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Urlaub trotz Corona: So ist die Lage in den wichtigsten Reiseländern

Immer mehr Risikogebiete  

Das ist die aktuelle Lage in beliebten Urlaubsländern

28.09.2020, 13:04 Uhr | t-online, dpa, msc, sms

Urlaub trotz Corona: So ist die Lage in den wichtigsten Reiseländern. Ausblick auf Berggipfel, Gamsjoch und Karwendelgebirge: Tirol zählt seit Ende September auch zu den Corona-Risikogebieten.  (Quelle: imago images/imagebroker)

Ausblick auf Berggipfel, Gamsjoch und Karwendelgebirge: Tirol zählt seit Ende September auch zu den Corona-Risikogebieten. (Quelle: imagebroker/imago images)

Reisewillige müssen ihren Herbsturlaub dieses Jahr nicht unbedingt in Deutschland verbringen. Doch vielerorts werden die Regeln jetzt wieder verschärft. Ein Überblick über die aktuelle Situation (Stand: 15. September 2020) in den wichtigsten Urlaubsländern.

Zum 30. September hat die Bundesregierung die pauschale Reisewarnung für mehr als 160 Länder weltweit aufgehoben. Trotzdem werden immer mehr Urlaubsregionen zu Corona-Risikogebieten und für viele Länder gilt auch weiterhin eine Reisewarnung. Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten müssen bei der Heimkehr außerdem zum Corona-Test. Ein Überblick (Stand: 15. September 2020): Wo gilt Maskenpflicht? Muss ich nach der Einreise in Quarantäne? Und was muss man am Strand beachten?

Dieser Text wurde zuletzt Mitte September 2020 aktualisiert. Alle aktuellen Informationen zu Grenzöffnungen und Reisewarnungen finden Sie auf der Homepage des Auswärtigen Amtes.
 

Kroatien: offen

Kroatien erlaubt Bundesbürgern die Einreise ohne Nachweis von Gründen. Seit 10. Juli gilt dies für die Bürger aller EU-Staaten. Die Reisenden müssen an der Grenze lediglich erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt. Ein entsprechendes Formular kann vor Reiseantritt aus dem Internet heruntergeladen werden. An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll verhindert werden. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt seit dem 13. Juli wieder eine Maskenpflicht.


Um längere Wartezeiten zu vermeiden, können Urlauber schon vor der Einreise ein Formblatt auf der Webseite "entercroatia.mup.hr" ausfüllen.

Kroatien: Bereits seit 9. Mai dürfen Ausländer ohne Corona-Test und ohne Quarantäne-Auflagen einreisen, wenn sie eine Unterkunft in Kroatien gebucht haben. (Quelle: Getty Images/Rocky89)Kroatien: Bereits seit 9. Mai dürfen Ausländer ohne Corona-Test und ohne Quarantäne-Auflagen einreisen, wenn sie eine Unterkunft in Kroatien gebucht haben. (Quelle: Rocky89/Getty Images)

Spanien: Reisewarnung

In Spanien waren im Juni die Hoffnungen groß, nach einem dreimonatigen Lockdown mit einem blauen Auge davongekommen zu sein und die Tourismussaison noch retten zu können. Aber die Öffnung des Landes kam offensichtlich zu früh. Ab Ende Juli stieg die Zahl der Neuinfektionen wieder stark an. Inzwischen hat sich das beliebteste Urlaubsland der Deutschen zum europäischen Corona-Hotspot Nummer eins entwickelt. Spanien ist das erste EU-Land, das von der Bundesregierung wieder komplett als Risikogebiet eingestuft wurde.

Dort kann man auch ablesen, was auch hierzulande alles drohen könnte, wenn die neue Corona-Welle nicht bald abflacht: Landesweit gilt Maskenpflicht und ein weitgehendes Rauchverbot außerhalb der eigenen vier Wände. Restaurants, Kinos, Museen, Theater und Konzerthallen sind entweder geschlossen oder dürfen nur die Hälfte der normalen Besucher einlassen. Die Zahl der Menschen, die an privaten Treffen teilnehmen dürfen, ist in vielen Kommunen begrenzt, zum Teil auf nur sechs Personen. In 86 Gemeinden landesweit gelten mehr oder weniger weitreichende Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, wie etwa auf Mallorca, wo mehrere Stadtteile von Palma teilweise abgeriegelt sind.

