corona-Test und ohne Quarantäne-Auflagen einreisen, wenn sie eine Unterkunft in Kroatien gebucht haben. (Quelle: Rocky89/Getty Images)

Spanien: offen

Urlauber aus der EU und den Schengenstaaten dürfen seit dem 21. Juni unbegrenzt nach Spanien einreisen. Der Spanien-Besucher muss aber bedenken, dass im ganzen Land weiterhin strenge Corona-Regeln wie Maskenpflicht und Abstandsgebot gelten. Diese wurden zudem von immer mehr Regionen - unter anderem auch Mallorca und den restlichen Balearen - aufgrund einer Zunahme der Neuinfektionen oder aus reiner Vorsicht in den vergangenen Tagen verschärft. Fast überall (nur nicht in Madrid und auf den Kanaren) gilt inzwischen unter anderem eine verschärfte Maskenpflicht auch im Freien. Ausnahmen: am Strand, am Pool, beim Essen und Trinken sowie beim Sport.

Seit 1. Juli müssen Flugreisende grundsätzlich ein Formular im Spain-Travel-Health-Portal zur Gesundheitskontrolle ausfüllen. Das Formular erzeugt einen QR-Code, der bei Einreise vorgelegt werden muss, wie das Auswärtige Amt (AA) informiert. Dies könne auch über die entsprechende, kostenlose App erfolgen.

Da die Infektionszahlen an lokalen Hotspots wieder steigen, haben am 9. Juli nach Katalonien auch die Balearen eine strenge Maskenpflicht eingeführt. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist dann auch dort im Freien überall Vorschrift. Versammlungen von mehr als zehn Menschen sind auch im privaten Bereich wieder verboten. Diskos wurden geschlossen, Bars und Restaurants dürfen nur die Hälfte ihrer Plätze besetzen.

Am 27. Juli rät das Auswärtige Amt von touristischen Reisen in die autonomen Gemeinschaften Aragón, Katalonien und Navarra aufgrund erneut hoher Infektionszahlen und örtlichen Absperrungen ab. Das Robert-Koch-Institut (RKI) erklärte die drei Regionen zudem für Corona-Risikogebiete.

Lanzarote: Spanien öffnet ebenfalls seine Grenzen für ausländische Touristen.  (Quelle: imago images/Cavan Images)Lanzarote: Spanien öffnet ebenfalls seine Grenzen für ausländische Touristen. (Quelle: Cavan Images/imago images)

Niederlande: offen

Ein Einreiseverbot für Deutsche in die Niederlande gab es während der gesamten Corona-Krise nicht. Die Grenzen sind offen. 

Urlaubsunterkünfte müssen aber unbedingt vorab reserviert werden, mahnen die Behörden. Das gilt auch für Museen und viele andere Sehenswürdigkeiten. Angesichts sinkender Infektionszahlen hat sich die Lage deutlich entspannt. Dennoch bleibt die Grundregel im öffentlichen Leben, also auch in Geschäften und an Stränden: ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht. Touristen sollen aber Bus, Bahn oder Metro möglichst nicht zu den Stoßzeiten nutzen.

Restaurants, Cafés, Strandpavillons und Kneipen dürfen jeweils maximal 100 Gäste bewirten – allerdings auch nur für die, die reserviert haben. 

Schweden: offen

Die Schweden haben trotz insgesamt sinkender Todes- und Infektionszahlen noch vergleichsweise hohe Corona-Werte zu verkraften. Dies sorgt unter anderem dafür, dass sie innerhalb Skandinaviens und Europas nicht so freizügig reisen können wie manch andere. Die schwedischen Grenzen sind für EU-Bürger dagegen offen. Die Anreise per Flugzeug, Fähre oder Auto über die Öresundbrücke ist möglich, und auch innerhalb des Landes gibt es keine Beschränkungen. Angesichts der sinkenden Infektionszahlen hob das AA am vergangenen Dienstag seine Reisewarnung für das skandinavische Land auf. Das Robert Koch-Institut stuft Schweden aktuell nicht mehr als Risikogebiet ein.

Schweden: Vor allem über die Sommermonate wird eine "anhaltend hohe Beanspruchung des Gesundheitswesens" erwartet. (Quelle: imago images/Westend61)Schweden: Vor allem über die Sommermonate wird eine "anhaltend hohe Beanspruchung des Gesundheitswesens" erwartet. (Quelle: Westend61/imago images)

Italien: offen

Nach rund drei Monaten mit Corona-Beschränkungen herrscht seit 3. Juni Reisefreiheit. Das Land öffnete seine Grenzen für Urlauber.

