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Urlaub in Kroatien: Corona – das sollten Sie über die Reisewarnung wissen

Risikogebiete ausgewiesen  

Das sollten Sie bei einem Urlaub in Kroatien beachten

Von Manfred Schäfer, Sandra Simonsen

21.08.2020, 14:33 Uhr
Urlaub in Kroatien: Corona – das sollten Sie über die Reisewarnung wissen . Altstadt und Weltkulturerbe Dubrovnik: Das beliebte Reiseziel können Touristen seit Ende Mai wieder besuchen. (Quelle: imageBroker/Günter Flegar)

Altstadt und Weltkulturerbe Dubrovnik: Das beliebte Reiseziel können Touristen seit Ende Mai wieder besuchen. (Quelle: imageBroker/Günter Flegar)

Kroatien hatte bisher vergleichsweise wenige Corona-Infektionen. Jetzt steigen die Zahlen an. Jetzt hat das RKI Teile Kroatiens als Risikogebiete eingestuft. Welche Probleme könnten dabei auf Sie zukommen?

Wegen der guten epidemiologischen Situation in Kroatien hatte das Land seine Grenzen bereits im Juni wieder für Touristen geöffnet. Jetzt steigen die Infektionszahlen in Kroatien allerdings stark an, sodass Österreich bereits eine offizielle Reisewarnung ausgesprochen hat. Auch das Auswärtige Amt spricht von erhöhten Infektionszahlen, die mittlerweile über den Werten vom Frühjahr liegen und hat eine Reisewarnung für Teile des Landes ausgesprochen. Zusätzlich hat auch das Robert Koch-Institut reagiert und Teile Kroatiens als Risikogebiete ausgeschrieben. Regionale Schwerpunkte sind bisher die Hauptstadt und das Umland von Zagreb, Slawonien sowie die Gespanschaft Split-Dalmatien. Was sollten Sie deshalb bei Ihrer Reise nach Kroatien beachten?

Wer kann nach Kroatien einreisen?

Eine Urlaubsreise nach Kroatien war für alle Touristen aus der Europäischen Union bereits seit Ende Mai wieder möglich. Für Einreisen nach Kroatien aus den EU-Mitgliedstaaten und den Schengen-assoziierten Staaten besteht derzeit keine Quarantäne- oder Testpflicht. 

Welche Gebiete sind jetzt Risikogebiete und wo gilt die Reisewarnung?

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat das Auswärtiges Amt für Teile Kroatiens eine Reisewarnung ausgesprochen. Die Reisewarnung gilt seit 20. August für zwei südliche Verwaltungsbezirke, die sogenannten Gespanschaften Ibenik-Knin sowie Split-Dalmatien. Gleichzeitig werden die beiden Regionen in die Liste der Risikogebiete aufgenommen.

"In den Gespanschaften Ibenik-Knin und Split-Dalmatien liegen die Inzidenzen derzeit bei mehr als 50 Fällen pro 100.000 Einwohner auf sieben Tage", betonte das Auswärtige Amt. Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Was bedeutet die österreichische Reisewarnung für deutsche Urlauber?

Nach Angaben des ADAC hat die Reisewarnung aus Österreich auch Konsequenzen für deutsche Urlauber. Während Österreicher, die Urlaub in Kroatien gemacht haben nun eine Test- und Quarantänepflicht erwartet, müssen deutsche Urlauber vor allem bei ihrer Rückreise mit dem Auto aus Kroatien einiges beachten.

Die offizielle österreichische Reisewarnung bedeutet laut ADAC, dass Sie als Reiserückkehrer aus Kroatien Österreich ohne Zwischenstopp durchqueren müssen. Missachte man diese Bestimmung, drohen hohe Geldstrafen. Der Automobilclub empfiehlt Reisenden daher, auf ihrer Rückreise bei Bedarf noch kurz vor der österreichischen Grenze in Slowenien einen Stopp einzulegen.

Wie können Sie nach Kroatien reisen?