Im Mittelpunkt aber steht die spanische Hauptstadt Madrid. Dort sind inzwischen 45 Wohngebiete mit mehr als einer Million Einwohnern teilweise abgesperrt. Die Zentralregierung riet am Freitag sogar dazu, die gesamte Stadt und ihr Umland mit 6,6 Millionen Menschen abzuriegeln. Die Regionalregierung versucht das jedoch aus Sorge um die Wirtschaft zu vermeiden.

Reiseveranstalter sagten mittlerweile zahlreiche Pauschalreisen nach Mallorca und andere Regionen ab und boten Urlaubern einen vorzeitigen Rückflug an. Für Rückkehrer aus Risikogebieten gilt generell, dass sie sich beim Gesundheitsamt melden müssen. Zudem gibt es eine Testpflicht bei der Heimkehr. Länder wie Großbritannien oder Norwegen ordneten sogar Zwangsquarantäne für Rückkehrer aus dem wichtigsten europäischen Urlaubsland an.



Wer trotzdem noch nach Spanien reisen möchte, sollte beachten, dass man vor der Reise ein Onlineformular ausfüllen sollte und dann einen QR-Code erhält, der bei der Einreise per Flugzeug vorzuweisen ist. 

Ein Nachtleben gibt es praktisch nicht mehr, nachdem Clubs, Diskotheken, Orte mit Live-Musik und andere Lokale schließen mussten. Manche kleinere Gebiete sind wegen lokaler Ausbrüche abgeriegelt. 

Lanzarote: Spanien öffnet ebenfalls seine Grenzen für ausländische Touristen.  (Quelle: imago images/Cavan Images)Lanzarote: Spanien öffnet ebenfalls seine Grenzen für ausländische Touristen. (Quelle: Cavan Images/imago images)

Niederlande: offen

Ein Einreiseverbot für Deutsche in die Niederlande gab es während der gesamten Corona-Krise nicht. Die Grenzen sind offen. Für Spanien, Frankreich und Belgien haben die Niederlande allerdings ihre Reisewarnungen verschärft. Von Reisen nach unter anderem Paris, die Region um Marseille, Brüssel, Ibiza und Mallorca wird abgeraten. Wer aus diesen Ländern in die Niederlande einreist, soll für 14 Tage in Heim-Quarantäne.

Die Hauptstadt Amsterdam hat Touristen zudem dazu aufgerufen, auf Besuche am Wochenende zu verzichten. Tagesgäste sollten ihren Besuch lieber auf Montag bis Donnerstag verschieben. Von den schnell zunehmenden Neuinfektionen sind besonders Amsterdam und Rotterdam betroffen. Dort gelten auch die strengsten Regeln. An belebten Plätzen, in Geschäften in der City und im Rotlichtviertel muss eine Gesichtsmaske getragen werden.

Premier Mark Rutte ermahnte Touristen dringend, Gedränge in Amsterdam zu meiden. Der Zustrom von Touristen hat so zugenommen, dass der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Dieser ist Pflicht, auch in Geschäften und an Stränden.


Ein Platz in Kneipen und Restaurants muss reserviert werden, Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht. Touristen sollen aber Bus, Bahn oder Metro möglichst nicht zu Stoßzeiten nutzen.

Auch Urlaubsunterkünfte müssen unbedingt vorab reserviert werden, mahnen die Behörden. Das gilt ebenso für Museen und viele andere Sehenswürdigkeiten.

Schweden: offen

Die Schweden haben ihre lange Zeit verhältnismäßig hohen Todes- und Infektionszahlen mittlerweile einigermaßen in den Griff bekommen. Die schwedischen Grenzen sind für EU-Bürger offen, die Anreise per Flugzeug, Fähre oder Auto über die Öresundbrücke zwischen Kopenhagen und Malmö ist möglich, und auch innerhalb des Landes gibt es nur wenige Beschränkungen. Angesichts der sinkenden Infektionszahlen hob das Auswärtige Amt Mitte Juli seine Reisewarnung für das skandinavische Land auf.


