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Wahl zum Vogel des Jahres 2021 – stimmen Sie ab für Ihren Favoriten

Das sind die Top Ten  

Wahl zum Vogel des Jahres 2021 – stimmen Sie für Ihren Favoriten

Von Hanna Klein und Maria Bode

19.01.2021, 15:45 Uhr
Wahl zum Vogel des Jahres 2021 – stimmen Sie ab für Ihren Favoriten.  Goldregenpfeifer: Er und neun andere Vogelarten haben es in die Top Ten der "Vogel des Jahres"-Wahl vom NABU geschafft. (Quelle: NABU / Thomas Hinsche)

Goldregenpfeifer: Er und neun andere Vogelarten haben es in die Top Ten der "Vogel des Jahres"-Wahl vom NABU geschafft. (Quelle: NABU / Thomas Hinsche)

Zum 50. Mal wird Deutschlands Vogel des Jahres gewählt – erstmals können alle Bürgerinnen und Bürger mitentscheiden. Nun stehen die zehn Finalisten fest. Nun kann für sie gestimmt werden.

307 verschiedene Vögel standen in der ersten Runde zur Auswahl, nun sind zehn Finalisten für die Wahl zum Vogel des Jahres 2021 gefunden. Durchsetzen konnten sich etwa die Stadttaube, das Rotkehlchen und die Amsel. Aber welche Vogelart schafft es an die Spitze? Das haben Sie in der Hand. 

So können Sie an der Wahl teilnehmen 

Einfach durch die Porträts der Finalisten scrollen, Favoriten auswählen und Stimme abgeben.

Die Finalisten im Überblick

Stadttaube

Hier können Sie für die Stadttaube abstimmen.

Einer oder gleich mehreren Stadttauben sind wohl die meisten Menschen schon einmal begegnet. Besonders in Großstädten sind die Tiere häufig in größeren Gruppen anzutreffen, meist dort, wo es viel Futter gibt – etwa vor Bäckereien. Sie haben sich dem Leben dort perfekt angepasst, können aber auch zur Last werden.

Ursprünglich hatten die Vögel wenig mit Städten zu tun, denn sie stammen von der Felsentaube ab. Früher wurden sie als Brieftauben verwendet, um Post zuzustellen. Ähnlich funktionieren Wettbewerbe, die heute noch von Brieftaubenvereinen veranstaltet werden.

Zwei Stadttauben: Diese Vogelart hat sich gut an das Leben in Städten angepasst. (Quelle: NABU/ H. May)Zwei Stadttauben: Diese Vogelart hat sich gut an das Leben in Städten angepasst. (Quelle: NABU/ H. May)

Stadttauben gelten als ungefährdete Art. Sie treten in vielen unterschiedlichen Erscheinungsformen auf, meist sind sie durch verschiedene Grautöne gekennzeichnet. Ein Merkmal der Stadttauben ist der schillernde Hals.

Gewusst? Stadttauben leben in lebenslangen Beziehungen miteinander.

Rotkehlchen

Hier können Sie dem Rotkehlchen Ihre Stimme geben.

Auch die Rotkehlchen sind keine derzeit gefährdete Vogelart. Die neugierigen Gartenbewohner sind wie die Tauben ganzjährig in Deutschland zu beobachten. Seine auffällige namensgebende Brust macht es uns leicht, das Vögelchen zu erkennen. Auch der Gesang – eine Abfolge hoher Töne – ist sehr eingängig.

Haben Sie gewusst, dass anders als bei vielen Singvogelarten bei den Rotkehlchen auch die Weibchen singen können? Bloß etwas leiser und kürzer als die Männchen.

Rotkehlchen: Diese kleinen Vögel fallen besonders durch den roten Farbtupfer auf, der vom Kopf bis zur Brust reicht. (Quelle: NABU/Rolf Müller)Rotkehlchen: Diese kleinen Vögel fallen besonders durch den roten Farbtupfer auf, der vom Kopf bis zur Brust reicht. (Quelle: NABU/Rolf Müller)

Das Rotkehlchen fühlt sich in Gärten, Parks und auch Wäldern wohl. Häufig folgt es beispielsweise Wildschweinen oder anderen Tieren, um sich Nahrung aus der von ihnen umgegrabenen Erde zu picken – beispielsweise Insekten, Spinnen, Würmer und Schnecken, aber auch Beeren. Sie sind das ganze Jahr über in Deutschland zu beobachten. Einige der Teilzieher verbringen aber auch eine kurze Zeit des Jahres im Süden.

