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So wird der Lockdown in Österreich verschärft

Von dpa
Aktualisiert am 14.11.2020Lesedauer: 2 Min.
Sebastian Kurz: Österreichs Bundeskanzler wird sein Land aller Wahrscheinlichkeit nach in einen zweiten Lockdown führen.
Sebastian Kurz: Österreichs Bundeskanzler wird sein Land aller Wahrscheinlichkeit nach in einen zweiten Lockdown führen. (Quelle: Georges Schneider/imago-images-bilder)
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Angesichts des Coronavirus gilt in Österreich bereits ein teilweiser Lockdown, nun wird die Regierung von Sebastian Kurz die Maßnahmen weiter verschärfen. Ein Überblick.

Die österreichische Regierung will zur Eindämmung der Corona-Krise für drei Wochen Geschäfte und Schulen schließen und Ausgangsbegrenzungen rund um die Uhr verordnen. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und weitere Regierungsmitglieder haben die Pläne am Nachmittag bei einer Pressekonferenz verkündet. Gelten sollen die Maßnahmen ab Dienstag und bis einschließlich Sonntag, den 6. Dezember.


10 Tipps: So schützen Sie sich in Bus und Bahn vor Corona

Maskenpflicht wegen Corona: Aktuell gilt in allen Bussen, Bahnen und Zügen eine Maskenpflicht. Das bedeutet, Sie müssen Mund und Nase bedecken. Geeignet dafür sind OP-Masken, selbst genähte Stoffmasken oder auch die Bedeckung mit Schals und Tüchern.
Tickets online kaufen: Der Kauf von Tickets beim Fahrer ist in den meisten Regionen derzeit nicht möglich. Es ist aber deshalb nicht erlaubt, ohne gültigen Fahrschein zu fahren. Sie können für den Ticketkauf die Online-Angebote vorab nutzen oder die Fahrscheine per App erwerben.
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"Auch wenn sich niemand einen zweiten Lockdown wünscht, so ist der zweite Lockdown das einzige Mittel, von dem wir verlässlich wissen, dass es funktioniert", sagte Kurz. Die Ausgangsbeschränkungen müssen alle zehn Tage vom Hauptausschuss des Parlaments neu genehmigt werden.

Öffentliches Leben soll stillstehen

Es wird weitreichende Eingriffe wie im sogenannten strengen Lockdown im Frühjahr geben, als erstmals wegen der Pandemie ein völliger Stillstand des öffentlichen Lebens inklusive Ausgangsregeln galt.

Schon seit dem 3. November sind Gastronomie, Tourismus, Kulturbetriebe und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Außerdem gelten Ausgangsbeschränkungen von 20 bis 6 Uhr, die das Verlassen des "privaten Wohnraums" nur für mehrere konkrete Gründe wie etwa die Erfüllung von Grundbedürfnissen, Arbeit und Ausbildung, die Betreuung Hilfsbedürftiger sowie zur Erholung im Freien zulassen.

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"Treffen Sie niemanden!"

Diese Ausgangsbeschränkung gilt ab Dienstag rund um die Uhr. Private Treffen sind demnach nur mit einem Partner, einzelnen engsten Angehörigen oder einzelnen wichtigsten Bezugspersonen erlaubt. "Meine eindringliche Bitte für die nächsten Wochen ist: Treffen Sie niemanden! Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel", machte Kurz deutlich.

Offen bleiben nur Geschäfte für die Deckung des täglichen Bedarfs, etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Kioske. Schulen stellen auf Fernunterricht um und bieten bei Bedarf Betreuungsmöglichkeiten. Arbeitnehmer sollen, wenn möglich, im Homeoffice arbeiten.

Ziel: Weihnachtsfest retten

Es sei das Ziel, am 7. Dezember Schulen und Handel wieder öffnen zu können. "Je mehr Menschen sich daran halten, was hier vorgegeben wird, desto kürzer wird dieser Zustand anhalten", betonte Kurz. So könne man das Weihnachtsfest retten.

Die Infektionszahlen sind trotz des sogenannten Teil-Lockdowns seit Anfang November weiter gestiegen. Mediziner befürchten einen Zusammenbruch der Intensivversorgung. Der Durchschnittswert der Neuansteckungen binnen sieben Tagen lag am Freitag österreichweit bei 554,2 Fällen pro 100.000 Einwohner, regional aber bei bis zu 850.

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