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Russland: Kritischer Journalist muss in ins Gefängnis – wegen Corona

Nach Kritik an Regierung  

Journalist muss in Russland ins Gefängnis

29.05.2020, 09:48 Uhr | AFP

Russland: Kritischer Journalist muss in ins Gefängnis – wegen Corona. Blick auf den Kreml: Ein Journalist nimmt an einer Demonstration teil, wird festgenommen und muss nun 15 Tage ins Gefängnis. (Quelle: dpa/Ulf Mauder)

Blick auf den Kreml: Ein Journalist nimmt an einer Demonstration teil, wird festgenommen und muss nun 15 Tage ins Gefängnis. (Quelle: Ulf Mauder/dpa)

Bei einer Demonstration in Russland wird ein regierungskritischer Journalist festgenommen. Er soll gegen Corona-Auflagen verstoßen haben. Nun muss er ins Gefängnis.

Die russischen Behörden haben den regierungskritischen Journalisten Ilja Asar zu 15 Tagen Haft verurteilt und mehrere gegen das Urteil demonstrierende Berufskollegen festgenommen. Der Journalist der unabhängigen Tageszeitung "Nowaja Gaseta" wurde am Donnerstag wegen wiederholter Verstöße gegen das Demonstrationsgesetz inhaftiert. Acht Berufskollegen, die aus Protest eine Mahnwache vor dem Polizeipräsidium abhielten, wurden vorübergehend festgenommen. Weitere Festnahmen gab es in St. Petersburg.

Bei Demonstration festgenommen

Asar war zuvor bei einer Solidaritätsdemo für den Aktivisten Wladimir Woronzow festgenommen worden, der sich gegen Rechtsverstöße bei der Polizei einsetzt. Der ehemalige Polizist war Anfang Mai wegen des Vorwurfs der Erpessung festgenommen worden. Woronzow weist den Vorwurf zurück und spricht von einer Strafaktion wegen seines Aktivismus.

Die Polizei erklärte, die am Donnerstag festgenommenen Journalisten hätten gegen die Corona-Auflagen verstoßen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erklärte dagegen, die Pandemie werde von den Behörden als Vorwand genutzt, um Aktivisten mundtot zu machen. Im überfüllten Gefängnis drohe dem verurteilten Asar zudem eine Infektion mit dem Coronavirus.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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