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Wie es ist, wenn die Stadt untergeht

dpa, Von Christoph Sator

28.11.2019Lesedauer: 8 Min.
Untergegangene Moschee im Stadtteil Muara Baru: Jakarta versinkt im Meer. Daran wird auch die riesige Mauer, die die Stadtverwaltung bauen lie├č, nichts ├Ąndern.Moschee im Stadtteil Muara Baru: Jakarta versinkt im Meer. Dagegen wird auch die riesige Mauer, die die Stadtverwaltung bauen lie├č, nichts ├Ąndern.
Untergegangene Moschee im Stadtteil Muara Baru: Jakarta versinkt im Meer. Daran wird auch die riesige Mauer, die die Stadtverwaltung bauen lie├č, nichts ├Ąndern. (Quelle: /imago-images-bilder)
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Der Meeresspiegel steigt, der Boden sackt ab: Indonesiens Hauptstadt Jakarta geht unter. Ganz langsam, aber unaufhaltsam. Ein Besuch bei Menschen, die den r├╝cksichtslosen Umgang mit der Natur heute schon sp├╝ren.

Wenn Irma Susanti ihrer Stadt beim Untergang zusehen will, muss sie nur hinaus vor die T├╝r. Drei Schritte, und die Frau im bunten Kleid steht an der Mauer aus Beton, die das Meer davon abh├Ąlt, in ihre Wohnung zu schwappen. Inzwischen braucht Irma eine Leiter, wenn sie auf die Mauer hinauf will. Als sie vor ein paar Jahren hierher zog, nach Muara Baru, ein Armenviertel im Norden von Indonesiens Hauptstadt Jakarta, war der Schutzwall anderthalb Meter hoch. Jetzt misst er 2,30 Meter.

Aber auch das reicht nicht mehr. Wenn es stark regnet, flutet dunkelbraune, stinkige Br├╝he in ihr Haus. Dann steht bei der 30-J├Ąhrigen, verheiratet, zwei kleine T├Âchter, die Java-See wieder in der K├╝che. Mit all dem M├╝ll, der jetzt noch auf der anderen Seite der Mauer schwimmt: alte Reifen, ausgelatschte Flip-Flops, gebrauchte Plastikbecher und Plastikt├╝ten, sogar Kondome. Ein dichter, ekelhafter Teppich Dreck.

Vom Wasser bedrohte Bewohner: Irma Susanti sitzt mit ihren T├Âchtern vor ihrem Haus in Muara Baru, einem Gebiet, das unter dem Meeresspiegel liegt und h├Ąufig von ├ťberschwemmungen betroffen ist.
Vom Wasser bedrohte Bewohner: Irma Susanti sitzt mit ihren T├Âchtern vor ihrem Haus in Muara Baru, einem Gebiet, das unter dem Meeresspiegel liegt und h├Ąufig von ├ťberschwemmungen betroffen ist. (Quelle: Fauzan Ijazah/dpa-bilder)
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"Ich stand hier schon bis zur H├╝fte im Wasser. Und habe gesch├Âpft und gesch├Âpft", erz├Ąhlt Irma. Am schlimmsten sei es im Januar und im Februar, wenn der gro├če Regen kommt und manchmal auch die Flut. Jetzt scheint gerade die Sonne. Sie sitzt mit einer Nachbarin auf der Bank, die Anderthalbj├Ąhrige auf dem Arm, die ├ältere daneben. "Ich merke schon, dass das Wasser immer h├Âher wird. Und dass das immer schneller geht. Aber mein Mann ist Fischer. Wir k├Ânnen eigentlich nicht weg."

