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Italienische Insel wirbt um Migranten

Zu wenig Schulkinder  

Italienische Insel wirbt um Flüchtlingskinder

05.09.2017, 07:15 Uhr | dpa

Italienische Insel wirbt um Migranten. Die meisten italienischen Orte klagen über zu viele Flüchtlinge und Migranten – anders die kleine Insel Ventotene. (Quelle: imago images/Archiv/Fabio Liverani)

Die meisten italienischen Orte klagen über zu viele Flüchtlinge und Migranten – anders die kleine Insel Ventotene. (Quelle: Archiv/Fabio Liverani/imago images)

Die kleine italienische Insel Ventotene hat mit einer schrumpfenden und überalternden Bevölkerung zu kämpfen. Um die Schließung der örtlichen Schule zu verhindern, wirbt der Bürgermeister um Migrantenkinder.

"Wir haben leider nicht genug Kinder, damit die Schule geöffnet bleiben kann", sagte Gerardo Santomauro. Auf der Insel mit einigen Hundert Einwohnern, die vor der Küste Neapels liegt, leben immer weniger Menschen. Für das neue Schuljahr haben sich nur zwei Kinder für die Mittelschule angemeldet. Santomauro bangt derzeit darum, ob der Unterricht in diesem Jahr überhaupt stattfindet. Er hoffe trotz der geringen Schülerzahl auf grünes Licht des zuständigen Bildungsausschusses. Dieser bezahlt die Lehrer, die zum Unterrichten vom Festland auf die Insel kommen.

Insel möchte "10 bis 15" Flüchtlinge oder Migrantenfamilien aufnehmen

In den kommenden Jahren würden keine weiteren Schüler nachfolgen, sagte Santomauro. Der Bürgermeister wünsche sich daher, dass "10 bis 15" unbegleitete minderjährige Flüchtlinge oder Migrantenfamilien mit jungen Kindern nach Ventotene kämen. Mehr könne die Insel jedoch nicht aufnehmen.

Aufgrund der Vielzahl von Migranten, die Italien in den vergangenen Monaten erreicht hat, klagen viele Kommunen im Land über zu wenig Aufnahmekapazitäten. Insgesamt kamen in diesem Jahr bereits mehr als 99.800 Migranten an, darunter um die 13.000 unbegleitete Minderjährige.

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