Schweden: Vor allem über die Sommermonate wird eine "anhaltend hohe Beanspruchung des Gesundheitswesens" erwartet. (Quelle: imago images/Westend61)Schweden: Vor allem über die Sommermonate wird eine "anhaltend hohe Beanspruchung des Gesundheitswesens" erwartet. (Quelle: Westend61/imago images)

Italien: offen

Italien gilt als europäischer Corona Hotspot der ersten Stunde. Der Schock von damals sitzt bis heute tief. Rom reagierte Anfang März mit einem harten, langen Lockdown. Angesichts von seither bald 36.000 Corona-Toten schweißt die Angst vor einer zweiten Welle auch nach den Lockerungen vom Sommer viele Italiener zusammen: Nicht wenige tragen tagsüber auf der Straße selbst dann Schutzmasken, wenn es nicht vorgeschrieben ist. Politiker in Rom und in vielen Regionen reagieren schnell mit neuen Einschränkungen, sobald die Infektionszahlen stärker ansteigen. Obwohl der Tourismus zuletzt angezogen hat und die ersten größeren Reisegruppen wieder mit Fähnchen und Führer durch Rom ziehen, dominiert im Land weiter die Hoffnung auf einen glimpflichen Virusinfektionsverlauf im Herbst.

Die meisten Reisenden aus der EU oder aus dem Schengenraum dürfen seit Juni ohne Beschränkungen nach Italien einreisen. Für Urlauber aus Bulgarien und Rumänien gilt allerdings genauso wie für Besucher aus Nicht-EU-Ländern eine zweiwöchige Quarantänepflicht. Wer aus Kroatien, Griechenland, Malta oder Spanien anreist, unterliegt einer Corona-Testpflicht.

Die Infektionszahlen steigen mittlerweile wieder an. In Geschäften, Zügen oder anderen geschlossenen Räumen gilt eine Maskenpflicht. Auch auf Plätzen und vor Lokalen, wo häufig viele Menschen stehen, muss von 18 Uhr bis 6 Uhr morgens eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Alle Diskotheken, auch im Freien, wurden geschlossen.


Größere Ansammlungen sind verboten, stehen die Leute zu eng zusammen und trinken auf der Piazza, greift die Polizei häufig ein. Auch an Stränden müssen Distanzregeln eingehalten werden, was teils aber nicht richtig gelingt. In den Bars und Restaurants haben viele Wirte ihre Tische fast komplett nach draußen gestellt. Manchmal gibt es zusätzlich eine Plexiglas-Abtrennung zum nächsten Tisch. Vorherige Reservierungen sind erwünscht, aber kein Muss.

Seit Mitte Juni sind auch Kinos, Theater und Opernhäuser wieder geöffnet, allerdings sind viele Konzerte langfristig abgesagt. Es gelten weiter Gesundheitsregeln, die meist strenger als in Deutschland sind.

Immer mehr Regionen in Italien verschärfen ihre Vorsichtsmaßnahmen gegen Corona-Ansteckungen allerdings aktuell. So kündigte Sizilien den Start von Schnelltests für alle aus dem Ausland einreisenden Menschen an. Außerdem soll ab 30. September auf der Mittelmeerinsel im Freien eine Maskenpflicht für alle Personen über sechs Jahre gelten, sobald ein fremder Mensch in der Nähe ist. Diese Maßnahmen kündigte Regionalpräsident Nello Musumeci am Sonntag an. "Wir kommen mit dem Beginn der Grippesaison in eine heikle Phase der Epidemie", erläuterte er.

Die Maßnahmen gelten zunächst bis 30. Oktober. Außerdem müssen Einreisende aus dem Ausland sich auf einer Internetseite der Region anmelden, oder beim Arzt. Bei der Ankunft soll man etwa an Flughäfen und in Häfen Corona-Schnelltests machen.

Die süditalienische Region Kampanien hatte Mitte September zudem die Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Freien erlassen. Diese gilt rund um Neapel zunächst bis zum 4. Oktober. Auch in Teilen der ligurischen Hafenstadt Genua muss die Schutzmaske inzwischen im Freien getragen werden. In ganz Italien gilt die Maskenpflicht in Geschäften, Zügen und anderen geschlossenen Räumen. Auf öffentlichen Plätzen mit Gedränge soll zwischen 18 und 6 Uhr ein solcher Schutz getragen werden.

Die Ferieninsel Sardinien war dagegen Mitte September vorerst mit dem Versuch gescheitert, bei der Einreise einen negativen Corona-Test zu fordern. Ein Verwaltungsgericht hatte dem Einspruch der Regierung Italiens stattgegeben. Rom sah die Reisefreiheit eingeschränkt.

Irland: offen, mit Selbstisolation

Reisende aus Deutschland müssen nach ihrer Ankunft in Irland weiterhin zwei Wochen in Isolation gehen – die Quarantäne ist zwar nicht verpflichtend, wird allerdings von der Polizei kontrolliert.