Untergegangene Moschee im Stadtteil Muara Baru: Jakarta versinkt im Meer. Daran wird auch die riesige Mauer, die die Stadtverwaltung bauen lie├č, nichts ├Ąndern.Moschee im Stadtteil Muara Baru: Jakarta versinkt im Meer. Dagegen wird auch die riesige Mauer, die die Stadtverwaltung bauen lie├č, nichts ├Ąndern.
Untergegangene Moschee im Stadtteil Muara Baru: Jakarta versinkt im Meer. Daran wird auch die riesige Mauer, die die Stadtverwaltung bauen lie├č, nichts ├Ąndern. (Quelle: /imago-images-bilder)

Jakarta versinkt wohl schneller als jede andere Gro├čstadt

So geht es Hunderttausenden hier. Im Hafenbecken von Muara Baru und in anderen Vierteln entlang der K├╝ste l├Ąsst sich erahnen, was die auf arg morastigem Boden stehende Mega-City irgendwann vielleicht ├╝berall erwartet. Heute schon liegen 20 Prozent Jakartas unter dem Meeresspiegel. 2050 werden es nach einer Prognose des Bandung Institute of Technology, kurz BIT, zwischen 35 und 40 Prozent sein.

Schneller sinkt wohl keine andere Gro├čstadt auf der Welt, auch wenn Metropolen wie Bangkok ├Ąhnliche Probleme haben. In Jakarta lassen sich die Folgen von menschengemachten Umweltver├Ąnderungen heute schon in einem Ausma├č erleben, wie sich das in Deutschland kaum jemand vorstellen kann. Nur, dass sich die gro├če Mehrheit der Bev├Âlkerung noch nicht wirklich daf├╝r interessiert. So etwas wie eine "Fridays for Future"-Bewegung gibt es in Indonesien nicht.

Am schlimmsten betroffen sind die K├╝stenviertel in Jakartas Norden, wo die ├Ąrmeren Leute wohnen. Hier sackt der Boden pro Jahr um bis zu 20 Zentimeter ab. Das BIT glaubt, dass hier in 30 Jahren 95 Prozent der Fl├Ąchen ├╝berschwemmt sein werden. So wie heute schon die Wall-Adhuna-Moschee, zehn Fu├čminuten entfernt von Irma. In dem Gotteshaus hat schon lange niemand mehr gebetet.

Moschee ragt nur noch aus dem Wasser

2005 hat man die Moschee dem Meer ├╝berlassen. Aufgegeben. Das war, noch bevor die Schutzmauer gebaut wurde. Jetzt ragt sie wie ein Mahnmal der Apokalypse aus dem Wasser. Das Dach ist halb eingest├╝rzt. Die W├Ąnde sind schief, mit Schimmelpilzen ├╝bers├Ąt. Bis vor einer Weile sa├č auf der Kuppel noch eine Spitze mit Halbmond. Aber die ist irgendwie abhanden gekommen.

Die Kinder aus den Slums, die fr├╝her hier spielten, kommen auch nicht mehr. 50 Meter m├╝sste man inzwischen von der Mauer hinauslaufen. Der Dreck ist selbst ihnen zu viel. Nur ein kleiner Junge paddelt noch auf einem selbstgebauten Flo├č, die F├╝├če im Wasser.

├ťberschwemmte Wiesen in Jakarta: 20 Prozent der Stadt liegen schon heute unter dem Meeresspiegel. Laut Sch├Ątzungen k├Ânnten es 2050 bis zu 40 Prozent sein.
├ťberschwemmte Wiesen in Jakarta: 20 Prozent der Stadt liegen schon heute unter dem Meeresspiegel. Laut Sch├Ątzungen k├Ânnten es 2050 bis zu 40 Prozent sein. (Quelle: /imago-images-bilder)

Fast ein halbes Jahrtausend ist Indonesiens Hauptstadt an der Nordk├╝ste der Insel Java schon alt. Gr├╝ndung war 1527. Von den Sultanen bekam die Siedlung den Namen Jayakarta ("Gro├čer Sieg"). Zwischenzeitlich nannten die niederl├Ąndischen Kolonialherrn die Stadt in Batavia um. Sie versuchten, auf dem sumpfigen Fundament ein tropisches Neu-Amsterdam zu bauen, mit einem dichten Geflecht aus Stra├čen und Kan├Ąlen. Viel ist davon nicht mehr ├╝brig.

