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Während eines Filmprojekts: Ukraine ermittelt wegen Verdacht auf Kinderfolter

Während eines Filmprojekts  

Verdacht auf Kinderfolter: Ukraine ermittelt

23.04.2020, 10:00 Uhr | AFP

Während eines Filmprojekts: Ukraine ermittelt wegen Verdacht auf Kinderfolter. Mykola Kuleba: Der ukrainische Ombudsman für Kinderrechte und die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Kinderfolter.  (Quelle: imago images/Ukrinform)

Mykola Kuleba: Der ukrainische Ombudsman für Kinderrechte und die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Kinderfolter. (Quelle: Ukrinform/imago images)

Das Filmprojekt "Dau" gilt als eines der umstrittensten Filmprojekte Russlands und der Ukraine. Rund um die Produktion unter anderem dieses Films soll es zur Misshandlung von Kindern gekommen sein. 

Die ukrainische Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Folter von Kindern für ein Filmprojekt in der Stadt Charkiw. Es solle festgestellt werden, "ob Minderjährige, vermutlich Waisen" körperlich und seelisch durch Gewalt in dem Film "Dau. Degeneration" missbraucht worden seien, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Hintergrund des Projekts ist ein Filmexperiment

Der ukrainische Ombudsmann für Kinderrechte, Mykola Kuleba, schrieb am Mittwoch im Onlinenetzwerk Facebook, der Film könne ein "lebenslanges Trauma" für die Kinder darstellen. Die Produktionsfirma des 2011 gedrehten Films erklärte dagegen, die Kinder seien unter Obhut ihrer Betreuer gewesen, und alles sei mit dem zuständigen Behörden abgesprochen gewesen.

Hintergrund des Projekts ist ein Filmexperiment des russischen Regisseurs Ilja Chrschanowski, für das bis zu 400 Menschen zwischen 2009 und 2011 "auf eine Zeitreise zurück in die Sowjetunion" gingen und abgeschnitten von der Außenwelt auf 12.000 Quadratmetern in der Ukraine lebten.

Aus dem umfangreichen Filmmaterial machte der Regisseure mehrere Werke. "Dau. Natasha" lief in diesem Jahr als Wettbewerbsfilm bei der Berlinale, der deutsche Kameramann Jürgen Jürges erhielt dafür einen Silbernen Bären.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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