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Ärzte in China äußern Zweifel zu offiziellen Corona-Todeszahlen


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Ärzte in China zweifeln an offiziellen Corona-Todeszahlen

reuters, Martin Quin Pollard und Engen Tham

17.01.2023Lesedauer: 3 Min.
Mitarbeiterinnen produzieren Antigen-Testkits für COVID-19: Internationale Experten schätzen, dass es in diesem Jahr mehr als eine Million Corona-Tote geben könnte.
Mitarbeiterinnen produzieren Antigen-Testkits für COVID-19: Internationale Experten schätzen, dass es in diesem Jahr mehr als eine Million Corona-Tote geben könnte. (Quelle: IMAGO/Liu Xiao/imago-images-bilder)
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Nachdem Peking die strikte Null-Covid-Politik aufgegeben hat, steigen die Corona-Zahlen rasant. Wie viele Menschen sterben, wird womöglich vertuscht.

Spekulationen über geschönte Corona-Todeszahlen in China bekommen nach Meldungen von Ärztinnen und Ärzten neuen Auftrieb. Mediziner berichteten gegenüber Reuters, sie seien angehalten worden, als Todesursache nicht Atemversagen nach Covid-Erkrankung in die Sterbeurkunde zu schreiben. Wenn der Verstorbene eine Grunderkrankung hatte, sollte diese als Haupttodesursache genannt werden, heißt es in einer Anweisung in der Notaufnahme eines Privatkrankenhauses, die von Reuters eingesehen wurde.

Sechs Ärzte in öffentlichen Krankenhäusern in ganz China bestätigten, entweder ähnliche mündliche Anweisungen erhalten zu haben, die sie davon abhielten, Todesfälle Covid zuzuschreiben. Oder sie seien sich bewusst, dass ihre Krankenhäuser solche Richtlinien hätten. "Seit der Wiedereröffnung im Dezember haben wir aufgehört, Covid-Todesfälle zu klassifizieren", sagte ein Arzt eines großen öffentlichen Krankenhauses in Shanghai. "Es ist sinnlos, das zu tun, weil fast alle positiv sind."

Mehrere Medizinerinnen und Mediziner erklärten, ihnen sei gesagt worden, dass solche Anweisungen von "der Regierung" kämen, obwohl keiner wisse, aus welcher Abteilung. Drei andere Mediziner in öffentlichen Krankenhäusern in verschiedenen Städten gaben an, dass ihnen solche Leitlinien nicht bekannt seien.

Genannte Todeszahlen zu niedrig

Sieben Angehörige kürzlich Verstorbener erklärten gegenüber Reuters, Covid sei nicht auf der Sterbeurkunde erwähnt worden, obwohl die Verwandten entweder positiv getestet worden seien oder Covid-ähnliche Symptome gezeigt hätten. Soziale Medien sind voll von ähnlichen Berichten. Chinas Zentrum für Seuchenkontrolle (CDC) und die Nationale Gesundheitskommission (NHC) waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Nachdem die Regierung Anfang Dezember ihre strikte Null-Covid-Politik aufgegeben hat, verbreitet sich das Virus in der Volksrepublik rasant. Die Behörden meldeten in den vergangenen Wochen aber höchstens fünf Tote pro Tag – ein krasser Gegensatz zu den Bildern von langen Schlangen vor Beerdigungsinstituten und von zahlreichen Leichensäcken, die aus überfüllten Krankenhäusern stammen.

Vergangene Woche korrigierte die Nationale Gesundheitskommission ihre Zahlen deutlich nach oben. Demnach hat es zwischen dem 8. Dezember und dem 12. Januar knapp 60.000 Todesfälle gegeben. Internationaler Experten schätzen aber, dass es in diesem Jahr mehr als eine Million Corona-Tote geben könnte.

Nur Todesfälle in Krankenhäusern

Michael Baker, Forscher für öffentliche Gesundheit an der Universität von Otago in Neuseeland, sagte, die aktualisierte Zahl der Todesopfer sei im Vergleich zum hohen Infektionsniveau in China immer noch niedrig. "Die meisten Länder stellen fest, dass die meisten Todesfälle durch Covid direkt durch die Infektion verursacht werden und nicht durch eine Kombination aus Covid und anderen Krankheiten", sagte er.

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Yanzhong Huang vom Council on Foreign Relations in New York sagte, es sei unklar, ob die neuen Daten die tatsächlichen Todesfälle genau widerspiegelten, teilweise weil die Zahlen nur Todesfälle in Krankenhäusern enthielten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfahl am Montag, dass China die Übersterblichkeit überwacht, um sich ein umfassenderes Bild von den Auswirkungen des Covid-Anstiegs zu machen.

Erstmals seit der Großen Hungersnot im Jahr 1961 ist Chinas Bevölkerung im vergangenen Jahr geschrumpft. Das Nationale Statistikbüro gab die Zahl Ende 2022 mit 1,41 Milliarden an, etwa 850.000 weniger als im Jahr zuvor. Zu der Entwicklung trug eine historisch niedrige Geburtenrate von knapp 6,8 je 1.000 Einwohner bei. Gleichzeitig stieg die Todesrate mit 7,4 je 1000 Einwohner auf den höchsten Stand seit der Kulturrevolution 1974.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur Reuters
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