Seit 1942 hat Jakarta wieder den alten Namen. Heute leben hier im Gro├čraum mehr als 30 Millionen Menschen ÔÇô das Zentrum des gr├Â├čten Inselstaats der Welt und auch des bev├Âlkerungsreichsten muslimischen Landes ├╝berhaupt. 17.500 Inseln, die mehr als 265 Millionen Menschen eine Heimat geben. Einer von Asiens riesigen Staaten, die immer wichtiger werden, und eine halbwegs funktionierende Demokratie dazu. So viele sind das hier nicht.

Gr├╝nfl├Ąchen sind seltener als Java-Nash├Ârner

Das Leben in der Hauptstadt kann enorm anstrengend sein. Jakartas Verkehrsstaus geh├Âren zu den schlimmsten des Planeten. Zu Fu├č geht kaum jemand. Gr├╝nfl├Ąchen sind noch seltener als Java-Nash├Ârner. Nicht weniger als 13 Fl├╝sse durchziehen auf ihrem Weg in die Java-See die Stadt, alle extrem verschmutzt. Auf M├╝lldeponien wird Plastik verbrannt. Das Klima ist feucht. Fast 300 Tage im Jahr f├Ąllt Regen. Zudem liegt Jakarta auf dem ber├╝chtigten "Pazifischen Feuerring": Dass die Erde bebt, sind die Leute gew├Âhnt.

Aber warum versinkt Jakarta? Die "New York Times" schrieb k├╝rzlich, daf├╝r gebe es einen "Tsunami von menschengemachten Gr├╝nden". Nat├╝rlich hat der Klimawandel seinen Anteil. Der Meeresspiegel steigt auch hier, drei Millimeter pro Jahr. So etwas wie Stadtplanung gab es lange nicht. Inzwischen ist Jakarta zu fast 100 Prozent mit Asphalt und Beton versiegelt. Wenn Wasser in gr├Â├čeren Mengen vom Himmel kommt, kann es kaum noch abflie├čen und bleibt lange stehen. Wo einst Mangrovenw├Ąlder waren, ragen jetzt Apartment-H├Ąuser in den Himmel.

Bewohner graben sich selbst den Boden kaputt

Vor allem aber graben sich die Bewohner selbst den Grund ab, auf dem sie leben: So etwas wie eine zuverl├Ąssige Wasserversorgung gibt es nicht. Den Markt teilen sich seit der Privatisierung zwei ausl├Ąndische Anbieter. Aber nur etwas mehr als die H├Ąlfte der Haushalte ist ans zentrale Netz angeschlossen. Der Rest pumpt sich das Wasser selbst aus dem Boden: mit der Hand oder mit elektrischen Pumpen. Die Leitungen reichen bis zu 100 Meter tief. So wird das Fundament, auf dem die Stadt steht, immer schlechter.

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Alle Experten halten das f├╝r das gr├Â├čte Problem, schlimmer als der Klimawandel. Der Stadtplaner Nirwana Joga sagt: "Der Boden sinkt viel schneller, als der Meeresspiegel steigt. Die Probleme sind vom Menschen gemacht und nicht von der Natur." Der 50-J├Ąhrige, selbst Indonesier, ber├Ąt die Regierung von Pr├Ąsident Joko Widowo und das UN-Siedlungsprogramm Habitat.

"Das ist wie stiller Mord"

In Jakarta, sagt Nirwana, h├Ątten die Leute die Gefahr ├╝berhaupt noch nicht verstanden. "Das ist wie ein stiller Mord. Man sieht in den meisten Vierteln ├╝berhaupt noch nicht, wie der Boden sinkt. Das geschieht so langsam, dass sich die meisten dessen ├╝berhaupt nicht bewusst sind." Es sind aber l├Ąngst nicht nur Privatleute, die sich ihr Wasser selber pumpen. Auch gro├če Hotels, Fabriken und Shopping Malls haben eigene Systeme. Bislang ist das in der Regel legal.

