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Seattle: Mit "Amazon-Steuer" gegen die Obdachlosigkeit

Verdrängung durch Tech-Firmen  

Seattle: Mit "Amazon-Steuer" gegen die Obdachlosigkeit

15.05.2018, 10:36 Uhr | küp, dpa

Seattle: Mit "Amazon-Steuer" gegen die Obdachlosigkeit. Der Amazon Urban Campus in Seattle: Der Handelskonzern beschäftigt 40.000 Mitarbeiter in seiner Heimatstadt. (Quelle: dpa/Paul Christian Gordon)

Der Amazon Urban Campus in Seattle: Der Handelskonzern beschäftigt 40.000 Mitarbeiter in seiner Heimatstadt. (Quelle: Paul Christian Gordon/dpa)

In der US-Metropole Seattle leben immer mehr Menschen auf der Straße, auch weil große Unternehmen wie Amazon die Mietpreise in die Höhe treiben. Nun hat die Stadt reagiert – gegen den Widerstand des Versandkonzerns.

Die Amazon-Heimatstadt Seattle führt eine umstrittene neue Steuer ein, bei der größere Unternehmen jährlich 275 Dollar pro Mitarbeiter zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit zahlen müssen. Ursprünglich waren 500 Dollar pro Mitarbeiter angepeilt. Der Stadtrat nahm in der Nacht den von Bürgermeisterin Jenny Durkan ausgehandelten Kompromissvorschlag an.

Die umgangssprachlich "Amazon-Steuer" genannte Abgabe soll ab 2019 etwa 47 Millionen Dollar jährlich bringen und ist zunächst auf fünf Jahre angesetzt. Mit dem Geld sollen der Erwerb von privatem Wohneigentum gefördert und Hilfsangebote für Wohnungslose ausgebaut werden.

Amazon zeigt sich enttäuscht

Die Steuer gilt für Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz über 20 Millionen Dollar. Bezahlt werden muss auf jeden Beschäftigten, der mindestens 1.920 Stunden pro Jahr arbeitet. Nach Schätzungen des Stadtrats werden rund 585 Arbeitgeber davon betroffen sein – rund drei Prozent aller Unternehmen in Seattle.

Amazon kommt mit seinen 40.000 Mitarbeitern in der Stadt auf einen Betrag von elf Millionen Dollar pro Jahr. Der Onlinehändler hatte aus Protest gegen die Steuerpläne den Bau eines neuen Gebäudes in der Stadt gestoppt. Jetzt werden die Arbeiten fortgeführt, auch wenn Amazon sich enttäuscht zeigte. Man hinterfrage einen weiteren Ausbau in Seattle, teilte das Unternehmen mit. Der Konzern ist bereits seit Monaten auf der Suche nach einem Standort für ein zweites US-Hauptquartier.

In der Stadt war zuletzt die Zahl der Obdachlosen stetig gewachsen, als ein Grund dafür wird der Anstieg der Mietpreise gesehen, weil Seattle zunehmend zum Standort für Tech-Unternehmen wird.

Verwendete Quellen:

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