Reisende aus der EU oder aus dem Schengenraum dürfen seit Juni ohne Beschränkungen nach Italien einreisen. Sie müssen – anders als Besucher aus Nicht-EU-Ländern – auch nicht in Quarantäne. Innerhalb des Landes darf man sich ungehindert fortbewegen.

Die Infektionszahlen sind zuletzt jedoch wieder leicht gestiegen, aber lange nicht so stark wie in Deutschland. Trotzdem sind viele Italiener deswegen beunruhigt. In Geschäften, Zügen oder anderen geschlossenen Räumen gilt zunächst weiter Maskenpflicht. Größere Ansammlungen von Menschen sind verboten, stehen die Leute zu eng zusammen und trinken auf der Piazza, greif die Polizei häufig ein.

An Stränden müssen Distanzregeln eingehalten werden. In den Bars und Restaurants haben viele Wirte ihre Tische fast komplett nach draußen gestellt. Manchmal gibt es zusätzlich eine Plexiglas-Abtrennung zum nächsten Tisch.

Seit Mitte Juni sind auch Kinos, Theater und Opernhäuser wieder geöffnet, allerdings sind viele Konzerte langfristig abgesagt. Es gelten weiter Gesundheitsregeln, die meist strenger als in Deutschland sind. 

Irland: offen, mit Selbstisolation

Reisende aus Deutschland müssen nach ihrer Ankunft in Irland weiter zwei Wochen in Isolation gehen. Nur eine geringe Zahl von Ländern auf einer "grünen Liste" ist von dieser Regelung ausgenommen. Dazu gehören etwa Italien, Griechenland, Finnland und Norwegen. Bei der Einreise müssen zudem Kontaktdaten hinterlassen werden. Innerhalb des Landes sind Reisen wieder erlaubt, auch auf die Inseln. In öffentlichen Verkehrsmitteln sowie in Geschäften und anderen geschlossenen Räumen müssen Masken getragen werden.

Großbritannien: offen

Reisende aus Deutschland und vielen anderen Ländern müssen in England nicht mehr in eine zweiwöchige Quarantäne. Diese Regelung gilt für mehr als 70 Staaten und Überseegebiete, die nach Auffassung der Regierung die Corona-Krise im Griff haben. Dazu zählen etwa Österreich, die Schweiz und Italien. Wer nach Großbritannien einreist, muss dennoch aufpassen: Vorab muss ein Formular ausgefüllt werden. Zudem werden die Listen mit den "Luftbrücken" zwischen Großbritannien und anderen Ländern regelmäßig aktualisiert.

Zypern: offen

Die Insel meldet seit der Öffnung ihres Tourismus wenige Corona-Infektionen von Reisenden oder Einheimischen. Wer nach Zypern fährt, muss sich vor dem Antritt elektronisch anmelden. Wird ein Mensch positiv getestet, muss er 14 Tage lang in eigens eingerichtete Isolier-Unterkünfte in Hotels. Die Kosten übernimmt Zypern. Eine Maskenpflicht gilt für alle öffentlichen Verkehrsmittel und Krankenhäuser. Die Urlaubsinsel hat verglichen mit anderen Staaten Europas eine sehr niedrige Infektionsrate.

Touristen aus Deutschland und 21 weiteren Staaten brauchen inzwischen keinen Corona-Test mehr vorlegen, um nach Zypern zu reisen. Bei der Ankunft am Flughafen ist auf der Mittelmeerinsel aber mit einer Messung der Temperatur zu rechnen. Auch Corona-Tests sind möglich.

Slowenien: offen

Das EU-Land zwischen Alpen und Adria lässt Reisende aus Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern ohne Auflagen einreisen. Wer dort Urlaub machen will, muss nicht einmal mehr eine Buchungsbestätigung vorlegen. Darüber hinaus können Bürger aus diesen sowie anderen Ländern im Transit durch das kleine Land reisen. Slowenien dient jenen Urlaubern aus Deutschland als Durchreiseland, die mit dem eigenen Wagen nach Kroatien fahren. Es verfügt selbst über einen 46 Kilometer langen Abschnitt an der Adria mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur. Es gelten Abstandsregeln, in geschlossenen öffentlichen Räumen und öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine Maske getragen werden.

