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Lukaschenko: "Praktisch eine Armee mit Russland"

Von rtr, dpa
Aktualisiert am 04.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Alexander Lukaschenko (Archivbild): Der belarussische Präsident hält Wladimir Putin die Treue.
Alexander Lukaschenko (Archivbild): Der belarussische Präsident hält Wladimir Putin die Treue. (Quelle: Sergei Shelega/BelTA/TASS/imago-images-bilder)
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Der belarussische Machthaber betont die Verbundenheit mit Russland. Wolodymyr Selenskyj schätzt seine Aussagen als "gefährlich" ein.

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko bekräftigt seine enge Verbundenheit mit Russland. Belarus sei so eng mit der Russischen Föderation verbunden, "dass wir praktisch eine gemeinsame Armee haben. Aber das wussten Sie ja alles. Wir werden weiterhin mit dem brüderlichen Russland fest vereint sein", sagt Lukaschenko bei einer Feier zum Jahrestag der Befreiung von Minsk durch sowjetische Truppen im Zweiten Weltkrieg.

Er habe Putins Vorgehen gegen die Ukraine "vom ersten Tag an" unterstützt. "Lukaschenkos Aussage über eine gemeinsame Armee mit Russland ist vor allem für das belarussische Volk gefährlich", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Ukrainische Beamte gehen von einer zunehmenden Verwicklung des ehemaligen Sowjetstaats in den Konflikt aus.

Steigt Belarus in den Krieg ein?

Am Samstag hatte Lukaschenko der Ukraine vorgeworfen, Raketen auf sein Land abgeschossen zu haben. Seine Armee habe alle Raketen abgefangen, sagte Lukaschenko. "Wir werden provoziert. Vor rund drei Tagen, vielleicht mehr, wurde von der Ukraine aus versucht, militärische Ziele in Belarus anzugreifen", sagte Lukaschenko laut der staatlichen Nachrichtenagentur Belta am Vorabend des belarussischen Unabhängigkeitstages.

"Gott sei Dank haben unsere Panzir-Luftabwehrsysteme alle Raketen abgefangen", sagte er. Belege dafür legte er nicht vor. Ukrainischen Angaben zufolge waren vergangene Woche von Belarus aus Raketen auf das ukrainische Grenzgebiet abgefeuert worden.

Seit Ende Februar schon gibt es die Befürchtung, dass Belarus offiziell an der Seite Russlands in den Krieg einsteigen könnte. Lukaschenko hat bereits eingeräumt, dass in den ersten Kriegswochen russische Raketen von belarussischem Staatsgebiet aus auf die Ukraine abgefeuert wurden.

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