Es gibt aber auch Haushalte in Jakarta, die weder ans Versorgungsnetz angeschlossen sind, noch pumpen k├Ânnen. Sie sind am schlimmsten dran. Wie die Familie von Irma, der Mutter aus dem Slum. F├╝r die Susantis und andere muss Wasser mit dem Lastwagen angeliefert werden, jeden Mittwoch.

Ein Mann steht in der indonesischen Millionenstadt Jakarta in Schaum in einem Kanal und wirft ein Fischernetz aus: Der Mensch ist Teil der Natur.
Ein Mann steht in der indonesischen Millionenstadt Jakarta in Schaum in einem Kanal und wirft ein Fischernetz aus: Der Mensch ist Teil der Natur. (Quelle: Dasril Roszandi/imago)

Die beiden blauen 250-Liter-Kanister stehen direkt an der Mauer. Damit kocht Irma, damit w├Ąscht sie, damit s├Ąubert sich die Familie. 100 Liter kosten einen Euro ÔÇô f├╝r die Leute hier ein Wucherpreis. Sie hofft, dass die Stadt Abhilfe schafft. Aber gro├č ist die Hoffnung nicht.

Inzwischen sind die Schutzmauern im Norden Jakartas auf eine L├Ąnge von 14 Kilometern angewachsen. Der Wall aus Beton steht meist in den Slums. Man sieht aber auch in anderen Vierteln, wie die Stadt versinkt. In Penjaringan zum Beispiel, einer etwas besseren Gegend, haben sie die letzten Jahre immer noch eine Schicht Betonplatten auf die absackenden Stra├čen gelegt. Und noch eine. H├Ąuser, die fr├╝her ebenerdig waren, liegen jetzt einen Meter tiefer.

Manche Leute, die fr├╝her auf die Stra├če hinabschauen konnten, wohnen nun im Souterrain. Wer zu ihnen durch die T├╝r hineinwill, muss sich tief b├╝cken. Auch der Vorgarten vor dem lachsfarbenen Haus von Abdul Mukti liegt nun tiefer. Dort stehen ein Motorrad und ein paar Pflanzen. Aus dem Boden dr├╝ckt Wasser herauf. In den W├Ąnden sind Risse. Der Putz sitzt so locker, dass man ihn abziehen kann. Man sieht unterschiedliche Farbschichten. Fr├╝her war das Haus gr├╝n.

Der Rentner sagt: "Als das letzte Mal Hochwasser war, hatte ich 20 Zentimeter Wasser in der K├╝che." Trotzdem will der 62-J├Ąhrige im Viertel bleiben. Dass die Gegend eines Tages untergehen k├Ânnte, glaubt er nicht. "Ich habe keine Angst. Das sind immer nur ein paar Tage im Jahr. Den Rest des Jahres kann ich hier hervorragend leben."

Rentner Abdul Mukti steht vor seinem Haus in Jakarta: Das Geb├Ąude liegt etwa einen Meter unter dem Stra├čenniveau.
Rentner Abdul Mukti steht vor seinem Haus in Jakarta: Das Geb├Ąude liegt etwa einen Meter unter dem Stra├čenniveau. (Quelle: Fauzan Ijazah/dpa-bilder)

Ganz in der N├Ąhe, in einem Viertel namens Akuarium, lie├č Jakartas fr├╝herer Gouverneur jedoch Dutzende H├Ąuser abrei├čen. Auch das Meeresforschungsinstitut, von dem die Gegend ihren Namen hat, musste weichen. Einige Nachbarn blieben trotzdem, lebten jahrelang auf einem Tr├╝mmerfeld. Auf die Schutzmauer hat einer gespr├╝ht: "Save The Ocean" ("Rettet den Ozean"). Der neue Gouverneur lie├č jetzt zumindest ein paar Notunterk├╝nfte bauen.