Slowakei: offen

Deutsche können ohne Einschränkungen in die Slowakei einreisen. Nur für Transitreisen aus Risikostaaten gibt es Quarantänevorschriften, deren Nichteinhaltung bestraft wird. Das Land war vom Coronavirus kaum betroffen und hat deshalb die meisten anfangs sehr strengen Corona-Schutzmaßnahmen wieder gelockert. Weiterhin ist in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Inneren von Geschäften ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, in Lokalen nur beim Rein- und Rausgehen. In Warteschlangen etwa an Kassen ist ein Zwei-Meter-Abstand empfohlen. Bei Kulturveranstaltungen kümmern sich die Veranstalter um ausreichenden Abstand zwischen den Zuschauern.

Ungarn: offen

Deutsche Urlauber können ohne Einschränkungen in Ungarn einreisen, wenn sie ihre Reise in einem Land antreten, das als sicher in Hinblick auf die Pandemie eingestuft ist. Deutschland und die meisten EU-Staaten gelten als sicher. Der Transit durch Ungarn ist allerdings in jedem Fall möglich, diese Reisenden dürfen aber von bestimmten Transitkorridoren nicht abweichen und müssen das Land in maximal 24 Stunden verlassen. In Ungarn haben die meisten Hotels, Restaurants und Bars wieder geöffnet. In öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis und Geschäften gilt eine Maskenpflicht. Außerdem sind Abstandsregeln zu beachten.

Malta: offen

Nach Malta dürfen Bürger aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen weiteren Ländern Europas, die als "sicher" eingestuft sind, in der Regel wieder ohne Beschränkungen einreisen. Allerdings dürfen sie in den vergangenen 14 Tagen nicht außerhalb dieser "sicheren" Länder gewesen sein. Nach Angaben des AA messen die Malteser bei der Ankunft die Körpertemperatur. Liegt sie bei 37,2 Grad Celsius oder höher, wird ein Corona-Test durchgeführt.

Polen: offen

Das Land hat seine Grenzen zu allen EU-Nachbarländern am 13. Juni wieder geöffnet. Einreisende EU-Ausländer und Polen müssen nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne. Die Zugverbindungen zwischen Deutschland und Polen wurden Ende Juni wieder aufgenommen. Seit dem 1. Juli fliegt die polnische Fluglinie Lot wieder Ziele im Ausland an.

Hotels, Einkaufszentren sowie Restaurants und Cafés sind mittlerweile wieder geöffnet. Das gleiche gilt für Friseursalons und Kosmetikstudios. Auch Schwimmbäder und Fitnessstudios dürfen ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Dänemark: offen

Als eines der ersten Länder Europas hatte Dänemark im Kampf gegen Corona am 14. März seine Grenzen dichtgemacht. Touristen und andere Ausländer ohne konkreten Einreisegrund kamen seitdem nicht mehr ins Land. Nun öffnet Dänemark seine Grenzen am 15. Juni zumindest wieder für Touristen aus Deutschland, Island und Norwegen. Bedingung ist, dass sie mindestens sechs Übernachtungen gebucht haben. Wer als Deutscher ein Sommerhaus in Dänemark besitzt oder seinen Partner in dem Land besuchen will, darf bereits seit Ende Mai wieder einreisen. Einwohner Schleswig-Holsteins dürfen ohne triftigen Einreisegrund über die Grenze nach Dänemark fahren. Eine Maskenpflicht besteht nicht.

Mondsee im Salzburger Land, Österreich: Seit der Aufhebung der weltweiten Reisewarnung Mitte Juni können Sie auch wieder nach Österreich reisen.   (Quelle: imago images/blickwinkel)Mondsee im Salzburger Land, Österreich: Seit der Aufhebung der weltweiten Reisewarnung Mitte Juni können Sie auch wieder nach Österreich reisen. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Österreich: offen

Reisende aus Deutschland haben seit Juni bereits freie Fahrt nach und durch Österreich. Intensive Kontrollen haben die Behörden allerdings an den Grenzen zu Ungarn oder Slowenien angekündigt. Das ist die Folge der Reisewarnungen Österreichs für die sechs Westbalkan-Staaten sowie für Rumänien und Bulgarien. In den meisten Urlaubsregionen Österreichs gibt es kaum mehr coronabedingte Beschränkungen. Auf Mindestabstand nicht zuletzt beim Baden und Wandern muss aber geachtet werden. Eine Maskenpflicht besteht nur in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften wie Friseursalons. In einigen Orten Kärntens muss abends eine Maske getragen werden. Einziges Bundesland mit genereller Maskenpflicht im öffentlichen Raum ist Oberösterreich. Insgesamt ist die Corona-Lage unter Kontrolle, zuletzt stiegen die Zahlen allerdings wieder etwas an. 