Bei der Einreise werden Ihre Kontaktdaten für die Dauer Ihres Aufenthalts in Kroatien registriert. Damit Sie an der Grenze oder auf dem Flughafen nicht zu lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, wird empfohlen, die Registrierung vorab online vorzunehmen. 


Seit Juli ist auch der internationale Flugverkehr wieder mit regelmäßigen Verbindungen nach Kroatien gestartet. Die Fluggesellschaft Croatia Airlines hatte bereits am 28. Mai die Verbindung zwischen Zagreb und Frankfurt wieder aufgenommen. Weitere Airlines wie Lufthansa und Eurowings oder Reiseveranstalter fliegen seit Juni wieder nach Kroatien.

Die Auto-Durchfahrt durch Österreich und Slowenien ist frei, wegen der österreichischen Reisewarnung kommt es aktuell allerdings zu langen Staus auf den Straßen zwischen Österreich und Kroatien. Österreich verstärkt zudem die Gesundheitskontrollen am Grenzpass Brenner. Neben Ungarn, Österreich und Tschechien sind es vor allem deutsche Gäste, die den größten Markt ausländischer Touristen in Kroatien stellen. 

Was hat in Kroatien jetzt wieder geöffnet?

Nicht nur die Gastronomie hat wieder geöffnet. Auch die Strände, Schwimmbäder, National- und Naturparks sind wieder offen. Auch touristische Attraktionen wie die Stadtmauer von Dubrovnik können wieder besucht werden. 

Darüber hinaus haben die öffentlichen Verkehrsmittel und Fähren ihren Regelbetrieb wieder aufgenommen. Neu ist, dass man all diese Orte und Plätze nur besuchen kann, wenn sich die Besucher an die vorgegebenen Corona-Verhaltensregeln halten.

Welche Einschränkungen erwarten Kroatien-Urlauber?

Außerhalb Ihrer Unterkunft sollten Sie immer einen Mund-Nasen-Schutz tragen, mindestens 1,5 Meter Abstand zu Dritten halten und sich regelmäßig die Hände waschen. Wie auch in Deutschland sollten Sie soziale Kontakte reduzieren. Seit Ende Juni gilt auch in Kroatien eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. 

Welche Probleme könnten durch höhere Infektionszahlen entstehen?

Sollte das Infektionsgeschehen auf den kroatischen Inseln weiter ansteigen, müssen Reisende laut dem Auswärtigen Amt damit rechnen, dass Brücken- und Fährverbindungen kurzfristig unterbrochen werden, und ein Verlassen oder Betreten der Inseln nicht mehr möglich ist. Bei einem Urlaub auf den kroatischen Inseln sollten Sie also einkalkulieren, dass Sie möglicherweise nicht wie geplant ein- oder abreisen können. 

Der Direktor der Kroatischen Zentrale für Tourismus, Romeo Draghicchio, beruhigt dagegen Urlauber: "Eigentlich gibt es keine Pläne die Fährverbindungen zu den Inseln zu unterbrechen", betont er gegenüber t-online.de. "Die Fährgesellschaft Jadrolinija, sowie die anderen auch, werden in der Sommerzeit die Verbindungen zu den Inseln aufrecht erhalten." Theoretisch bestehe eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass die Verbindungen wegen eines Sturms unterbrochen werden könnten, als wegen der Corona-Fälle auf den Inseln.

Wie hoch sind die aktuellen Infektionszahlen?

Bisher (Stand: 20. August 2020) gab es laut Johns Hopkins University rund 7.074 bestätigte Coronavirus-Infektionen in Kroatien, das sind rund 1.500 mehr als noch Anfang August. 168 Menschen starben an Covid-19, mehr als 5.380 sind mittlerweile genesen. 1.520 aktive Corona-Fälle gibt es noch in dem Urlaubsland, diese Zahl hat sich in den vergangenen Tagen mehr als verdoppelt. 

Besonders viele Fälle gibt es rund um Zagreb und in der Region Split-Dalmatien mit je rund 300 aktiven bestätigten Infektionen. 

Verwendete Quellen:

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