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Proteste legen das Land lahm

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Streiks in Israel  

Proteste legen das Land lahm

17.12.2017, 15:46 Uhr | AP, dpa

. Ein Demonstrant vor einem "Teva"-Werk in Ashdod: Brennende Reifen und Rauch. (Quelle: Tsafrir Abayov/AP/dpa)

Ein Demonstrant vor einem "Teva"-Werk in Ashdod: Brennende Reifen und Rauch. (Quelle: Tsafrir Abayov/AP/dpa)

Es geht um Arbeitsplätze und der Zorn ist groß: In Israel wurde gegen einen Großkonzern gestreikt. Auch vor dem Büro des Ministerpräsidenten.

In Israel haben überall im Land Menschen gestreikt und damit wichtige Infrastruktur zeitweise lahmgelegt. Anlass waren Entlassungspläne des Pharmakonzerns "Teva".

Israels wichtigster internationaler Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv und Seehäfen standen wegen des halbtägigen Streiks am Sonntag still. Banken, die in dem jüdischen Land an Sonntagen gewöhnlich geöffnet haben, blieben vielfach geschlossen. Einige Regierungsbehörden, und Krankenhäuser schränkten den Betrieb ein.

"Ratiopharm"-Mutter will weltweit 14.000 Stellen streichen

"Teva Pharmaceutical Industries", Mutterkonzern des deutschen Medikamentenherstellers Ratiopharm, hatte am Donnerstag angekündigt, weltweit 14.000 Stellen zu streichen, davon 1700 in Israel.

Sowohl international als auch im Heimatland soll etwa jeder vierte Arbeitsplatz wegfallen. Der israelische Konzern, weltgrößter Hersteller von Generika, ist einer der größten privaten Arbeitgeber in dem Land.

Proteste vor Netanjahus Büro

Die nationale Gewerkschaft Israels rief daraufhin zu dem Streik auf. In Jerusalem demonstrierten "Teva"-Beschäftigte auch vor dem Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Dieser sagte seinem Kabinett, er werde den neuen Vorstandsvorsitzenden von "Teva", Kåre Schultz, treffen. Netanjahu hat gesagt, er werde alles Machbare tun, damit "Teva" weiterhin in Israel aktiv bleibt. "Es startete als ein israelisches Unternehmen und wir wollen, dass es ein israelisches Unternehmen bleibt", sagte er.

Schultz entschuldigte sich kürzlich in einem Brief an Netanjahu für die Entlassungen. Er habe aber keine andere Wahl.

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