K├╝hner Plan: Seewasserschutz, 57 Kilometer lang

Nun ist es aber nicht so, dass den Stadtoberen k├╝hne Gedanken fehlten. Bereits nach einer gro├čen Flut 2007 beauftragte der Staat ein niederl├Ąndisches Unternehmen, mehrere Kilometer vor der K├╝ste eine gro├če Seemauer zu bauen: 57 Kilometer lang, ein Projekt f├╝r viele Milliarden. Zwischenzeitlich gab es auch die Idee, dass das Ganze aus dem Weltall wie ein Garuda aussehen sollte: das indonesische Wappentier, ein mythisches Zwitterwesen aus Vogel und Mensch mit gewaltigem Schnabel.

Daraus ist nicht viel geworden. 20 Kilometer au├čerhalb der Stadt gibt es nun einige k├╝nstliche Inseln, wo Wasserfl├╝chtlinge hinziehen k├Ânnten. Sie tragen Namen wie Kita (Wir), Masu (Fortschritt) und Bersama (Zusammen). Die meisten Wohnblocks sind aber noch genauso leer wie die Stra├čen. Daf├╝r wurde ein Stadtrat zu zehn Jahren Haft verurteilt, weil er Schmiergeld angenommen hatte. Wie anderswo in Indonesien ist auch hier Korruption ein gro├čes Problem.

Jetzt zieht die Hauptstadt um

Der neueste Plan ist aber noch um einiges gewaltiger: Das Land soll eine ganz neue Hauptstadt bekommen. Weg aus Jakarta. Weg von Java. 1200 Kilometer weiter. Nach Borneo, das die Indonesier Kalimantan nennen. Die neue Kapitale soll irgendwo auf halber Strecke zwischen den existierenden Gro├čst├Ądten Balikpapan und Samarinda entstehen, die au├čerhalb des Landes niemand kennt. Noch ist dort Dschungel.

Wie die neue Hauptstadt hei├čen soll, wei├č auch noch niemand. Die Kosten f├╝r den Umzug werden auf mehr als 30 Milliarden Euro gesch├Ątzt. 2024 ÔÇô im letzten Amtsjahr von Pr├Ąsident Joko Widodo, der nicht mehr wiedergew├Ąhlt werden kann ÔÇô sollen die ersten Beamten ihre neuen B├╝ros beziehen. Nun wird gespottet, dass die neue Kapitale den Namen Jokograd bekommen k├Ânnte.


Die Sorge vor dem Untergang spielt auch bei diesen Umzugspl├Ąnen eine Rolle. Nur, dass von den Zehntausenden Beamten, die Jakarta wohl verlassen werden, kaum jemand in den armen Stadtvierteln entlang der Schutzmauer zu Hause ist. Davon, dass auch Slumbewohner nach Borneo umgesiedelt werden, ist keine Rede. Irma Susanti meint: "Ich wei├č, dass das viel Geld kostet. Aber wenn die Regierung das f├╝r richtig h├Ąlt, wird das schon in Ordnung sein. Wir sind nur kleine Leute."

Nach einer halben Stunde Gespr├Ąch r├╝ckt die Frau aus Muara Baru aber heraus damit, dass sie ohnehin nicht bleiben will. Vom Leben hinter der Mauer hat sie genug. Wenn es nach Irma geht, ist die Familie so bald wie m├Âglich weg aus Jakarta. Sie will zur├╝ck in ihr Heimatdorf auf der Insel Sulawesi. "Ich bin 30. Aber mein Mann ist schon 50. Und es ist besser, seine sp├Ąten Jahre zu Hause zu verbringen. Fisch verkaufen, kann er auch dort." Wo sie das Wasser noch mit Leben verbinden und nicht so sehr mit Gefahr.

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