Amsel

Stimmen Sie hier für die Amsel ab.

Die Amsel gilt ebenfalls bisher nicht als gefährdete Art – eine Bedrohung gibt es mit dem Usutus-Virus aber doch für die Tiere. Das Männchen mit seinem gänzlich schwarzen Gefieder und einem gelben Schnabel und einem gleichfarbigen Ring um die Augen ist gut zu erkennen. Das Weibchen ist bräunlich und leicht gemustert. Diese Vogelart ist in Städten, Gärten und Parks anzutreffen. An Menschen hat sie sich längst gewohnt.

Aber wussten Sie, dass die Amsel früher sehr scheu war und zurückgezogen im Wald lebte?

Ein Amselweibchen knabbert an einer Frucht. (Quelle: NABU/Paul Sawer)Ein Amselweibchen knabbert an einer Frucht. (Quelle: NABU/Paul Sawer)

Die Amsel ist bei uns ganzjährig zu beobachten. Auf der Suche nach Würmern sieht man sie häufig auf dem Boden hüpfend. Auch sie frisst ansonsten Schnecken, Insekten und Beeren. 

Feldlerche

Hier stimmen Sie für die Feldlerche ab.

Diese Vogelart ist extrem ausdauernd: Die Tiere können bis zu 15 Minuten lang im Singflug ihre Strophen vortragen – in einer Höhe von bis zu 100 Metern.

Feldlerchen sind hierzulande ganzjährig zu beobachten, gelten jedoch als gefährdete Art. Bereits seit den Achtzigerjahren wurden dramatische Bestandsverluste beobachtet, sodass heutzutage nur noch halb so viele Feldlerchen wie noch vor 40 Jahren vorkommen. Ihr größter Feind ist die Agrarwirtschaft.

Singende Feldlerche sitzt auf einem Zweig. (Quelle: NABU/Friedhelm Adam)Singende Feldlerche sitzt auf einem Zweig. (Quelle: NABU/Friedhelm Adam)

Die Feldlerche bevorzugt offene Lebensräume und eine abwechslungsreiche Vegetation. Sie ist gut durch ihr braun gemustertes Gefieder zu erkennen. Männchen haben obendrein eine kleine Haube als Merkmal, die sie auch aufstellen können. Feldlerchen ernähren sich von Insekten, Samen und Kräutern. Größtenteils überwintern sie in Deutschland, einige Tiere zieht es aber auch in den Süden.

Goldregenpfeifer

Geben Sie dem Vogel hier Ihre Stimme.

Der Goldregenpfeifer ist vom Aussterben bedroht, da er nur vereinzelt brütet. Die Vögel leben in einer sehr geringen Anzahl in einem kleinen Moorgebiet in Niedersachsen. Genauso wie die Vogelart ist auch ihr Lebensraum in Gefahr.

Goldregenpfeifer: Die bedrohte Vogelart lebt in Moorlandschaften. (Quelle: NABU/CR Jürgens)Goldregenpfeifer: Die bedrohte Vogelart lebt in Moorlandschaften. (Quelle: NABU/CR Jürgens)

Der Goldregenpfeifer fällt durch einen golden gesprenkelten Rücken auf, sein Bauch und das Gesicht sind schwarz und weiß umrandet. Goldregenpfeifer verbringen den Winter im Süden, ein kleiner Teil bleibt aber auch in der kalten Jahreszeit an Deutschlands Küste. Sie ernähren sich von Insekten, Würmern, Schnecken, Beeren und Samen.

Immer wieder ein Fest für Ornithologen: Im Herbst ziehen Goldregenpfeifer in den Süden. Dann sind sie in großen dichten Schwärmen an der Nord- und Ostseeküste zu beobachten. Genauso auch bei ihrer Rückkehr im Frühjahr.