Als Reaktion auf steigende Corona-Infektionszahlen weitete Österreich am 21. Juli die Maskenpflicht wieder aus. In Supermärkten, Bank- und Postfilialen müsse von 24. Juli an wieder ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in Wien.

Schweiz: offen

Einreisen aus Schengenstaaten mit Ausnahme Schwedens sind bislang problemlos möglich, wer aber vorher in einem von 29 Risikoländern war, muss erst einmal in die Quarantäne. Dazu gehören neben Schweden auch Serbien, die USA, Russland oder Israel. Die Liste der Risikoländer wird gerade erweitert, Luxemburg soll etwa dazukommen. Wer sich vor der Quarantäne drückt, kann mit 10 000 Franken (9300 Euro) bestraft werden. Restaurants, Bars und Clubs sind auf, aber immer mehr Kantone führen neue Einschränkungen ein: eine Beschränkung auf 100 Gäste etwa, und Besucher müssen Kontaktdaten hinterlassen. Maskenpflicht besteht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Über ähnliche Vorschriften in Geschäften wird diskutiert.

Frankreich: offen

Seit Mitte Juni können Urlauber aus Deutschland wieder nach Frankreich reisen. In weiten Teilen des Landes haben Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser für Urlauber wieder geöffnet. Auch die Restaurants empfangen im ganzen Land wieder Gäste. Touristen aus Deutschland können ohne Probleme nach Frankreich einreisen, spezielle Unterlagen sind nicht nötig. Auch eine Quarantäne ist nicht notwendig. Die Situation im ganzen Land ist derzeit recht entspannt – die Zahl der Neuinfektionen konstant. In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften, Restaurants und Behörden gilt Maskenpflicht. In mehreren Touristenorten in der Bretagne oder in Teilen der Innenstadt der Küstenmetropole Nizza ist die Corona-Schutzmaske auch auf der Straße Pflicht.

Freizeitangebote sind wieder verstärkt möglich, alle Strände und Parks sind wieder zugänglich. Große Museen und Monumente dürfen ebenfalls wieder Besucher empfangen. Berühmte Pariser Museen wie der Louvre sowie der Eiffelturm sind bereits geöffnet.

Portugal: offen

Für Deutsche gibt es in Portugal keine Einreisebeschränkungen. Besucher müssen aber Angaben unter anderem zum Zielort und auch zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts im Lande machen. Zudem wird die Körpertemperatur gemessen. Portugal galt lange Zeit als eines der Länder Europas, die vergleichsweise gut und mit geringen Ansteckungs- und Opferzahlen durch die Krise gekommen waren. Seit einigen Wochen wird aber eine besorgniserregende Zunahme der Neuinfektionen vor allem im Großraum Lissabon verzeichnet. In mehreren (von Touristen weniger besuchten) Vororten der Hauptstadt gilt deshalb seit Ende Juni ein Lockdown, der dieser Tage bis zum 26. Juli verlängert wurde.

Griechenland: offen

Seit Mitte Juni hat Griechenland seine Grenzen geöffnet, seit 1. Juli können auch alle griechischen Flughäfen wieder von Deutschland aus angeflogen werden. Eine Corona-Kontrolle werde es stichprobenartig an den griechischen Flughäfen nach Landung aus dem Ausland geben. Dazu ist ähnlich wie in Spanien und Zypern eine vorherige Online-Registrierung Pflicht. 



Strände und Sehenswürdigkeiten sind wieder geöffnet, Fähren und Flugzeuge zu den Inseln nehmen seit 25. Mai wieder Touristen mit. Hotels und Ferienwohnungen sind seit Ende Juni wieder auf. Sonnenliegen am Strand wie am Pool müssen mindestens drei Meter Abstand haben.