Bei der Einreise müssen zudem Kontaktdaten hinterlassen werden. Wer gegen die Ausfüllpflicht verstößt, muss mit einer Geldbuße von bis zu 2.500 Euro oder sechs Monaten Freiheitsstrafe rechnen.

In öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis, in Geschäften und Einkaufszentren sowie in Restaurants und Bars, sofern man nicht am Tisch sitzt, gilt eine Maskenpflicht. Auch hier können Verstöße mit Geldstrafen von bis zu 2.500 Euro geahndet werden. 

Großbritannien: offen

Reisende aus Deutschland können inzwischen ohne Einschränkungen einreisen. Es muss aber ein Formular mit Kontaktdaten und Informationen zu früheren Reisezielen ausgefüllt werden. Für Reisende aus vielen anderen Ländern gilt weiterhin die Pflicht zur 14-tägigen Quarantäne. Dazu gehören inzwischen auch wieder eine ganze Reihe europäischer Länder wie Frankreich sowie Belgien und die Niederlande.

Innerhalb Großbritanniens bestimmt jeder Landesteil über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. So gibt es beispielsweise unterschiedliche Regelungen zur Maskenpflicht in England und Wales. In mehreren Gebieten gibt es derzeit lokal begrenzte Kontaktbeschränkungen.

Zypern: offen

Auch auf Zypern ist die Zahl der Infektionen wieder leicht angestiegen. Wer nach Zypern fährt, muss sich vorab elektronisch anmelden. Bei Ankunft gibt es nach dem Zufallsprinzip Temperaturmessungen und Covid-19-Tests. Werden Sie positiv auf das Coronavirus getestet, müssen Sie in eine 14-tägige Quarantäne. Die Urlaubsinsel hat verglichen mit anderen Staaten Europas eine sehr niedrige Infektionsrate.

Slowenien: offen

Das EU-Land zwischen Alpen und Adria lässt Reisende aus Deutschland und mehreren anderen europäischen Ländern ohne Auflagen einreisen. Wer dort Urlaub machen will, muss nicht einmal mehr eine Buchungsbestätigung vorlegen. Darüber hinaus können Bürger aus diesen sowie anderen Ländern im Transit durch das kleine Land reisen. Slowenien dient jenen Urlaubern aus Deutschland als Durchreiseland, die mit dem eigenen Wagen nach Kroatien fahren. Es verfügt selbst über einen 46 Kilometer langen Abschnitt an der Adria mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur. Es gelten Abstandsregeln, in geschlossenen öffentlichen Räumen und öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine Maske getragen werden.

Slowakei: offen

Deutsche können ohne Einschränkungen in die Slowakei einreisen. Nur für Transitreisen aus Risikostaaten gibt es Quarantänevorschriften, deren Nichteinhaltung bestraft wird. Das Land war vom Coronavirus weniger betroffen und hat deshalb die meisten anfangs sehr strengen Corona-Schutzmaßnahmen wieder gelockert.

Weiterhin ist in geschlossenen Räumen ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, zudem im Freien, wenn ein Abstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. 

Ungarn: geschlossen

Bisher war Ungarn von Covid-19 weniger stark betroffen, in den vergangenen Wochen gibt es allerdings einen Anstieg der Neuinfektionen. Deshalb hat Ungarn die Einreise seit dem 1. September zunächst bis zum 1. Oktober wieder beschränkt. Unter anderem Deutsche können nun nicht mehr ohne Weiteres einreisen. Einreisen können grundsätzlich nur noch ungarische Staatsangehörige und einige andere Personengruppen, für die Ausnahmeregelungen gelten wie Aufenthaltsberechtigte, Sportler oder andere Personen, die aus beruflichen Gründen nach Ungarn reisen. 

Malta: offen

Zunächst war Malta nur wenig von der Corona-Pandemie betroffen – seit Juli steigen die Infektionszahlen stark an. 

Nach Malta dürfen Bürger aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und vielen weiteren Ländern Europas, die als "sicher" eingestuft sind, in der Regel wieder ohne Beschränkungen einreisen. Allerdings dürfen sie in den vergangenen 14 Tagen nicht außerhalb dieser "sicheren" Länder gewesen sein. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes messen die Malteser bei der Ankunft die Körpertemperatur. Liegt sie bei 37,2 Grad Celsius oder höher, wird ein Corona-Test durchgeführt.

