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Taliban-Angriff auf deutsches Konsulat in Masar-i-Sharif

Anschlag mit Autobombe  

Taliban-Angriff auf deutsches Konsulat in Masar-i-Sharif

10.11.2016, 23:01 Uhr | AFP , dpa , AP

Taliban-Angriff auf deutsches Konsulat in Masar-i-Sharif . Taliban haben zugeschlagen: Bombenanschlag in Masar-i-Sharif.  (Quelle: Reuters)

Taliban haben zugeschlagen: Bombenanschlag in Masar-i-Sharif. (Quelle: Reuters)

Auf das deutsche Generalkonsulat in der nordafghanischen Stadt Masar-i-Sharif ist ein Anschlag verübt worden. Die radikalislamischen Taliban hätten eine Autobombe vor dem Gebäude gezündet, sagte der Sprecher der Provinz Balch.

Nach Angaben des Leiters des großen Zivil-Hospitals der Stadt kamen bei dem Angriff zwei Menschen ums Leben. Mehr als 100 Menschen wurden nach Behördenagaben verletzt. Informationen über die Nationalität der Getöteten gibt es nicht. Deutsche dürfen das Konsulat nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen verlassen.

Selbstmordattentäter rast in Mauer

Bei dem Anschlag habe ein Selbstmordattentäter mit seinem mit Sprengstoff beladenen Auto die Mauer des Gebäudes in Masar-i-Sharif gerammt, sagte der örtliche Polizeichef. Die Explosion sei so schwer gewesen, dass viele Fenster in Gebäuden im Umkreis zerbrochen sein. Dies habe die meisten Verletzungen verursacht. Inzwischen sei die Situation unter Kontrolle.

Wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr mitteilte, wurden aus dem Lager Camp Marmal - etwa zehn Kilometer entfernt - Kräfte der Schnellen Eingreiftruppe zum Konsulat entsandt. In dem Lager sind derzeit noch etwa 1000 deutsche Soldaten stationiert. In Berlin kam der Krisenstab des Auswärtigen Amtes zusammen.

Vergeltung für Nato-Luftangriff

Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Der Angriff sei als Vergeltung für einen Luftangriff in der nordafghanischen Provinz Kundus erfolgt. Vor einer Woche waren dort bei einem mutmaßlichen Nato-Luftangriff auf die Taliban mehr als 30 Zivilisten getötet worden. 19 weitere wurden verletzt.

Der Angriff löste international Kritik aus. Der Tod von Zivilisten sei nicht hinnehmbar und untergrabe die Bemühungen zum Aufbau von Frieden und Stabilität in dem Land, sagte der UN-Beauftragte für Afghanistan, Tadamichi Yamamoto. Deutschland hat im Rahmen der Nato-Mission "Resolute Support" in Afghanistan 938 Soldaten stationiert, die meisten von ihnen in der Provinz Balch.

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