Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Amnesty kritisiert brutales Vorgehen gegen Nahost-Proteste

Von dpa
Aktualisiert am 18.02.2020Lesedauer: 2 Min.
SicherheitskrÀfte benutzen Steinschleudern gegen regierungskritische Demonstranten in der irakischen Hauptstadt Bagdad.
SicherheitskrÀfte benutzen Steinschleudern gegen regierungskritische Demonstranten in der irakischen Hauptstadt Bagdad. (Quelle: Hadi Mizban/AP/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Beirut/Berlin (dpa) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat das brutale Vorgehen zahlreicher Regierungen in Nahost und Nordafrika gegen friedliche Demonstrationen kritisiert.

Zahlreiche LĂ€nder der Region zeigten eine "kaltblĂŒtige Entschlossenheit", Proteste mit Gewalt zu zerschlagen, erklĂ€rte Amnesty bei der Veröffentlichung des Jahresberichts zu der Region. Dazu gehörten willkĂŒrliche Festnahmen Tausender sowie exzessive oder sogar tödliche Gewalt. Auch gegen die freie MeinungsĂ€ußerung griffen die Regierungen hart durch.

In mehreren LĂ€ndern der Region gehen seit Monaten vor allem jungen Menschen auf die Straße, um gegen korrupte Eliten und Misswirtschaft zu demonstrieren. So kommt es vor allem in Algerien, im Libanon und im Irak, aber auch im Iran regelmĂ€ĂŸig zu teils großen Protesten. Immer wieder gehen SicherheitskrĂ€fte mit Gewalt gegen Proteste vor.

In einem Ausdruck von Trotz und Entschlossenheit seien in Algerien, dem Iran, dem Irak und im Libanon Menschen auf die Straßen geströmt, um Menschenrechte, WĂŒrde, soziale Gerechtigkeit und ein Ende der Korruption einzufordern, sagte die Amnesty-Direktorin fĂŒr die Region, Heba Morayef, in Beirut. Oft hĂ€tten sie ihr Leben riskiert.

Amnesty zufolge wurden allein im Irak 2019 mindestens 500 Menschen unter anderem durch den Einsatz von scharfer Munition und Gasgranaten getötet. In Algerien hĂ€tten die Behörden versucht, Proteste durch willkĂŒrliche Massenfestnahmen und strafrechtliche Verfolgung zu stoppen. Im Iran seien bei Protesten im November in nur vier Tagen mehr als 300 Menschen durch SicherheitskrĂ€fte getötet und Tausende verletzt worden. Amnesty warf den Regierungen vor, auf die Forderungen der Proteste nur mit ScheinzugestĂ€ndnissen einzugehen.

Journalisten, Blogger und Aktivisten, deren BeitrĂ€ge in den sozialen Medien als regierungskritisch betrachtet wĂŒrden, liefen Gefahr, festgenommen, verhört und strafrechtlich verfolgt zu werden, erklĂ€rte Amnesty weiter. So seien 136 Menschen allein deswegen festgenommen worden, weil sie in den sozialen Medien ihre Meinung geĂ€ußert hĂ€tten.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
Könnte die Nato Erdoğan einfach rauswerfen?
  • Patrick Diekmann
Von Patrick Diekmann
AlgerienBagdadIrakIranLibanon
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten fĂŒr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlÀngerung FestnetzVertragsverlÀngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website