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Texas: Großmutter hält Enkel von Massaker ab – Zimmer voller Munition

Hotelzimmer voller Munition  

Großmutter redet Enkel Massaker aus

06.08.2019, 19:01 Uhr

Texas: Großmutter hält Enkel von Massaker ab – Zimmer voller Munition. Flaggen auf Halbmast in Houston: Nur knapp ist ein weiteres Massaker in den USA verhindert worden. (Symbolfoto) (Quelle: imago images/Lao Chengyue/Xinhua)

Flaggen auf Halbmast in Houston: Nur knapp ist ein weiteres Massaker in den USA verhindert worden. (Symbolfoto) (Quelle: Lao Chengyue/Xinhua/imago images)

Fast wäre es in den USA erneut zu einem Anschlag gekommen: Eine texanische Großmutter hat ihren 19-jährigen Enkel bei der Planung erwischt – und konnte ihn knapp davon abbringen.

Ein 19-jähriger Texaner wollte Mitte Juli offenbar ein Massaker anrichten. Er wolle andere Menschen töten und Suizid begehen, sagte er seiner Großmutter, die er von einem Hotelzimmer aus angerufen haben soll. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf eine Strafanzeige der Staatsanwaltschaft.   

Demnach meldete sich William Patrick W. am 13. Juli bei seiner Großmutter, die in der Strafanzeige nicht namentlich genannt wird. Sie habe im Hintergrund gehört, wie ihr Enkel mit einem Gewehr, einer AK-47, hantierte. Diese soll er zwei Tage zuvor gekauft haben.

Hotelzimmer voller Waffen und Munition

Seine Oma überredete ihn, mit ihr zusammen ins Krankenhaus zu fahren. Im Covenant Medical Center in Lubbock (Texas) wurde W. psychiatrisch untersucht. Brisant: Als die örtliche Polizei nach dessen Zustimmung W.s Hotelzimmer durchsuchte, entdeckten die Beamten die AK-47, 17 geladene Magazine, einen schwarzen Trenchcoat, Handschuhe und ein schwarzes T-Shirt mit den Worten "Let 'Em Come" ("Lasst sie kommen"). 

Nach Massakern in den USA: So schildern Menschen, die zu Helden wurden, die dramatischen Momente im Einkaufszentrum in El Paso. (Quelle: t-online.de)

"Wir haben eine erneute Krise verhindert", sagte Staatsanwältin Erin Nealy Cox der "Washington Post". Der mutmaßliche Attentäter war auf keiner Liste aufgetaucht. Wäre seine Großmutter nicht eingeschritten, so Cox, "hätten wir nicht gewusst, dass er dies plant. Sie hat sein Leben gerettet, Verwundungen von ihm und wahrscheinlich vielen anderen Menschen abgewendet."
 


W. wurde am vergangenen Donnerstag festgenommen. Seine Anwältin will sich zu den Vorwürfen gegen ihn nicht äußern.

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