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Kuba bringt tausende Ochsen auf die Felder – wegen Dieselmangels

Krise verschärft sich  

Kuba bringt tausende Ochsen auf die Felder – wegen Dieselmangels

20.09.2019, 10:29 Uhr | dpa-AFX

Kuba bringt tausende Ochsen auf die Felder – wegen Dieselmangels. Kubanischer Bauer mit Ochsengespann (Archivbild): Die kubanische Regierung hat den Einsatz von 4.000 Ochsengspannen beschlossen. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Kubanischer Bauer mit Ochsengespann (Archivbild): Die kubanische Regierung hat den Einsatz von 4.000 Ochsengspannen beschlossen. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Wegen der Krise in Venezuela und der verschärften US-Politik geht Kuba der Kraftstoff aus. Die Regierung hat beschlossen, wieder auf tierische Unterstützung in der Landwirtschaft zu setzen.

Wegen eines Mangels an Kraftstoff sollen in Kuba wieder Zugtiere in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen. Es sei der Gebrauch von rund 4.000 Ochsengespannen beim Anbau von Zuckerrohr und anderen Lebensmitteln beschlossen worden, zitierten Staatsmedien den Präsidenten der Zuckerbehörde Azcuba, Julio García Pérez. Außerdem soll weniger Dünger importiert und stattdessen Nebenprodukte der Zuckerherstellung benutzt werden.

Auswirkungen der US-Sanktionen

Der Staatschef der sozialistischen Karibikinsel, Miguel Díaz-Canel, hatte eine Woche zuvor Kraftstoffengpässe vor allem beim Diesel angekündigt und verschärfte Sanktionen der USA dafür verantwortlich gemacht. Washington setze Reedereien unter Druck, um die Versorgung der rund elf Millionen Einwohner zählenden Insel per Schiff zu verhindern, sagte der Präsident.

Kuba erhält aus Venezuela Öl im Austausch für die Dienste entsandter Ärzte und verkauft dieses, um sich Devisen zu beschaffen. Die schwere Krise in dem südamerikanischen Land hat aber auch die Karibikinsel getroffen – die Öllieferungen sind stark zurückgegangen.
 

 
US-Präsident Donald Trump hat die Lockerungspolitik seines Vorgängers Barack Obama gegenüber Kuba zurückgedreht. Begründet wird dies mit der "Unterdrückung der Menschen Kubas" und der Unterstützung von Venezuelas umstrittenem Präsidenten Nicolás Maduro durch Kuba.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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