Blaumeise

Sie können hier für den Vogel abstimmen.

Die Blaumeise treibt sich ganzjährig gerne in Scharen an Futterstellen. Vogelhäuschen beanspruchen die kleinen Tiere mit schwarzer Brust und blauem Rücken gerne für sich. Dabei legen sie sich auch problemlos mit größeren Vogelarten an.

Blaumeise: Die kleinen Vögel treten meist in Scharen auf. (Quelle: Kathy Büscher, NABU Rinteln)Blaumeise: Die kleinen Vögel treten meist in Scharen auf. (Quelle: Kathy Büscher, NABU Rinteln)

Wussten Sie das? Die gut 11,5 Zentimeter großen Blaumeisen wiegen nur so viel wie zwei 20-Cent-Münzen. Deshalb ist es auch ein Leichtes für sie, sich kopfüber an noch so dünne Zweige zu hängen und daran umherzuklettern. 

Blaumeisen sind nicht gefährdet. Sie leben dort, wo viel Gehölz ist, ganz besonders in Laub- und Mischwäldern, Parks oder Gärten. Nadelwälder bevorzugen sie eher nicht. Sie sind das ganze Jahr über hier und freuen sich im Winter über Meisenknödel, die Kerne und Samen beinhalten. Im Sommer fressen sie diverse Insekten.

Eisvogel

Hier geben Sie dem bunten Vogel Ihre Stimme.

Den Eisvogel kennen viele möglicherweise aus der Werbung einer großen deutschen Brauerei: Licher verwendet den Vogel als seinen Markenbotschafter.

Ein Eisvogel sitzt auf einem Ast und schaut zur Seite. (Quelle: NABU/Tom Dove)Ein Eisvogel sitzt auf einem Ast und schaut zur Seite. (Quelle: NABU/Tom Dove)

Durch seinen orangefarbenen Bauch, den blauschimmernden Rücken und einen sehr spitzen schwarzen Schnabel sowie weiße Flecken seitlich im Halsbereich ist der Eisvogel einfach zu erkennen.

Hierzulande ist diese Vogelart nicht gefährdet. Zunehmend werden die Verschmutzung und die Bebauung von Gewässern aber zur Gefahr. Denn der Eisvogel lebt nahe Flüssen, Teichen oder Seen. Er ernährt sich von Fischen.

Haussperling

Stimmen Sie hier für den Vogel.

Wer kennt ihn nicht – den Haussperling oder auch Spatz. Er hat sich längst an den Menschen gewöhnt, das Tierchen in Brauntönen landet auch schon mal auf dem Tisch vorm Café, um ein paar Krumen abzustauben. Auch in Büschen und Hecken sammeln sich die kleinen Vögel ganzjährig und "tschilpen" im Chor. Ein wahrlich häufig anzutreffender Vogel und doch ist er gefährdet. 

Haussperling: Diese flinken Vögelchen werden im Volksmund auch "Spatz" genannt. Im Hintergrund ist ein Männchen zu sehen, im Vordergrund ein Weibchen. (Quelle: NABU/Marcus Bosch)Haussperling: Diese flinken Vögelchen werden im Volksmund auch "Spatz" genannt. Im Hintergrund ist ein Männchen zu sehen, im Vordergrund ein Weibchen. (Quelle: NABU/Marcus Bosch)

Die Spatzen unterliegen einem negativen Bestandstrend. Dies ist unter anderem damit zu begründen, dass sie weniger Nahrung sowie weniger Nistmöglichkeiten finden, beispielsweise durch eine Abdichtung der Fassaden. Neben Brot- und Kuchenkrumen ernährt sich der Haussperling hauptsächlich von Samen und Körnern. Zur Aufzucht der Jungen werden auch Insekten verfüttert. 

Übrigens: Im 18. Jahrhundert gab es eine Spatzensteuer, um die Population der Vögel zu verringern und zu verhindern, dass sie das Saatgut von den Feldern pickten. Eine gewisse Anzahl an Spatzen musste dazu abgeliefert werden, ansonsten wurde eine Steuer fällig. Selbiges galt auch für einige weitere Vogelarten.

