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Nordkoreas Außenminister nennt Pompeo "Gift" – Verhandlungen über Abrüstung


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Nordkoreas Außenminister nennt Pompeo 'Gift'

Von dpa
Aktualisiert am 24.08.2019Lesedauer: 2 Min.
Ri Yong Ho: Der nordkoreanische Außenminister greift seinen amerikanischen Amtskollegen an.
Ri Yong Ho: Der nordkoreanische Außenminister greift seinen amerikanischen Amtskollegen an. (Quelle: imago-images-bilder)
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Die USA wollen Nordkorea zu einer atomaren Abrüstung bewegen. Bisher ist keine Einigung in Sicht. Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho sieht seinen amerikanischen Amtskollegen als einen Grund dafür.

Nordkoreas Außenminister Ri Yong Ho hat seinen amerikanischen Amtskollegen Mike Pompeo als "hartnäckiges Gift der US-Diplomatie" beschimpft. Hintergrund sind Interviewäußerungen Pompeos, wonach die USA an den Sanktionen gegen Nordkorea festhalten, solange dessen kommunistische Führung ihr Atomwaffenprogramm nicht aufgibt. Es sei ein "Wunschtraum der USA, zu träumen, alles durch Sanktionen zu gewinnen", hieß es in einer Erklärung Ris am Freitag.

Ri warf Washington eine Position der Konfrontation vor. Nordkorea sei bereit zum Dialog und zur Konfrontation, wurde der Minister von den Staatsmedien zitiert. Pompeo selbst habe bei seinen zurückliegenden Besuchen in Pjöngjang und den Gesprächen mit Machthaber Kim Jong Un um eine Denuklearisierung gebettelt und von neuen Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea gesprochen, sagte Ri. Doch sei Pompeo unverschämt, weil er "gedankenlose Worte" äußere.

Verbalattacken Nordkoreas gegen Pompeo sind nicht neu. Nach dem Scheitern des zweiten Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Kim Jong Un im Februar in Vietnam hatte Pjöngjang den Ausschluss Pompeos von den Atomverhandlungen gefordert. Beide Seiten kamen sich bei dem Gipfel in Hanoi in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Nordkoreas und den Gegenleistungen der USA nicht näher.


Doch bei einem kurzen Treffen Ende Juni an der innerkoreanischen Grenze vereinbarten Trump und Kim neue Arbeitsgruppen zur atomaren Abrüstung in der Region. Bisher sind keine Gespräche zustande gekommen. Anfang August hatte Pompeo gesagt, es seien Verhandlungen in ein paar Wochen geplant. Details nannte er nicht. Betont gelassen reagierte er damals auf neue Raketentests, die Nordkorea zuvor unternommen hatte.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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