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Sprinterin Kristina Timanowskaja in Polen: "Hier fühle ich mich sicher"

Nach Flucht aus Tokio  

Timanowskaja in Polen: "Hier fühle ich mich sicher"

05.08.2021, 16:27 Uhr | dpa

Timanowskaja auf dem Weg nach Europa

Die belarussische Sprinterin Kristina Timanowskaja will aus Angst vor der Regierung nicht in ihre Heimat zurückkehren. Nun ist sie von Tokio nach Wien gereist. Von dort soll es weiter nach Polen gehen – wo die Sportlerin auf Sicherheit hofft. 

Kristina Timanowskaja: Die 24-jährige Olympionikin hat von Polen ein humanitäres Visum erhalten, nachdem sie der belarussischen Delegation einen Entführungsversuch vorgeworfen hatte. (Quelle: Reuters)


Aus Angst vor Verfolgung in ihrer Heimat Belarus ist die Sprinterin nach Polen geflüchtet. Jetzt zeigte sie sich erleichtert – aber macht sich auch Sorgen.

Die belarussische Leichtathletin Kristina Timanowskaja hat sich nach ihrer Flucht nach Polen erleichtert gezeigt. "Hier fühle ich mich sicher", sagte die 24-Jährige während einer Pressekonferenz in Warschau am Donnerstag. Auch ihr Ehemann sei bereits mit dem Auto auf dem Weg nach Polen und werde am Abend erwartet. "Ich hoffe, dass wir hier bleiben können, dass ich meine Karriere fortsetzen und dass mein Mann hier Arbeit finden kann."

Sorgen mache sie sich hingegen um ihre Eltern, die in Belarus zurückgeblieben seien, erzählte die Athletin, die am Mittwoch unter hohen Sicherheitsvorkehrungen von Tokio nach Warschau geflogen war. "Vor allem, weil mein Vater krank ist. Er hat Herzprobleme, und in den vergangenen Tagen hat sich sein Gesundheitszustand verschlechtert." Die Eltern hätten ihr aber zuletzt versichert, dass es ihnen soweit gut gehe.

Nach Kritik an Sportfunktionären ihres autoritär geführten Heimatlandes sollte Timanowskaja nach eigener Darstellung gegen ihren Willen von den Olympischen Spielen nach Hause geflogen werden. Sie widersetzte sich, indem sie am Flughafen in Tokio den Schutz der japanischen Polizei suchte. Mehrere Länder – darunter Polen – boten ihr Hilfe an. Polen hat der Sportlerin und ihrem Mann Arseni Sdanewitsch humanitäre Visa ausgestellt. Dort kann sie nun im Exil bleiben. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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