Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Konflikte: Amnesty kritisiert Gewalt gegen Demonstranten in Kolumbien

Konflikte  

Amnesty kritisiert Gewalt gegen Demonstranten in Kolumbien

30.07.2021, 19:02 Uhr | dpa

Konflikte: Amnesty kritisiert Gewalt gegen Demonstranten in Kolumbien. Die Polizei verhaftet einen Demonstranten während eines Anti-Regierungs-Protests in Bogotá.

Die Polizei verhaftet einen Demonstranten während eines Anti-Regierungs-Protests in Bogotá. Foto: Leonardo Munoz/AP/dpa. (Quelle: dpa)

Bogotá/Berlin (dpa) - Rund drei Monate nach Beginn der Proteste in Kolumbien hat Amnesty International der Regierung des südamerikanischen Landes rechtswidrige Praktiken gegen Demonstranten vorgeworfen.

Die dokumentierten Fälle stünden für Hunderte von weiteren Berichten und zeigten das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte im ganzen Land, hieß es in einem Bericht, den die Menschenrechtsorganisation am Freitag veröffentlichte.

Er basiert auf 500 Mitschnitten und anderem Material und geht auf drei Fälle von Menschenrechtsverletzungen in Cali, dem Epizentrum der Proteste, ein. Im Fokus steht dabei die Spezialeinheit Esmad, die Amnesty zufolge bei den Protesten übermäßige Gewalt einsetzte. "Was in Cali passiert ist, macht die gewaltsame Reaktion der Behörden auf die Proteste überdeutlich und offenbart die wahren Ziele hinter dem repressiven Vorgehen: Angst zu schüren", sagte Matthias Schreiber, Regional-Experte der deutschen Amnesty-Sektion.

Seit Ende April ein Streik ausgerufen wurde, gab es in verschiedenen Städten Kolumbiens Proteste, bei denen es auch zu Ausschreitungen kam. Protestierende zerstörten Infrastruktur-Einrichtungen, blockierten wichtige Zufahrtsstraßen und griffen Polizeistationen an.

Auch am Mittwoch folgten auf zunächst friedliche Demonstrationen wieder Gewalt, Vandalismus und Chaos. Mindestens zwei Dutzend Menschen kamen bei den Protesten bislang ums Leben, die meisten durch Polizeigewalt. Cali war besonders betroffen

Zunächst hatten sich die Proteste gegen eine jeweils umstrittene Steuer- und eine Gesundheitsreform gerichtet, die mittlerweile beide zurückgenommen wurden. Zuletzt demonstrierten Gewerkschafter, Indigene und Studenten für grundlegende Reformen in dem Land. Die Regierung von Präsident Iván Duque setzte vor allem auf Härte und verurteilte den Vandalismus bei den Protesten.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: