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Zwischenfall in Mali: Bundeswehr-Konvoi vermutlich von Soldaten beschossen

Gefährlicher Zwischenfall  

Bundeswehr-Konvoi wohl von malischen Soldaten beschossen

18.02.2019, 09:30 Uhr | dpa

Zwischenfall in Mali: Bundeswehr-Konvoi vermutlich von Soldaten beschossen. Ein Soldat der Bundeswehr in Mali: Die Bundeswehr ist hier an der UN-Mission Minusma beteiligt.  (Quelle: imago)

Ein Soldat der Bundeswehr in Mali: Die Bundeswehr ist hier an der UN-Mission Minusma beteiligt. (Quelle: imago)

In Mali ist ein Bundeswehr-Konvoi offenbar von malischen Soldaten beschossen worden. Die deutschen Soldaten erwiderten das Feuer. Ein malischer Soldat wurde bei dem Zwischenfall verletzt.

Beim Bundeswehr-Einsatz in Mali ist ein deutscher Konvoi vermutlich von Soldaten der malischen Streitkräfte beschossen worden, mit denen sie eigentlich zusammenarbeitet. Die Deutschen erwiderten am Samstagabend das Feuer, wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr am Sonntagabend sagte. Zuvor hatte "Der Spiegel" über den Vorfall berichtet.

Der Konvoi sei gegen 21.15 Uhr mitteleuropäischer Zeit etwa 50 Kilometer westlich von Gao mit Handwaffen beschossen worden, erläuterte der Sprecher. Erst später sei klar geworden, dass es sich vermutlich um einen Schusswechsel mit malischen Soldaten gehandelt habe.

Ein malischer Soldat wurde verwundet

Die Bundeswehrsoldaten waren im Einsatz, um ein Fahrzeug der belgischen Streitkräfte zu bergen. Alle Bundeswehrsoldaten seien unverletzt in ihr Lager zurückgekehrt, sagte der Sprecher. Bei dem Vorfall sei vermutlich ein malischer Soldat verwundet worden. Bislang könne weder bestätigt noch ausgeschlossen werden, dass er von den Deutschen getroffen worden sei. Was genau passiert ist und wie es zu dem gefährlichen Zwischenfall kam, soll nun aufgeklärt werden. "Es war da schon dunkle Nacht, als das passiert ist", sagte der Sprecher.

Der verletzte malische Soldat wurde anschließend von der Bundeswehr in eine französische Sanitätseinrichtung gebracht und schwebte den Angaben am Sonntag zufolge weiterhin in Lebensgefahr.


Die Bundeswehr beteiligt sich in Mali mit rund 1000 Soldaten an der UN-Mission Minusma zur Stabilisierung des westafrikanischen Landes. Sie sind vor allem in der nordöstlichen Stadt Gao stationiert. Vor allem im Norden des Landes sind in der Sahara zahlreiche Gruppen islamistischer Extremisten aktiv.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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