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Le Pen plagiiert Rede von Fillon und schämt sich nicht mal

Plagiatsvorwürfe in Frankreich  

Le Pen klaut bei Rede von Ex-Konkurrenten

03.05.2017, 07:48 Uhr | dpa-AFX, rok, Reuters

Le Pen plagiiert Rede von Fillon und schämt sich nicht mal. Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen spricht auf einer Wahlkampfveranstaltung in Villepinte (Frankreich).  (Quelle: dpa/Francois Mori)

Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen spricht auf einer Wahlkampfveranstaltung in Villepinte (Frankreich). (Quelle: Francois Mori/dpa)

Nach einer Rede der französischen Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen sind Plagiatsvorwürfe laut geworden. Im Internet hagelte es Kritik an der Kandidatin des Front National (FN), da sie in ihrem Wahlkampfauftritt Versatzstücke aus einer Rede des ausgeschiedenen konservativen Kandidaten Francois Fillon verwendet hatte.

Der YouTube-Kanal Ridicule TV hatte als erstes ein Video mit einer Gegenüberstellung der teils wortgleichen Rede veröffentlicht. Der Satire-Kanal soll Berichten zufolge Fillon nahestehen.

Bewusst "mit einem Augenzwinkern"

Der Vizechef des FN, Florian Philippot, verteidigte Le Pen. Sie habe sich "mit einem Augenzwinkern" bewusst auf Fillons Rede bezogen, um eine Debatte über Frankreichs Identität anzustoßen, sagte er dem Sender Radio Classique.

Le Pen hatte bei ihrem Auftritt nördlich von Paris die Geschichte Frankreichs thematisiert und die historische Verwurzelung in Westeuropa betont. Dabei sprach sie von "drei maritimen Grenzen" des Landes - eine Formulierung, die sich wortgleich in einem Vortrag Fillons am 15. April findet.

Le Pen "zitiert" auch Ex-Ministerpräsident Clemenceau

Zugleich nannte die Rechtsextreme Italien "unsere Schwester" und bediente sich damit ebenfalls aus dem Repertoire Fillons. Zudem brachte sie wie dieser ein Zitat des früheren Ministerpräsidenten Georges Clemenceau, der Frankreich einst als einen "Soldaten des Ideals" bezeichnet hatte.

Laut Le Pens Wahlkampf-Manager David Rachline kam das Vorgehen der Rechtsextremen an der Basis gut an. Sie liegt in Umfragen vor der Stichwahl am Sonntag deutlich hinter ihrem partei-unabhängigen Rivalen Emmanuel Macron, dem rund 60 Prozent der Stimmen vorhergesagt werden.

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