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London will ├ľltanker gegen iranische Zusicherung freigeben

Von dpa
Aktualisiert am 13.07.2019Lesedauer: 2 Min.
Der Supertanker "Grace 1" neben einem Schiff der britischen Marine in den Gew├Ąssern von Gibraltar.
Der Supertanker "Grace 1" neben einem Schiff der britischen Marine in den Gew├Ąssern von Gibraltar. (Quelle: Marcos Moreno/AP/./dpa)
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London/Gibraltar/Teheran (dpa) - Im Streit zwischen London und Teheran ├╝ber einen in Gibraltar festgesetzten ├ľltanker gibt es erste Anzeichen einer Entspannung.

Der britische Au├čenminister Jeremy Hunt stellte eine Freigabe des Schiffes durch die Beh├Ârden in dem britischen ├ťberseegebiet in Aussicht, sollte der Iran zusichern, dass die Ladung nicht f├╝r Syrien bestimmt ist. Das teilte Hunt am Samstag nach einem Telefongespr├Ąch mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Hunt bezeichnete das Gespr├Ąch als "konstruktiv". "Mir wurde von Au├čenminister Sarif gesagt, dass der Iran das Problem l├Âsen will und keine Eskalation sucht."

Das iranische Au├čenministerium in Teheran best├Ątigte auf seiner Webseite den Telefonkontakt der beiden Minister. "Wir hoffen, dass die rechtlichen Ermittlungen in Gibraltar schon sehr bald zur Freigabe des iranischen Tankers f├╝hren werden", wurde der iranische Chefdiplomat zitiert. Sarif erwarte, dass London umgehend ein Ende der illegalen Festsetzung des Tankers anordne. Der Iran hat zwar stets dementiert, dass der Tanker nach Syrien fahren sollte, hat aber nie mitgeteilt, was dann das Ziel der Reise war.

Die Beh├Ârden in Gibraltar und die britische Royal Navy hatten den unter der Flagge Panamas fahrenden Supertanker "Grace 1" in der vergangenen Woche vor Gibraltar wegen des Verdachts auf illegale ├ľllieferungen nach Syrien festgesetzt. Der Kapit├Ąn und drei weitere Mitglieder der Besatzung wurden vor├╝bergehend festgenommen, sind aber inzwischen wieder auf freiem Fu├č.

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Der Iran protestierte, bestellte mehrmals den britischen Botschafter ein und forderte, das Schiff sofort weiterfahren zu lassen. Der Oberste Gerichtshof in Gibraltar ordnete jedoch an, dass das Schiff mindestens bis zum 21. Juli nicht wieder auslaufen darf.

Versch├Ąrft wurde der Streit durch einen Zwischenfall mit einem britischen Tanker in der Stra├če von Hormus am Mittwoch. Britischen Angaben zufolge hatten dort drei iranische Boote versucht, ein britische Handelsschiff an der Durchfahrt zu hindern. Eine Fregatte zwang sie jedoch zum Abdrehen. Teheran bestritt jedoch, in den Vorfall verwickelt zu sein.

Hunt und Sarif sprachen nach Angaben aus Teheran auch ├╝ber die seit ├╝ber drei Jahren im Iran inhaftierte Britin Nazanin Zaghari-Ratcliffe. Sarif habe erneut betont, dass Verurteilung der Frau, die auch die iranische Staatsb├╝rgerschaft besitzt, rechtliche einwandfrei sei. "Der Iran erwartet daher, dass auch Gro├čbritannien das iranische Recht und die Unabh├Ąngigkeit der Justiz respektiert", f├╝gte Sarif hinzu. In den vergangenen Tagen kursierten Ger├╝chte, dass der Iran die 41-j├Ąhrige Projektmanagerin der Thomson Reuters Stiftung im Gegenzug f├╝r die Freigabe des Tankers freilassen k├Ânnte.

Zaghari-Ratcliffe war nach einem Privatbesuch bei ihren Eltern im April 2016 verhaftet worden. Ihr werden Verschw├Ârung, Zusammenarbeit mit westlichen Geheimdiensten und Spionage vorgeworfen. Die Doppelstaatlerin hat alle Vorw├╝rfe zur├╝ckgewiesen, wurde aber trotzdem zu f├╝nf Jahren Haft verurteilt. Alle diplomatischen Bem├╝hungen der britischen Regierung, sie vorzeitig frei zu bekommen, sind bisher gescheitert.

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