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Russland: Behandelnder Ex-Chefarzt von Alexej Nawalny gilt als vermisst


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Behandelnder Ex-Chefarzt von Nawalny gilt als vermisst

Von dpa
09.05.2021Lesedauer: 1 Min.
Alexander Murachowski: Der Chefarzt des Ambulanzkrankenhauses hatte Nawalny nach seiner Vergiftung behandelt.
Alexander Murachowski: Der Chefarzt des Ambulanzkrankenhauses hatte Nawalny nach seiner Vergiftung behandelt. (Quelle: Evgeniy Sofiychuk/AP/dpa-bilder)
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Der ehemalige behandelnde Arzt des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny, Alexander Murachowski, gilt seit Tagen als vermisst. Anhänger Nawalnys werfen ihm die Fälschung der zuerst gestellten Diagnose vor.

Ein russischer Arzt, in dessen Krankenhaus der Kremlgegner Alexej Nawalny direkt nach einem Giftanschlag im vergangenen Jahr behandelt wurde, gilt als vermisst. Alexander Murachowski, mittlerweile Gesundheitsminister der sibirischen Region Omsk, kam von einem Jagdausflug am Freitag nicht zurück, wie die Staatsagentur Tass am Sonntag unter Berufung auf einen Polizeisprecher meldete. Eine örtliche Behörde hatte zuvor von einem 1971 geborenen Mann gesprochen, ohne einen Namen zu nennen. Demnach wurden zusätzliche Polizisten für die Suche angefordert.

Murachowski leitete bis vor einigen Monaten die Omsker Klinik, in die der mittlerweile im Straflager inhaftierte Nawalny gebracht wurde, nachdem er im vergangenen August auf einem Inlandsflug zusammengebrochen war. Später wurde der 44 Jahre alte Oppositionelle nach Deutschland ausgeflogen und wochenlang in der Berliner Charité behandelt. Untersuchungen mehrerer Labore zufolge wurde er mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet. Murachowski hatte Nawalny damals lediglich eine Stoffwechselstörung bescheinigt.

Beförderung nach Diagnosestellung

Nawalny warf ihm eine "Fälschung" der Diagnose vor. Seine Unterstützer beschuldigen Murachowski zudem, Nawalnys Verlegung nach Deutschland hinausgezögert zu haben. Im November wurde der Mediziner zum Gesundheitsminister der sibirischen Region befördert.

Russland gibt an, man habe bei Nawalny keine Vergiftung nachweisen können und leite deshalb keine Ermittlungen ein. Die EU und die USA haben Russland immer wieder zur Untersuchung des Verbrechens aufgefordert und Sanktionen gegen das Land verhängt.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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