Corona-Krise: Griechenland öffnet seine Grenzen für Touristen aus 29 Ländern, auch aus Deutschland.  (Quelle: imago images/Viennareport)Corona-Krise: Griechenland öffnet seine Grenzen für Touristen aus 29 Ländern, auch aus Deutschland. (Quelle: Viennareport/imago images)

Belgien: offen

Seit Mitte Juni hat das Land seine Grenzen für Reisende aus 31 europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, geöffnet. Belgier dürfen zumindest wieder Besuch von Verwandten aus dem Ausland empfangen. Mittlerweile haben auch Restaurants, Cafés und Bars wieder den Betrieb aufgenommen. Wegen steigender Corona-Fallzahlen sind Anfang August die Beschränkungen wieder verschärft worden. So gilt eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen mit viel Publikum sowie in Bussen und Bahnen, Museen und Geschäften. Gäste in Kneipen und Restaurants müssen Kontaktdaten hinterlassen. Einkaufen gehen darf man nur noch alleine. in der Provinz Antwerpen gilt eine nächtliche Ausgangssperre.

Island: offen

Die stark vom Tourismus abhängige Insel im Nordatlantik gibt Urlaubern seit dem 15. Juni die Möglichkeit, sich direkt bei der Einreise auf Corona testen zu lassen. Damit will die isländische Regierung internationalen Touristen eine Alternative zur seit April vorgeschriebenen 14-tägigen Quarantäne nach der Ankunft geben. 

Für deutsche Island-Abenteurer fällt diese Maßgabe seit dem 16. Juli weg, weshalb sie sich nun ebenso wie Reisende aus Dänemark, Norwegen und Finnland auch ohne Corona-Test auf die Suche nach Gletschern und Geysiren machen können. Bedingung dafür ist lediglich, dass man in den 14 Tagen vor der Einreise nicht in einem Risikogebiet gewesen ist.

Tschechien: offen

Die Einreise ist für Deutsche bereits seit Anfang Juni wieder möglich. Eine Quarantäne oder ein negativer Corona-Test sind nicht erforderlich. Eine Maskenpflicht gilt derzeit noch in der Prager U-Bahn sowie in der östlichen Verwaltungsregion Mährisch-Schlesien, wo es zuletzt mehr Neuinfektionen gegeben hatte. Die Hauptstadt Prag versucht, Touristen mit Kultur-Gutscheinen anzulocken - Hotels und Restaurants im historischen Stadtkern sind aber noch ungewöhnlich leer. Bisher gab es in Tschechien mehr als 350 Todesfälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion.

Bulgarien: offen

Das Urlaubsland am Schwarzen Meer rüstet sich für eine Sommersaison unter Corona-Auflagen. Seit 1. Juni ist Deutschen die Einreise nach Bulgarien ohne Quarantäne wieder gestattet. Bulgarien gehört zu den Ländern, die relativ gering von der Coronavirus-Pandemie betroffen sind. An den langen Badestränden stehen die Liegestühle bereits in großen Abständen. Dosierspender mit Desinfektionsmitteln sowie Isolierräume für Coronavirus-Fälle sollen zum Standard gehören. In dem Balkanland sind Restaurants, Cafés, Museen, Kinos sowie Fitnesszentren und Shoppingmalls wieder geöffnet. Die bereits geöffneten Hotels haben sich auf Corona-Schutzmaßnahmen eingestellt. Wegen schnell steigender Corona-Fallzahlen im Juli sind Mund-Nasen-Masken in gemeinschaftlich genutzten geschlossenen Räumen wieder Pflicht – etwa in Supermärkten, Apotheken, Behörden und Kirchen. Nachtlokale dürfen seit 13. Juli auch die Innenbereiche wieder öffnen, allerdings auch dort bei einer Platzbesetzung von einem Gast pro Quadratmeter.

Finnland: Deutsche dürfen wieder einreisen

Das Land öffnete sich zuerst für Reisende aus dem Baltikum und dem Großteil Skandinaviens wieder. Die Grenzkontrollen für den Straßen-, Flug- und Fährverkehr nach Estland, Lettland, Litauen, Norwegen, Dänemark und Island wurden zum 15. Juni aufgehoben. Deutsche und viele andere Europäer dürfen seit Mitte Juli wieder in das Land im Norden der EU einreisen. Auch die vom Auswärtigen Amt verhängte Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie wurde am 13. Juli wieder aufgehoben, womit für deutsche Reisende keinerlei Beschränkungen oder Quarantänevorschriften im Falle eines Finnland-Urlaubs mehr gelten.