Kiebitz

Hier geben Sie dem Vogel Ihre Stimme.

Optisch ist der Kiebitz leicht zu erkennen Er ist etwa so groß wie eine Taube und sein Gefieder glänzt metallisch grün bis violett. Auch die sogenannte Federholle auf seinem Kopf fällt auf. Männchen und Weibchen sehen fast identisch aus, nur die Federholle des Männchens ist auffälliger, sein Brustband ist zudem dunkler. Zudem fallen sie durch intensive Flugmanöver auf.

Kiebitz: Seine Bestände sind in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. (Quelle: NABU/Matthias Graben)Kiebitz: Seine Bestände sind in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. (Quelle: NABU/Matthias Graben)

Doch leider sieht man den Kiebitz immer seltener. Er gilt inzwischen als stark gefährdet. Sein Bestand ist seit Anfang der Achtzigerjahre um mehr als 93 Prozent zurückgegangen, in einigen Regionen ist er sogar vom Aussterben bedroht. Grund dafür sind die Trockenlegung von Feuchtwiesen sowie eine intensivere Landwirtschaft. Früher bevorzugten sie die Feuchtwiesen als Lebensraum. Aufgrund der Umstände brüten sie nun auch auf Äckern und Wiesen. Kiebitze sind sogenannte Teilzieher – ziehen im Winter also nur teils in den Süden, manche ziehen auch an Deutschlands Küstenregion – und ernähren sich beispielsweise von Würmern, Samen und Getreidekörnern.

Gewusst? Männliche Kiebitze graben sich kleine Mulden in den Boden und legen diese mit Gräsern aus, betreiben sogenanntes "Scheinnisten". Damit wollen sie die Weibchen von ihren Nestbauqualitäten überzeugen.

Rauchschwalbe

Für den Vogel abstimmen können Sie hier.

Die letzte Kandidatin auf den Sieg ist die Rauchschwalbe. Sie ist die einzige Langstreckenzieherin im Bunde, fliegt im Oktober zum Überwintern nach Afrika. Zurück kommt sie im April. Sie gilt als gefährdet, ihr wird zunehmend die Möglichkeiten zu nisten – beispielsweise in oder an Scheunen und Ställen – genommen.

Eine Rauchschwalbe sitzt auf einer Mauer. (Quelle: NABU / Dave Pressland)Eine Rauchschwalbe sitzt auf einer Mauer. (Quelle: NABU / Dave Pressland)

Auch die Rauchschwalbe ist optisch einfach von anderen Vogelarten zu unterscheiden. Sie hat ein braunrotes Gesicht, glänzend und blauschwarz schimmerndes Gefieder mit weißem Bauch. Außerdem hat sie einen zweigeteilten etwas längeren Schwanz.

Interessant: In ländlichen Gegenden werden Rauchschwalben gerne als Anzeiger für Wetterumschwünge gesehen. So weisen tieffliegende Schwalben etwa auf nahenden Regen hin. Grund dafür: Schwalben folgen den fliegenden Insekten, die sie fressen. Diese halten sich aufgrund des Tiefdrucks näher am Boden auf.

Stadttaube, Amsel und Blaumeise trugen den Titel Vogel des Jahres bislang noch nicht. Die übrigen sieben Kandidaten wurden in der Vergangenheit schon mindestens einmal damit ausgezeichnet. 

Hintergrund zur "Vogel des Jahres"-Wahl

Die Wahl zum Vogel des Jahres findet aktuell zum 50. Mal statt – ursprünglich stammt dieses Format aus Neuseeland. Erstmals wurde in Deutschland 1971 über den Vogel des Jahres abgestimmt. Bislang entschieden das Vertreterinnen und Vertreter des Naturschutzbund Deutschland (NABU) und des Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV). Zum Jubiläum können aber Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland unter vogeldesjahres.de mit abstimmen. Gewählt werden kann bis zum 19. März 2021. Dann wird der diesjährige Sieger gekürt.

Verwendete Quellen:
  • NABU: Presseinformationen und Steckbriefe der Finalisten
  • eigene Recherchen

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