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Urlaub in Kroatien: Corona – das sollten Sie über die Reisewarnung wissen


Das sollten Sie bei einem Urlaub in Kroatien beachten

  • Manfred Schäfer
  • Sandra Simonsen
Von Manfred Schäfer, Sandra Simonsen

Aktualisiert am 14.10.2020Lesedauer: 3 Min.
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Touristen in Dubrovnik: Die Corona-Infektionszahlen in Kroatien steigen momentan auf Rekordwerte.
Touristen in Dubrovnik: Die Corona-Infektionszahlen in Kroatien steigen momentan auf Rekordwerte. (Quelle: Pixsell/imago-images-bilder)
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Die Corona-Infektionszahlen in Kroatien steigen stark an. Jetzt wurde ein neuer Rekordwert aufgestellt. Was bedeutet das für Reisen nach Kroatien?

Das Wichtigste im Überblick


  • Wer kann nach Kroatien einreisen?
  • Welche Gebiete sind jetzt Risikogebiete und wo gilt die Reisewarnung?
  • Wie können Sie nach Kroatien reisen?
  • Welche Einschränkungen erwarten Kroatien-Urlauber?
  • Wie hoch sind die aktuellen Infektionszahlen?

Während Kroatien im Frühjahr zunächst mit nur wenigen Infektionsfällen durch die Corona-Krise gekommen ist, steigen die Zahlen seit dem Sommer stark an. Bereits im August hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für mehrere kroatische Gebiete ausgerufen, auch das Robert Koch-Institut listet kroatische Regionen als Corona-Risikogebiete. Mitte Oktober wurde ein neuer Rekordwert an Neuinfektionen gemeldet. Was sollten Sie deshalb bei Ihrer Reise nach Kroatien beachten?


Diese Urlaubsländer hoffen auf Touristen

Mallorca, Spanien: Sie können zwar nach Mallorca reisen, die Infektionszahlen in Spanien steigen allerdings dramatisch.
Goldstrand, Bulgarien: Seit dem 22. Mai dürfen Sie als EU-Bürger wieder nach Bulgarien einreisen.
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Wer kann nach Kroatien einreisen?

Eine Urlaubsreise nach Kroatien war für alle Touristen aus der Europäischen Union bereits seit Ende Mai wieder möglich. Für Einreisen nach Kroatien aus den EU-Mitgliedstaaten und den Schengen-assoziierten Staaten besteht trotz der angespannten Corona-Lage derzeit keine Quarantäne- oder Testpflicht.

Welche Gebiete sind jetzt Risikogebiete und wo gilt die Reisewarnung?

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat das Auswärtige Amt für Teile Kroatiens eine Reisewarnung ausgesprochen. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Gespanschaften Lika-Senj, Split-Dalmatien, Dubrovnik-Neretva, Požega-Slawonien, Vukovar-Srijem, Sisak-Moslavina, Krapina-Zagorje und Virovitica-Podravina wird aufgrund hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt (Stand: 14. Oktober).

Die folgenden Gespanschaften gelten zudem derzeit als Corona-Risikogebiete:

  • Dubrovnik-Neretva (seit 9. September)
  • Krapinsko-zagorska županija (seit 7. Oktober)
  • Lika-Senj (seit 23. September)
  • Požega-Slawonien (seit 9. September)
  • Sisačko-moslavačka (seit 7. Oktober)
  • Split-Dalmatien (seit 20. August)
  • Virovitica-Podravina (seit 16. September)
  • Vukovarsko-srijemska (seit 7. Oktober)

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet, dass für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus greift. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Wie können Sie nach Kroatien reisen?

Bei der Einreise werden Ihre Kontaktdaten für die Dauer Ihres Aufenthalts in Kroatien registriert. Damit Sie an der Grenze oder auf dem Flughafen nicht zu lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, wird empfohlen, die Registrierung vorab online vorzunehmen.


Seit Juli ist auch der internationale Flugverkehr wieder mit regelmäßigen Verbindungen nach Kroatien gestartet. Fluggesellschaften wie Croatia Airlines, Lufthansa und Eurowings oder Reiseveranstalter fliegen wieder nach Kroatien.

Die Auto-Durchfahrt durch Österreich und Slowenien ist frei, wegen der österreichischen Reisewarnung kann es aktuell allerdings zu langen Staus auf den Straßen zwischen Österreich und Kroatien kommen. Österreich verstärkt zudem die Gesundheitskontrollen am Grenzpass Brenner. Neben Ungarn, Österreich und Tschechien sind es vor allem deutsche Gäste, die den größten Markt ausländischer Touristen in Kroatien stellen.

Welche Einschränkungen erwarten Kroatien-Urlauber?

Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern müssen separat genehmigt werden. Zudem gilt neben Hygiene- und Abstandsregelungen auch in Kroatien eine Maskenpflicht. Wer Gesundheits- oder Sozialeinrichtungen besucht, mit dem öffentlichen Nahverkehr fährt oder sich in Geschäften aufhält, ist zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtet. Zusätzlich gilt die Maskenpflicht für Mitarbeiter der Gastronomie und Gäste, sofern sie nicht auf ihren Plätzen sitzen. Auch in Büros, bei Sportveranstaltungen und religiösen Versammlungen gilt die Pflicht, Mund und Nase zu bedecken.

Wie hoch sind die aktuellen Infektionszahlen?

Im EU-Land Kroatien haben die Behörden Mitte Oktober einen Rekordwert an neuen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. In den vergangenen 24 Stunden sei bei 748 Menschen SARS-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte der Krisenstab der kroatischen Regierung mit. Die bisher höchste Zahl von 542 Neuinfizierten hatte der Krisenstab am 8. Oktober registriert.

Vier Menschen starben demnach in den letzten 24 Stunden in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Seit Beginn der Pandemie im Februar haben sich in dem 4,2-Millionen-Einwohner-Land nachweislich 21.741 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das sind mittlerweile dreimal so viele, wie noch Ende August. 334 Patienten starben an dem Virus. Am 14. Oktober wurden 441 Patienten im Krankenhaus behandelt, 27 von ihnen wurden künstlich beatmet.

Die amtlichen Stellen zeigen sich besorgt, dass viele Menschen die Empfehlungen zur Eindämmung der Pandemie nicht beachten würden. "Empfehlungen reichen nicht aus, wir brauchen Maßnahmen, die durchgesetzt werden", sagte der Chef des Krisenstabs für die Hauptstadt Zagreb, Pavle Kalinic. "Ansonsten werden die Zahlen weiter steigen, der Plafond ist noch nicht erreicht", erklärte er gegenüber dem Nachrichtensender N1.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Kroatische Zentrale für Tourismus
  • Auswärtiges Amt
  • Johns Hopkins University
  • Sonderseite der kroatischen Regierung zum Coronavirus
  • ADAC: "Kroatien-Urlaub 2020: Das müssen Reisende jetzt wissen", 17. August 2020
  • Nachrichtenagentur dpa
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