Luxemburg: offen, aber mit Reisewarnung

Das Auswärtige Amt warnt wegen der hohen Infektionszahlen aktuell vor "nicht notwendigen, insbesondere touristischen Reisen" nach Luxemburg. An den Grenzen zum Großherzogtum gibt es keine Kontrollen und keine Einreisebeschränkungen. Maskenpflicht gibt es unter anderem im öffentlichen Nahverkehr. In Geschäften und öffentlichen Einrichtungen muss zudem ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden. In manchen Bereichen gelten unter Umständen noch strengere Bestimmungen.

Norwegen: offen

Für Norwegen wurde die Reisewarnung des AA aufgehoben. Seit 15. Juli dürfen deutsche Urlauber wieder quarantänefrei einreisen, seitdem schießen die Touristenzahlen im Land wieder in die Höhe. Dabei hatte der Norwegen-Urlaub für Deutsche lange in der Schwebe gehangen, da die Norweger ihre Mitte März geschlossenen Grenzen relativ lange dicht ließen. Am 10. Juli gab die norwegische Regierung dann grünes Licht für mehrere Länder mit zufriedenstellenden Corona-Zahlen, darunter auch das für den norwegischen Tourismus so wichtige Deutschland. Die Pflicht zur zehntägigen Quarantäne nach der Ein- oder Rückreise nach Norwegen fällt damit weg.

Ägypten: Grenze offen

Das Land am Mittelmeer hat nach einem langen Flugstopp seine Grenzen seit 1. Juli wieder für ausländische Besucher geöffnet. Die Regierung wirbt laufend mit den strengen Corona-Regeln an beliebten Badeorten wie Scharm el Scheich, um wieder Touristen ins Land zu locken. Urlauber müssen nach Einreise nicht mehr in Quarantäne und können sich frei bewegen. Eine Maskenpflicht gilt unter anderem in Geschäften, Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr. Cafés und Restaurants dürfen derzeit bei 25 Prozent Belegung und bis 22.00 Uhr abends Gäste empfangen. Private Strände, etwa von Hotels, sind unter Auflagen geöffnet. Bei Ankunft muss eine Gesundheitskarte ausgefüllt werden. Zusätzlich gilt weiterhin eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Ägypten bis 31. August

Türkei: offen, aber teilweise Reisewarnung bis zum 31. August

Für die Türkei gilt die Reisewarnung nun zunächst bis zum 31. August. Die Bundesregierung begründet diesen Schritt damit, dass in Ländern außerhalb der EU Reisebeschränkungen und Quarantänevorschriften "ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung" wieder eingeführt werden könnten.

Anfang August hat das Auswärtige Amt die Reisewarnung zumindest teilweise aufgehoben: Die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt seit 4. August.

Die Türkei selbst hofft seit Mitte Juni wieder auf Touristen und darauf, dass auch die Reisewarnung für Drittländer bald aufgehoben wird. 

Nach der Einreise aus Deutschland in die Türkei gibt es inzwischen keine Quarantänepflicht mehr. Am Flughafen wird aber die Temperatur gemessen. Bei Symptomen kann ein Corona-Test durchgeführt werden - das türkische Gesundheitsministerium entscheidet dann über das weitere Vorgehen. An den Stränden gilt ein Sicherheitsabstand, am Pool gibt es nur abgepackte Handtücher, in Flughäfen und Hotels werden Wärmebildkameras eingesetzt. Die Regierung hat ein Zertifikationsprogramm für Gastronomen und Hotels entwickelt. Auch deutsche Firmen stellen Inspektoren.

Istanbul, Türkei: Anfang August hob das Auswärtige Amt für vier türkische Regionen am Mittelmeer ihre Reisewarnung auf. Für die restliche Türkei gilt allerdings bis Ende August die offizielle Reisewarnung.  (Quelle: imago images/Arabian Eye)Istanbul, Türkei: Anfang August hob das Auswärtige Amt für vier türkische Regionen am Mittelmeer ihre Reisewarnung auf. Für die restliche Türkei gilt allerdings bis Ende August die offizielle Reisewarnung. (Quelle: Arabian Eye/imago images)


USA: Kein Zeitplan

Ein Ende des Einreisestopps für die USA ist nicht in Sicht. "Wir haben noch keinen Zeitplan dafür", erklärte eine Regierungssprecherin. Die Reisebeschränkungen hätten "Leben gerettet" und deshalb auch noch Bestand.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 
  • Auswärtiges Amt

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