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Berichte: Putschversuch gegen sudanesischen Militärrat vereitelt

Übergangsregierung sollte blockiert werden  

Berichte: Putschversuch gegen sudanesischen Militärrat vereitelt

11.07.2019, 23:43 Uhr | dpa

Berichte: Putschversuch gegen sudanesischen Militärrat vereitelt . Demonstranten im Sudan: Ziel des Putsches sei es gewesen, die Einigung zwischen der Militärführung und der Opposition über die Bildung einer Übergangsregierung zu blockieren. (Quelle: Hussein Malla/AP/dpa)

Demonstranten im Sudan: Ziel des Putsches sei es gewesen, die Einigung zwischen der Militärführung und der Opposition über die Bildung einer Übergangsregierung zu blockieren. (Quelle: Hussein Malla/AP/dpa)

Im Sudan hat es offenbar einen Putschversuch gegen die Militärregierung gegeben. Das berichtet das Staatsfernsehen. Der Putschversuch kam offensichtlich aus den eigenen Reihen.

Im Sudan ist nach Angaben des regierenden Militärs ein Putschversuch verhindert worden. Verantwortlich dafür seien Mitglieder der Streitkräfte und Sicherheitskräfte, teilte der Leiter des Sicherheitskomitees des militärischen Übergangsrats, Dschamal Omar Ibrahim, am späten Donnerstagabend mit.

Ziel sei gewesen, die kürzlich erzielte Einigung zwischen der Militärführung und der Opposition über die Bildung einer Übergangsregierung in dem ostafrikanischen Land zu blockieren, hieß es. Etliche Menschen wurden demnach festgenommen. Der Anführer des Putschversuchs und einige andere Militärs würden noch gesucht. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

Monatelange Massenproteste

Im April wurde Langzeit-Präsident Omar al-Baschir vom Militär gestürzt. Dem Putsch waren monatelange Massenproteste und eine Sitzblockade in der Hauptstadt Khartum vorausgegangen. Daraufhin rangen das Militär und die Opposition um die Bildung einer Übergangsregierung. Am 3. Juni töteten Sicherheitskräfte bei der Auflösung der Sitzblockade mehr als 120 Menschen.



Vergangene Woche einigten sich das Militär und die zivile Opposition dann auf eine gemeinsame Übergangsregierung, die den Weg für Neuwahlen in drei Jahren ebnen soll.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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