Seit Mitte August sind Bars, Nachtclubs, Clubs und Diskotheken wieder geschlossen. Auch der Betrieb von Partybooten ist untersagt. Veranstaltungen sind auf 15 Personen begrenzt. In Geschäften, öffentlichen Gebäuden und im öffentlichen Nahverkehr gilt eine Maskenpflicht. 

Polen: offen

Das Land hat seine Grenzen zu allen EU-Nachbarländern am 13. Juni wieder geöffnet. Einreisende EU-Ausländer und Polen müssen nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne. Hotels, Einkaufszentren sowie Restaurants und Cafés sind geöffnet. Das Gleiche gilt für Friseursalons und Kosmetikstudios. Auch Schwimmbäder und Fitnessstudios sind in den meisten Regionen in Betrieb.

In Polen gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants, Geschäften und Museen. Die Zugverbindungen mit Deutschland, darunter der EC zwischen Berlin und Warschau, laufen planmäßig. Seit dem 1. Juli fliegt die polnische Fluglinie Lot wieder Ziele im Ausland an, darunter auch Hamburg, Frankfurt und Berlin. Andere Verbindungen, beispielsweise nach Hannover, werden aber erst Ende Oktober wieder aufgenommen.

Dänemark: offen

Sie können weiterhin ohne Einschränkungen nach Dänemark reisen. Die Zahl der Neuinfektionen in Dänemark ist seit längerem gering, zeigt nun aber wieder nach oben. Besonders die Lage in der zweitgrößten Stadt Aarhus beunruhigt die Dänen. Restaurants, Cafés und Geschäfte sind landesweit offen. Seit 22. August muss man in öffentlichen Verkehrsmitteln in Dänemark einen Mundschutz tragen. Für die Färöer Inseln und Grönland gelten andere Einreisebedingungen. 

Österreich: offen

Die Infektionszahlen in Österreich steigen derzeit stark an, besonders betroffen ist Wien. Die Einreise aus Deutschland ist dennoch weiterhin problemlos möglich. Auch die Grenzkontrollen wurden aufgehoben und es finden nur noch stichprobenartige Kontrollen in Grenznähe statt. 

Das an den Bodensee grenzende Bundesland Vorarlberg steht seit 23. September neben der Hauptstadt Wien auf der Liste der Corona-Risikogebiete der Bundesregierung. Am 24. September wurden zudem auf Österreichs offizieller Corona-Ampel die Tiroler Bezirke Landeck und Schwaz neu als Gebiete mit hohem Risiko bewertet. Zu Landeck gehört das Skigebiet Ischgl, das wegen der vielen Infektionen im März Berühmtheit erlangt hat. Dort wollen die Tourismusbetriebe nicht nur das Aprés-Ski-Verbot der Regierung umsetzen, sondern Gäste auch mit weiteren Maßnahmen locken. Unter anderem sind Virustests für Mitarbeiter geplant. 



Eine Maskenpflicht gilt etwa in allen Geschäften, Apotheken, der Post und in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, darunter auch Seilbahnen, Taxis oder Ausflugsschiffe. Hotels, Restaurants und touristische Attraktionen sind wieder geöffnet.

Auch das österreichische Bundesland Tirol steht auf der Liste der Corona-Risikogebiete. Damit verband die Bundesregierung wegen rasant steigender Infektionszahlen auch eine Warnung vor touristischen Reisen. "Diese Entscheidung stellt einen schweren Schlag für unseren Wirtschaftsstandort, unseren Arbeitsmarkt und ganz Tirol dar", sagte Tirols Landeschef Günther Platter. "Im Sommer haben wir gezeigt, dass wir ein sicherer Gastgeber sind. In den letzten drei Monaten waren von 1.800 in Tirol Infizierten nur 55 ausländische Gäste." Tirol hatte am Freitag 67 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet.

Wien: Wer nicht so gern wandert, den zieht es oft in die österreichische Hauptstadt.  (Quelle: imago images/Xinhua)Wien: Wer nicht so gern wandert, den zieht es oft in die österreichische Hauptstadt. (Quelle: Xinhua/imago images)

Schweiz: offen

Seit Mitte Juni steigen die Infektionszahlen in der Schweiz stark an, was dazu führt, dass es mittlerweile eine Reisewarnung sowie für die Kantone Genf und Waadt (Vaud) eine Einstufung als Risikogebiete gibt. 

Davon abgesehen können Deutsche uneingeschränkt in die Schweiz reisen. Für Reisende aus Risikogebieten gilt allerdings weiterhin eine Quarantänepflicht – dazu zählen auch Spanien und Kroatien. In der Schweiz gilt eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. 

