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Frankreich schiebt Imam nach radikalen Predigten ab


Religion
Frankreich schiebt Imam nach radikalen Predigten ab

Von dpa
23.02.2024Lesedauer: 1 Min.
Gérald DarmaninVergrößern des BildesDas Einwanderungsgesetz, ohne das eine so schnelle Abschiebung nicht möglich gewesen wäre, mache Frankreich stärker, sagt Innenminister Gérald Darmanin. (Quelle: Thomas Samson/AFP/dpa/dpa-bilder)
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Ein muslimische Prediger soll die französische Flagge in einer Predigt als "satanisches Objekt" bezeichnet haben. Der Fall sorgt in Frankreich für Wirbel. Nun muss der Imam zurück nach Tunesien.

Frankreich hat einen Imam nach dem Vorwurf radikaler Predigten im Eilverfahren nach Tunesien abgeschoben. Weniger als zwölf Stunden nach seiner Festnahme sei der radikale Prediger des Landes verwiesen worden, teilte Innenminister Gérald Darmanin mit. "Dies ist ein Beweis dafür, dass das Einwanderungsgesetz, ohne das eine so schnelle Abschiebung nicht möglich gewesen wäre, Frankreich stärker macht." Der muslimische Prediger aus einer südfranzösischen Gemeinde bei Avignon soll die französische Flagge in einer Predigt am 9. Februar als "satanisches Objekt" bezeichnet haben. Von der Predigt gab es eine Videoaufzeichnung, weitere Predigten hatten den Behörden ebenfalls Grund zur Besorgnis gegeben.

Seine Äußerungen widersprächen den Werten der Republik und förderten die Diskriminierung von Frauen und Spannungen mit der jüdischen Gemeinschaft sowie die islamistische Radikalisierung, hieß es in der Abschiebeanordnung, die der Sender France Info einsehen konnte. Er werde gegen die Abschiebung vor dem Verwaltungsgericht vorgehen, kündigte der Anwalt des Predigers in dem Sender an. Der in Tunis geborene Prediger, der seit seiner Kindheit in Frankreich lebt, hatte von einer missverständlichen Formulierung gesprochen und sein Bekenntnis zu den französischen Grundwerten betont.

Der Fall des Predigers hatte in Frankreich für Wirbel gesorgt. Einerseits ist das Land nach Anschlägen und Vorfällen mit islamistischem Hintergrund sensibilisiert. Andererseits sorgte die Eile der Behörden für Stirnrunzeln.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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