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Mindestens 100 Verletzte in Venezuela

Von dpa-afx
Aktualisiert am 01.06.2017Lesedauer: 2 Min.
Heftige Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten in der venezolanischen Hauptstadt Caracas.
Heftige Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten in der venezolanischen Hauptstadt Caracas. (Quelle: Marco Bello/Reuters-bilder)
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Die Proteste gegen die Regierung weiten sich in Venezuela aus. Die jüngste Konfrontation zwischen der Polizei und der Opposition sorgte erneut für Verwüstungen und viele Verletzte.

Bei heftigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten in der venezolanischen Hauptstadt Caracas wurden Dutzende Menschen verletzt. Anhänger der Opposition zogen am Mittwoch über eine Stadtautobahn und demonstrierten gegen die sozialistische Regierung von Präsident Nicolás Maduro. Die Polizei stoppte den Protestzug mit Tränengas und Wasserwerfern.


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"Die Unterdrückung durch die Sicherheitskräfte hat heute zu Dutzenden Verletzten geführt. Sie haben uns mit Tränengaskartuschen, Gummigeschossen und sogar mit Kugeln verletzt", sagte der oppositionelle Abgeordnete Miguel Pizarra. Die Rettungskräfte zählten mindestens 100 Verletzte.

Seit Monaten Proteste

Seit zwei Monaten gehen in Venezuela fast täglich Demonstranten gegen Präsident Maduro auf die Straße. Sie werfen der Regierung Menschenrechtsverletzungen vor und fordern Neuwahlen. Maduro hingegen spricht von einer Verschwörung der Opposition und des Auslands. Bislang kamen bei den Protesten 60 Menschen ums Leben, mehr als 1000 wurden verletzt.

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"Trotz dieses massiven und selektiven Terrorismus machen wir auf demokratische und pazifistische Weise weiter, bis die verfassungsmäßige Ordnung wieder hergestellt ist", sagte der frühere Parlamentspräsident Henry Ramos Allup bei der Kundgebung.

Krisensitzung endet ergebnislos

Die Außenminister der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gingen bei ihrer Krisensitzung zu Venezuela am Mittwoch in Washington ohne Ergebnis auseinander. Die Minister konnten sich nicht auf eine gemeinsame Abschlusserklärung einigen konnten.

"Wir müssen festhalten, dass es in Venezuela einen Bruch mit der demokratischen Ordnung gibt", sagte der mexikanische Außenminister Luis Videgaray. Venezuelas Verbündete stemmten sich gegen eine gemeinsame Erklärung. "Einige Länder wollten eine Resolution verabschieden, die die Souveränität verletzt, die auf Intervention setzt. Das hat nicht geklappt", sagte Boliviens Außenminister Fernando Huanacuni.

Seit Monaten kommt das Land nicht zu Ruhe.
Seit Monaten kommt das Land nicht zu Ruhe. (Quelle: Ariana Cubillos/ap-bilder)

Politische und wirtschaftliche Krise

Venezuela leidet unter einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Regierung und Opposition stehen sich unversöhnlich gegenüber. Mehrere Dialogversuche sind bereits gescheitert.

Wegen des niedrigen Ölpreises und jahrelanger Misswirtschaft verfügt Venezuela zudem kaum noch über Devisen, um Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs einzuführen. Die Inflationsrate lag zuletzt Schätzungen zufolge bei 800 Prozent.

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