Die Schweizer Skigebiete setzen auf das Prinzip Hoffnung. Das Skigebiet Zermatt will bis Ende November sämtliche Pisten öffnen, sagt eine Sprecherin von Zermatt Tourismus. Auf der Piste sei man ja an der frischen Luft und der Abstand kein Thema. Auch im Engadin werde "wie immer mit viel Vorfreude" die Skisaison geplant, unter anderem mit einer neuen Skicross- und Freeride-Piste, sagt der Chef von Engadin St. Moritz Mountains, Markus Meili. Schweiz Tourismus ist aber realistisch: "Bei der Anzahl Gästen aus dem Ausland ist ein Einbruch aber sehr wahrscheinlich", sagt eine Sprecherin. Deutsche sind mit Abstand die wichtigste Touristengruppe. Auf sie entfallen im Winter in der Regel doppelt so viele Hotelnächte wie auf die nächstplatzierten Briten.


Frankreich: offen

Das Nachbarland mit den größten Corona-Problemen ist derzeit Frankreich. In den meisten großen Städten herrscht eine hohe Warnstufe, es wird Einschränkungen bei den Öffnungszeiten von Bars geben. Beim Tennis-Turnier French Open in Paris sind nur 1.000 Zuschauer zugelassen. In der südfranzösischen Hafenmetropole Marseille sollen Restaurants und Bars sogar ganz geschlossen bleiben. Die Stadt ist empört über diese von der Regierung in Paris auferlegte Maßnahme und fühlt sich bevormundet.

Zuletzt meldeten die Behörden in Frankreich mehr als 16.000 Neuinfektion innerhalb eines Tages. In der an Deutschland grenzenden Region Grand Est ist die Lage zwar noch verhältnismäßig entspannt. Doch auch dort gibt es Anlass zur Sorge: Im Département Bas-Rhin etwa, in dem die Elsass-Metropole Straßburg liegt, haben sich zuletzt innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 Menschen mit Corona infiziert. Im Frühjahr hatten Grenzkontrollen dort für erhebliche Verstimmungen gesorgt.

Die Einreise nach Frankreich ist bisher für Deutsche kein Problem. Da die Zahl der Neuinfektionen zuletzt gestiegen ist, gilt in vielen Städten des Landes, darunter auch Paris, eine generelle Maskenpflicht. In öffentlichen Verkehrsmitteln und öffentlichen geschlossenen Räumen wie beispielsweise Geschäften ist die Maske landesweit Pflicht.

Touristen vor dem Eiffelturm: Die Infektionszahlen in Frankreich steigen derzeit dramatisch an.  (Quelle: imago images/Hans Lucas)Touristen vor dem Eiffelturm: Die Infektionszahlen in Frankreich steigen derzeit dramatisch an. (Quelle: Hans Lucas/imago images)

Tickets für viele Sehenswürdigkeiten wie den Eiffelturm oder den Louvre in Paris sind begrenzt, damit Besucher genügend Abstand halten können. Eintrittskarten müssen meistens schon vorab online reserviert oder gekauft werden. Viele Restaurants haben ihre Terrassen erweitert, um mehr Gäste im Freien bewirten zu können. 

Portugal: offen

Für Deutsche gibt es in Portugal keine Einreisebeschränkungen. Besucher müssen aber Angaben unter anderem zum Zielort und auch zur Erreichbarkeit während des Aufenthalts im Lande machen. Zudem wird die Körpertemperatur gemessen.

Portugal galt lange Zeit als eines der Länder Europas, die vergleichsweise gut und mit geringen Ansteckungs- und Opferzahlen durch die Krise gekommen waren. Seit einigen Wochen wird aber eine Zunahme der Neuinfektionen vor allem im Großraum Lissabon verzeichnet. Es besteht anders als in Spanien keine generelle Maskenpflicht auch im Freien, aber immer mehr Städte und Regionen wie etwa Madeira haben das regional angeordnet. Der Strandbadebetrieb ist unter Auflagen wieder aufgenommen. Ein Ampelsystem und eine Echtzeit-Onlineplattform mit Auskunft über die Belegung sollen bei der Einhaltung der Hygieneregeln helfen.

Griechenland: offen

Seit Mitte Juni hat Griechenland seine Grenzen geöffnet, seit 1. Juli können auch alle griechischen Flughäfen wieder von Deutschland aus angeflogen werden. Dazu ist ähnlich wie in Spanien und Zypern eine vorherige Online-Registrierung Pflicht.

