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Thunberg kritisiert digitalen UN-Klimagipfel: "Leere Worte"

Jahrestag des Paris-Abkommens  

Thunberg kritisiert digitalen Klimagipfel: "Leere Worte"

12.12.2020, 22:05 Uhr | dpa

Thunberg kritisiert digitalen UN-Klimagipfel: "Leere Worte". Aktivistin Greta Thunberg: Sie kritisiert den UN-Klimagipfel. (Quelle: Getty Images/Jonathan Nackstrand/AFP)

Aktivistin Greta Thunberg: Sie kritisiert den UN-Klimagipfel. (Quelle: Jonathan Nackstrand/AFP/Getty Images)

Klimaaktivistin Greta Thunberg kritisiert mit scharfen Worten den digitalen Klimagipfel der UN. Sie ist mit ihrer Kritik nicht allein.

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg ist hart mit dem digitalen Klimagipfel zum fünften Jahrestag der Einigung auf das Pariser Klimaabkommen ins Gericht gegangen. "Beim Climate Ambition Summit feiern Anführer ihre schamlosen Schlupflöcher, leeren Worte, unzureichenden Fernziele und den Raub heutiger und künftiger Lebensbedingungen – und nennen es "Ehrgeiz"", schrieb die Schwedin auf Twitter. "Es gibt keine Klima-Anführer. Die einzigen, die das ändern können, seid ihr und ich. Zusammen."

Auch andere Klimaschützer äußerten Kritik an den Ankündigungen von mehr als 70 Staats- und Regierungschefs. "Es ist sehr enttäuschend, dass heute fast nichts dazu zu hören war, wie endlich das notwendige Geld für Klimaschutz und Anpassung im Globalen Süden zusammen kommen soll", sagte etwa David Eckstein von der Organisation Germanwatch.


Seine Kollegin Rixa Schwarz lobte, dass neben kleineren Ländern auch mehrere Staaten mit großem Treibhausgas-Ausstoß verbesserte Klimaziele bis 2030 oder Klimaneutralitätsziele bis Mitte des Jahrhunderts vorgestellt hätten. "Heute hat sich gezeigt, wie wirksam das Paris-Abkommen ist", sagte sie. Die globale Klimabewegung trage einen großen Teil dazu bei, die Regierungen dabei anzutreiben.

Dagegen befand Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan, das virtuelle Treffen sei dem nicht mal nahe gekommen, was es brauche – nämlich "Führung, die auf die Wissenschaft hört und Emissionen drastisch beschränkt, um allen überall – vor allem unserer Jugend – eine faire Chance auf eine grüne und friedliche Welt zu geben." Vielen Staaten fehle offenbar immer noch der Mut, sich gegen die Öl-, Kohle- und Gasindustrie zu stellen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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