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Nawalny-Witwe nennt Viktor Orbán einen Komplizen Putins


Wegen Nähe zu Putin
Nawalnaja attackiert Ungarns Regierungschef

Von dpa
Aktualisiert am 18.03.2024Lesedauer: 2 Min.
Julia Nawalnaja hat in einer Videobotschaft den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán angegriffen.Vergrößern des BildesJulia Nawalnaja hat in einer Videobotschaft den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán angegriffen. (Quelle: Uncredited)
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Julia Nawalnaja hat den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán kritisiert. Sie wirft ihm seine Nähe zu Kremlchef Putin vor.

Julia Nawalnaja, die Witwe des kürzlich gestorbenen Kremlgegners Alexej Nawalny, hat den rechtspopulistischen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán scharf angegriffen. In einer Videobotschaft, die am Freitag in Budapest bei einer Großkundgebung von Oppositionsanhängern gezeigt wurde, nannte sie Orbán einen Komplizen Putins.

Es gebe neben Orbán weitere Unterstützer Putins in Europa, sagte Nawalnaja. Putin habe es gewagt, den Krieg gegen die Ukraine zu beginnen, weil er gewusst habe, dass ihm aus Europa geholfen würde. Ebenso wie Putin nicht für ganz Russland stehe, sei Ungarn nicht mit Orbán gleichzusetzen. "Seid mutig", lautete ein Aufruf von Nawalnaja an die Bevölkerung Ungarns – in Erinnerung an eine der zentralen Botschaften ihres Mannes.

Die Kundgebung, bei der das Video Nawalnajas gezeigt wurde, hatte der Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony zusammen mit Schülervereinen organisiert. Karácsony ist Politiker der kleinen linksliberalen Oppositionspartei PM.

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Orbán verweigerte öffentliche Trauer

Nach dem Tod von Nawalny hatten Orbán und seine Partei Fidesz es öffentlich abgelehnt, um den Kremlkritiker zu trauern. Als Abgeordnete der Opposition im Parlament um eine Schweigeminute für Nawalny baten, blieb die Fidesz-Fraktion demonstrativ geschlossen auf den Stühlen sitzen, anders als die Volksvertreter der Opposition. Orbán sagte dazu, ein "Chauvinist" wie Nawalny habe keine Ehrung in Ungarns Parlament verdient. Der ungarische Regierungschef pflegt seit Langem gute Beziehungen zu Putin.

Mehrere Oppositionsgruppen hatten am Freitag anlässlich des ungarischen Nationalfeiertags in Budapest demonstriert. Am 15. März feiert Ungarn den Beginn des Aufstands gegen die Habsburgermonarchie 1848. Orbán hatte in einer Festrede am Vormittag erneut die EU kritisiert. "Wir müssen Brüssel besetzen (...), wir verändern die EU", sagte er mit Blick auf die Europawahl. In Brüssel steht er wegen seiner Versuche in der Kritik, den Rechtsstaat auszuhöhlen.

Putin als "Gangster" bezeichnet

Nawalnaja hatte am Donnerstag auch den russischen Diktator Wladimir Putin scharf angegriffen. "Leider sehen ihn zu viele Menschen im Westen immer noch als legitimen politischen Führer, diskutieren über seine Ideologie und suchen nach dem politischen Sinn seines Handelns", schrieb die Witwe des Mitte Februar in Haft gestorbenen Regimekritikers Alexej Nawalny in einem Gastbeitrag in der US-Zeitung "Washington Post".

Sie schlug vor, den Kremlchef anders zu betrachten und daraus politische Schritte abzuleiten: "Putin ist kein Politiker, er ist ein Gangster", schrieb sie. Damit ließen sich seine Brutalität, sein Hang zum Luxus und der Wille zu töten erklären. Für einen Mafiaboss sei sein Status wichtig, deshalb solle das Ausland Putin nach der Wahl die internationale Anerkennung verweigern.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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