Corona-Krise: Griechenland öffnet seine Grenzen für Touristen aus 29 Ländern, auch aus Deutschland.  (Quelle: imago images/Viennareport)Corona-Krise: Griechenland öffnet seine Grenzen für Touristen aus 29 Ländern, auch aus Deutschland. (Quelle: Viennareport/imago images)

Griechenland ist trotz steigender Neuinfektionszahlen weiterhin relativ wenig von Covid-19 betroffen. Regionale Schwerpunkte sind die Regionen Attika (Hauptstadtregion Athen) und Thessaloniki/Zentralmakedonien.

Seit 17. August müssen alle auf dem Landweg Einreisenden einen negativen Corona-Test vorlegen, egal aus welchem Land sie stammen. Der Test darf nicht älter als drei Tage sein.


Strände und Sehenswürdigkeiten sind wieder geöffnet, Fähren und Flugzeuge zu den Inseln nehmen seit 25. Mai wieder Touristen mit. An den Stränden müssen die Sonnenschirme allerdings mindestens vier Meter entfernt voneinander stehen. Hotels und Ferienwohnungen sind seit Ende Juni wieder auf. Sonnenliegen am Strand wie am Pool müssen mindestens drei Meter Abstand haben.

Belgien: offen

Touristen aus Deutschland können grundsätzlich einreisen, Sie müssen allerdings zuvor ein Onlineformular ausfüllen. Seit 14. August stuft das belgische Außenministerium zudem einige EU-Regionen als "orange Zonen" ein, darunter in Deutschland derzeit die Regierungsbezirke Stuttgart, Karlsruhe, Tübingen, Mittelfranken, Schwaben, Düsseldorf, Darmstadt und Ober- und Niederbayern.

Einreisenden aus diesen Gebieten wird eine 14-tägige häusliche Quarantäne oder ein Corona-Test nach Einreise nach Belgien dringend empfohlen. Ausnahmen gelten für Berufspendler, Saisonarbeiter und Berufskraftfahrer sowie bei bestimmten Reisegründen. Wegen der stark steigenden Infektionszahlen warnt das Auswärtige Amt derzeit vor Reisen nach Brüssel. 

Island: offen

Angesichts der international wie auch auf Island wieder steigenden Zahlen hat die Regierung alle anderen Länder als Hochrisikogebiete eingestuft. Wer nach Island reist, muss zunächst ein Registrierungsformular ausfüllen und kann im Anschluss wählen, ob er sich in eine zweiwöchige Quarantäne begibt oder einen Corona-Test durchführen lässt.

Der Test und kostet bei Zahlung vor der Einreise etwa 58 Euro, bei Zahlung bei Einreise rund 70 Euro. Danach müssen Sie sich für fünf bis sechs Tage in Quarantäne begeben und dann einen zweiten, kostenfreien Test machen. Erst wenn der Test negativ ausfällt, darf die Quarantäne beendet werden. 

Tschechien: offen

Die Einreise ist für Deutsche seit Anfang Juni wieder möglich. Innerhalb von fünf Tagen muss dann allerdings ein Corona-Test erfolgen. Seit dem 10. September gilt in ganz Tschechien die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in allen Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln. 

Wegen stark angestiegener Infektionszahlen gilt ganz Tschechien als Risikogebiet, gleichzeitig wurde eine Reisewarnung ausgesprochen. 

Bulgarien: offen

Die Einreise aus Deutschland ist mittlerweile wieder ohne Vorlage eines negativen Corona-Tests möglich. In Bulgarien gilt ein Betretungsverbot von Lebensmittelgeschäften und Apotheken für Personen unter 60 Jahren in der Zeit von 8.30 bis 10.30 Uhr. Zudem besteht eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und geschlossenen öffentlichen Räumen. 

Finnland: geschlossen

Finnland macht die Einreise vom Infektionsgeschehen abhängig: Bei mehr als 25 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen zwei Wochen ist eine Einreise nicht erlaubt. Diesen Grenzwert überschreitet auch Deutschland. Deshalb gelten seit Ende August Einreisebeschränkungen: Nicht notwendige touristische Reisen sind verboten, andere Reisende müssen sich nach der Einreise in Quarantäne begeben. 

