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Kallstadt-B├╝rgermeister: Ohne Trump ist mir nicht langweilig

Von dpa
Aktualisiert am 26.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Der ehemalige US-Pr├Ąsident Donald Trump hat Vorfahren in Deutschland.
Der ehemalige US-Pr├Ąsident Donald Trump hat Vorfahren in Deutschland. (Quelle: Evan Vucci/AP/dpa./dpa)
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Kallstadt (dpa) - Der B├╝rgermeister der pf├Ąlzischen Gemeinde Kallstadt, aus der Donald Trumps Vorfahren v├Ąterlicherseits stammen, genie├čt die Ruhe seit der Abwahl des US-Pr├Ąsidenten vor gut einem Jahr. "Mir ist in den vergangenen Monaten jedenfalls nicht langweilig gewesen", sagte Thomas Jaworek der Deutschen Presse-Agentur.

Als "deutsche Heimat von Donald Trump" stand der Weinort Kallstadt seit dem Sieg des Republikaners bei der US-Pr├Ąsidentschaftswahl 2016 im Fokus internationaler Medien. W├Ąhrend Trumps Amtszeit war immer wieder dar├╝ber spekuliert worden, ob das Staatsoberhaupt den Herkunftsort seiner Ahnen in Deutschland besucht.

"Das waren Spekulationen au├čerhalb von Kallstadt und weniger im Dorf", betonte Jaworek. W├Ąre Trump gekommen, h├Ątte man ihn "wie jeden anderen Nachfahren von Auswanderern" auf den Spuren seiner Familie begleitet. "F├╝r ihn w├Ąre aber nicht wirklich viel zu sehen, was noch an seine Familie erinnert", sagte der CDU-Politiker. Es habe nie Bestrebungen gegeben, etwa Hinweistafeln an die Geburtsh├Ąuser seiner Gro├čeltern zu h├Ąngen. "F├╝r die heutigen Bewohner mag trotzdem jeder Tourist, der ein Foto macht, eine Belastung darstellen."

Auch der Vater des Ketchup-Herstellers Henry John Heinz stammt urspr├╝nglich aus Kallstadt. "Der US-Politiker John Kerry ist mit einer geborenen Heinz verheiratet und Sondergesandter des Pr├Ąsidenten f├╝r das Klima. Trump und Kerry: Gr├Â├čer k├Ânnte der Kontrast in Sachen Klimaschutz nicht sein", sagte Jaworek. Ein Austausch zum Beispiel ├╝ber die Nachhaltigkeitsstrategie von Kallstadt w├╝rde ihn mit Kerry jedenfalls mehr reizen als mit Trump.

Dass Trump Chancen auf eine erneute Amtszeit zugerechnet werden, habe man in Kallstadt registriert, sagte der B├╝rgermeister. Er f├╝gte augenzwinkernd hinzu: "Dann haben wir ja noch drei Jahre Zeit, bis er wieder im Amt ist - beziehungsweise drei Jahre mit regelm├Ą├čigen Nachfragen, wie ich die Sache sehe. Damit habe ich ja Erfahrung."

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