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Bercow-Nachfolger: Lindsay Hoyle neuer Präsident des britischen Unterhauses

Neuer Präsident des Unterhauses  

Dieser Mann ist der Nachfolger von John Bercow

04.11.2019, 21:57 Uhr | dpa , AFP , jmt

Großbritannien: Lindsay Hoyle ist neuer Präsident des Unterhauses

Lindsay Hoyle ist der neue Präsident des britischen Parlaments. Damit tritt er die Nachfolge von John Bercow an. Dieser hatte das vergangene Jahrzehnt mit seinen markanten "Order"-Rufen geprägt. (Quelle: dpa)

Lindsay Hoyle: Mit einem alten Ritual wurde der neue Sprecher des britischen Parlaments in sein Amt eingeführt. (Quelle: dpa)


Lindsay Hoyle ist zum neuen Präsidenten des britischen Unterhauses gewählt worden. Der Labour-Abgeordnete wird damit Nachfolger des prominenten Speakers John Bercow.

Das britische Unterhaus hat den bisherigen stellvertretenden Parlamentspräsidenten Lindsay Hoyle am Montagabend zum neuen Speaker gewählt. Der 62-Jährige galt als Favorit. Er tritt die Nachfolge von John Bercow an, der das Amt zehn Jahre innehatte. Hoyle war genauso lange dessen Stellvertreter.

"Ich werde transparent sein"

Der Labour-Abgeordnete setzte sich am Abend im vierten Wahlgang gegen seinen Parteifreund Chris Bryant durch. "Ich werde neutral sein, ich werde transparent sein", sagte der 62 Jahre alte Politiker. Er hatte zuvor eine Veränderung im Unterhaus versprochen. Es gehe darum, dass die Abgeordneten auf den hinteren Bänken die Regierung zur Rechenschaft ziehen könnten. Ein verantwortungsvoller Speaker müsse das unterstützen.

Der Parlamentspräsident hat eine zentrale Rolle im Unterhaus inne. Er erteilt und entzieht Abgeordneten das Wort, entscheidet über die Zulässigkeit von Anträgen und vertritt die Kammer unter anderem gegenüber der Königin und dem Oberhaus.


Hoyles Vorgänger John Bercow hatte vergangene Woche nach zehn Jahren das Amt abgegeben, wenige Tage bevor das Parlament für die vorgezogene Wahl am 31. Oktober aufgelöst wird. Dadurch wurde die Auswahl des neuen Speakers ungewöhnlicherweise am Ende statt zu Beginn einer Legislaturperiode getroffen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP

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