Luxemburg: offen

Momentan gibt es zwischen Luxemburg und Deutschland keine Grenzkontrollen oder Einschränkungen bei der Einreise. Ende September wurde die Einstufung als Risikogebiet erneut eingeführt. Gleichzeitig hat das Auswärtige Amt wieder eine Reisewarnung für Luxemburg ausgesprochen.

Restaurants, Bars und auch Theater oder Kinos sind offen, häufig müssen Sie sich allerdings im Voraus online anmelden. Im Freien und in Privathaushalten dürfen maximal zehn Personen zusammenkommen. Zudem besteht eine Maskenpflicht im Nahverkehr, in Geschäften und Supermärkten sowie in öffentlichen Einrichtungen. 

Norwegen: offen, aber Quarantänepflicht

Seit Ende August hat Norwegen Deutschland als Risikogebiet eingestuft. Das bedeutet, dass Reisende aus Deutschland einer Quarantänepflicht unterliegen. Wenn Sie nach Norwegen reisen, müssen Sie sich zehn Tage in Quarantäne begeben und dafür eine feste Adresse nachweisen. Zudem müssen Sie eine geeignete Unterkunft vorweisen, in der Sie sich beispielsweise Waschräume, Küchen oder Ähnliches nicht mit anderen Gästen teilen. Die Grenzpolizei entscheidet im Einzelfall, ob Sie einreisen dürfen. 

Ägypten: offen, aber Reisewarnung

Das Land am Mittelmeer hat nach einem langen Flugstopp seine Grenzen seit 1. Juli wieder für ausländische Besucher geöffnet. Seit Mitte August ist für die Einreise nach Ägypten ein negativer PCR-Test erforderlich, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Ägypten zählt allerdings zu den Risikogebieten und es gilt die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. 


Eine Maskenpflicht gilt unter anderem in Geschäften, Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr. Cafés und Restaurants dürfen derzeit bei 25 Prozent Belegung und bis 22 Uhr abends Gäste empfangen. Private Strände, etwa von Hotels, sind unter Auflagen geöffnet. Bei Ankunft muss eine Gesundheitskarte ausgefüllt werden.

Türkei: offen, aber teilweise Reisewarnung 

Die Bundesregierung hat im August die Reisewarnung für die wichtigsten Urlaubsgebiete in der Türkei aufgehoben und zwar für die Provinzen Aydin, Izmir, Mugla und Antalya. Für den Rest des Landes gilt die Reisewarnung zunächst weiter. Alle, die aus der Türkei nach Deutschland zurückreisen, müssen bei der Ausreise einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Begründet wurde die teilweise Aufhebung mit der relativ niedrigen Zahl von Neuinfektionen in diesen Gebieten und dem "speziellen Tourismus- und Hygienekonzept", das die türkische Regierung entwickelt hat. Mit Blick auf das ganze Land sind die täglichen Fallzahlen allerdings kürzlich wieder gestiegen. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige für das Land.


An den Stränden gilt ein Sicherheitsabstand, am Pool gibt es nur abgepackte Handtücher, in Flughäfen und Hotels werden Wärmebildkameras eingesetzt. Die Regierung hat ein Zertifikatsprogramm für Gastronomen und Hotels entwickelt. Auch deutsche Firmen stellen Inspektoren.

Istanbul, Türkei: Anfang August hob das Auswärtige Amt für vier türkische Regionen am Mittelmeer ihre Reisewarnung auf. Für die restliche Türkei gilt allerdings bis Ende August die offizielle Reisewarnung – einreisen können Sie dennoch.  (Quelle: imago images/Arabian Eye)Istanbul, Türkei: Anfang August hob das Auswärtige Amt für vier türkische Regionen am Mittelmeer ihre Reisewarnung auf. Für die restliche Türkei gilt allerdings bis Ende August die offizielle Reisewarnung – einreisen können Sie dennoch. (Quelle: Arabian Eye/imago images)

USA: Kein Zeitplan

Ein Ende des Einreisestopps für die USA ist nicht in Sicht. Seit dem 13. März 2020 gilt ein Einreiseverbot für alle, die sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in Deutschland oder einem anderen Schengenstaat aufgehalten haben. Es gibt nur wenige Ausnahmen, beispielsweise für US-Staatsbürger oder enge Verwandte. "Wir haben noch keinen Zeitplan dafür", erklärte eine Regierungssprecherin zum Ende der Einreisestopps. Die Reisebeschränkungen hätten "Leben gerettet" und deshalb auch noch Bestand.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 
  • Auswärtiges Amt
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
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